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Agentur für Arbeit Schwandorf meldet 3,4 Prozent Arbeitslosen-Quote

3 Minuten Lesezeit (501 Worte)
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Schwandorf/Amberg/Sulzbach-Rosenberg/Cham. Die Corona-Krise hat das Arbeitsmarktgeschehen im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf im Berichtsmonat April beherrscht. Betriebe aus allen Branchen und aller Größen in der mittleren Oberpfalz, das heißt in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Cham sowie in der kreisfreien Stadt Amberg, mussten ihren Geschäftsbetrieb einschränken oder komplett stilllegen, teilt die Agentur mit. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit um 36,3 Prozent bzw. 2.200 Personen zu. Mitte April waren insgesamt rund 8.260 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk um rund 150 Personen bzw. 1,9 Prozent.
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Deutlich weniger Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit
Für den starken Anstieg der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk waren in erster Linie nicht die Neumeldungen verantwortlich, sondern die fehlenden Abgänge.
Im Berichtsmonat beendeten knapp 2.390 Arbeitnehmer ihre Arbeitslosigkeit, rund 940 Personen bzw. 28,3 Prozent weniger als im März. Noch deutlicher fällt der Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus, als 1.140 Personen bzw. 32,3 Prozent mehr ihre Arbeitslosigkeit beendeten.

Im Gegenzug meldeten sich im April knapp 2.540 Personen neu oder erneut arbeitslos, zirka 300 Personen bzw. 13,2 Prozent mehr als im Vormonat und rund 370 Personen bzw. 17,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Die Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk kletterte im April gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 2,5 Prozent.


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Unterbeschäftigung
Die Zunahme der Unterbeschäftigung fiel mit einem Plus von 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat etwas schwächer aus als bei der Arbeitslosigkeit. Einerseits nahm zwar die Zahl der Arbeitslosen deutlich zu, andererseits ging die Zahl der Personen in entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik zurück.

Kurzarbeit: Knapp 3.140 geprüfte Anzeigen
Im April sind von der Agentur für Arbeit in der mittleren Oberpfalz insgesamt knapp 3.140 Anzeigen auf Kurzarbeit geprüft worden. Darin nannten die Betriebe rund 63.090 betroffene Arbeitnehmer. Die Zahl der Anzeigen bedeutet nicht, dass alle Betriebe tatsächlich in Kurzarbeit gehen. Eine Anzeige ist die Voraussetzung, dass Kurzarbeit beantragt werden kann. Nicht jeder der Betriebe muss davon letztlich Gebrauch machen. „Dass die Zahl der Kurzarbeitsanzeigen steigt, weist deutlich auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Schwandorfer Arbeitsmarkt hin. Als Arbeitsagentur begrüßen wir jedoch, dass die Betriebe – wenn irgend möglich – ihre Beschäftigten lieber halten statt sie direkt freizusetzen", sagt Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Kräftenachfrage stark zurückgegangen
Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat im Berichtsmonat deutlich nachgelassen. Die Betriebe und Verwaltungen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und der Jobcenter knapp 650 neue Stellenangebote. Das sind rund 490 Offerten bzw. 43,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Mitte des Berichtsmonats befanden sich insgesamt 4.680 Offerten im Stellenpool. Im Vergleich zum April des Vorjahres sank der Stellenbestand um rund 640 Angebote bzw. 12,1 Prozent.

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