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40 Jahre Arbeitskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz

40 Jahre Arbeitskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz

2 Minuten Lesezeit (481 Worte)

Kleindenkmäler sind jene, oftmals unscheinbare Wegbegleiter, die wir daran gewöhnt, die Landschaft zu durchrasen, oftmals gar nicht mehr wahrnehmen. Beim Wandern oder Spazierengehen sehen wir sie häufiger und besser. Sie werden auch oft als Wegweiser oder Hinweispunkte wahrgenommen. Durch den Verein sind viele davon wieder in den Vordergrund gerückt worden. Wer mit offenen Augen durch die Ortschaften oder Fluren geht, wird überall solche entdecken. Sie sind Zeitzeugen der Jahrhunderte und sollten deshalb auch erhalten werden 20.000 bis 40.000 Flur- und Kleindenkmäler gibt es in der Oberpfalz. Eine Inventarisierung ist in Arbeit, so Prof. Dr. Morsbach in seinem Rückblick.

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Arbeitskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung(AFO) in der Oberpfalz: Mit diesem sperrigen Begriff konnte vor 40 Jahren kaum einer etwas anfangen, als sieben Männer diesen Kreis gründeten. Es gab schon vorher Vereine in Bayern und Deutschland, wie die Deutsche Steinkreuzforschung. Aber dieser Verein, der von Anbeginn dem Bezirksheimatpfleger zugeordnet war, war doch etwas Neues. Was mit Rainer H. Schmeißner und Prof. Dr. Peter Morsbach begann, wurde dann um Johann Roth, Dr. Ludwig Zehetner, Franz Hummel, Dr. Adolf Eichenseer und Bernhard Frahsek zu einem Verein erweitert. Mittlerweile ist der Verein nicht größer geworden, hat aber ca. 600 ehrenamtliche Mitarbeiter. Jedes Jahr hält der Verein nicht nur zwei Tagungen ab; er gibt auch jedes Jahr einen Band „Beiträge zur Flur- und Kleindenkmalforschung“ heraus. Diese sind eine einmalige Fundgrube über Kleindenkmäler.

„Sie waren damals Pioniere auf dem Gebiet der Flur- und Kleindenkmalforschung. Nicht nur in der Oberpfalz, sondern für ganz Bayern“, so die Bürgermeisterin von Regensburg Gertrud Maltz-Schwarzfischer in ihrem Grußwort. Der Umgang mit Bau- und Bodendenkmäler sind in Gesetzen geregelt, Flurdenkmäler nicht. Sie fallen aber trotzdem unter das Denkmalschutzgesetz, weil sie Kulturgut sind. Sie dankte dem Verein für die Inventarisierung und die Erhaltung dieser Kleindenkmäler, die ansonsten oft dem Verfall preisgegeben wären. Dem schloss sich die Landrätin Tanja Schweiger an. Im Landkreis Regensburg gibt es eine Unmenge an solchen Denkmälern. „Ihr Verein ist Vorbild für Bayern und Deutschland in der Flur- und Kleindenkmalforschung“. Der Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl überbrachte die Grüße des Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Weitere Grußworte gab es vom Vizepräsidenten Erich Dollinger vom Oberpfälzer Kulturbund, der Bischöflichen Konservatorin Frau Dr. Maria Baumann und vom Bürgermeister Lappersdorf Christian Hauner. 

Die Jubiläumsfeier wurde aber nicht nur im Saal verbracht, sondern wie immer bei der AFO, wurde auch eine Exkursion durchgeführt. Bei einer Fahrt durch das Gebiet des Marktes Lappersdorf, stellte Bernhard Frahsek einige der ca. 200 Flur- und Kleindenkmäler vor. Dabei konnte man ein Steinkreuz von 1513, die Kapelle im Gut Aschach oder auch ein Arma-Christi-Kreuz anschauen. Besondere Beachtung schenkte man einem neuen Denkmal; die Todesmarschsäule. Sie wurde als Erinnerung an den Todesmarsch vom KZ Hersbruck nach Dachau, der auch durch den Schwaighauser Forst führte aufgestellt.

Nachlesen kann man dies alles im neuen Band 41 „Beiträger zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz“ erschienen im Eckard Bodner-Verlag.

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