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2.200 Küken sterben bei Stallbrand in Sünching – PETA erstattet Strafanzeige

2 Minuten Lesezeit (471 Worte)

Sünching. Kein Entkommen: Am 20. Juni war ein Feuer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Sünching ausgebrochen. Bei dem Stallbrand sind etwa 2.200 Küken ums Leben gekommen.Das Gebäude war aus ungeklärter Ursache in Brand geraten. Jetzt erstattet die Tierschutzorganisation PETA Anzeige.

Jährlich sterben laut PETA Zehntausende Tiere bei Stallbränden, weil die gesetzlichen Vorgaben unzureichend sind. PETA hat daher nun bei der Staatsanwaltschaft Regensburg Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet. Denn aufgrund mutmaßlich unzureichender Brandschutzmaßnahmen "wurde möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Küken qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen." PETA dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrmitarbeiternund allen Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt haben.

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„Jeder Tod eines Tieres, welches bei einemStallbrand stirbt, wurde nach Auffassung von PETA aufgrund der mangelnden Brandschutzvorgaben billigend in Kauf genommen. Landwirte züchten diese unschuldigen Lebewesen schließlich überhaupt erst in eine leidverursachende Umgebung hinein. Doch um die Tiere vor dem Verbrennen zu schützen und auch den Schaden für die Landwirte möglichst gering zu halten, ist auch die Politik gefragt, gesetzliche Regelungen zu verschärfen", so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und PETAs Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. „Verbraucher können ebenfalls etwas gegen solch schreckliche Vorfälle tun. Dennwürden alle Menschen vegan leben, wäre das nicht passiert."


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PETA kritisierte in der Vergangenheit wiederholt die bestehenden Brandschutzverordnungen, da ein Schutz der Tiere so gut wie nicht geregelt sei. Zudem würden in der Praxis meist selbst diese unzureichenden Schutzmaßnahmen nicht umgesetzt. Durch eine kritische Lage der Löschwasserversorgung kommt es bei derartigen Bränden häufiger zu Zeitverzögerungen, die die Rettung der Tiere verhindern. Es ist noch zu ermitteln, ob dies auch beim aktuellen Einsatz der Fall war.

Tiere, die zu Ernährungszwecken gehalten werden, gelten als reine Produktionsgüter. Verbrennen oder ersticken sie bei einemStallbrand, wird ausschließlich der entstandene Sachschadenberechnet. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung bedeutet laut PETA jedoch nicht nur ein Brandfall Leid und Tod. "Ganz gleich, ob Rind, Schwein oder Huhn, ob konventionelle oder ökologische Haltung: Tiere als leidensfähige Lebewesen werden anhand ihrer Leistung und ihres Nutzens für den Menschen beurteilt. Für Fleisch, Milch und Eier werden sie ausgebeutet und getötet, obwohl sie ihr natürliches Lebensalter nicht annähernd erreicht haben. Kopfüber an einem Bein hängend wird ihnen im Schlachthaus die Kehle durchtrennt – Millionen Tiere sind dabei nicht ausreichend betäubt [1]."

PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland und fordert eine moderne Definition der Grundnahrungsmittel. Bislang werden hierzu unter anderem Fleisch und andere tierische Produkte gezählt und dementsprechend günstiger besteuert. Aus ernährungsphysiologischer, ökologischer und tierrechtlicher Sicht sollten laut PETA jedoch pflanzliche Eiweißquellen die Proteine für die menschliche Ernährung liefern. PETA fordert die Politik auf, tierische Produkte aus der Liste der Grundnahrungsmittel zu streichen und vegane Lebensmittel mit einem verminderten Steuersatz zu belegen.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1]http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/100/1710021.pdf.

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