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Aktionstag  „Mehr Sicherheit im Radverkehr“.

Aktionstag „Mehr Sicherheit im Radverkehr“.

2 Minuten Lesezeit (476 Worte)

Symbolbild: (c) Rad K9 1-w520-h520

Im März 2016 wurde den Medien die Unfallstatistik für das Stadtgebiet Regensburg vorgestellt. Die Unfallanalyse des Jahres 2016 ergab, dass aus den Reihen der Radfahrer die meisten Schwerverletzten kommen.  Dies ist der Anlass, die Sicherheit des Radverkehrs in den Fokus der verkehrspolizeilichen Arbeit zu stellen.

Hauptunfallursache auf Seiten der Radfahrer ist das „Geisterradeln“, also die Benutzung des Radwegs in der falschen Richtung. Auf Seiten der Autofahrer sind es Fehler beim Rechtsabbiegen. Der abbiegende PKW-Fahrer übersieht den in gleicher Richtung auf dem Radweg fahrenden Radfahrer. Verschärft wird die Unfallproblematik, wenn beide Unfallursachen zusammentreffen, also eine Geisterradler und ein Abbieger.

Die Polizei will deshalb bei ihren Kontrollen ihr Augenmerk sowohl auf die Radfahrer also auch auf die Autofahrer richten.

Radfahrer und motorisierte Verkehrsteilnehmer sollen durch regelmäßige Kontrollen für die Hauptunfallursachen sensibilisiert werden. Der Auftakt dazu erfolgt am

  11.Mai 2016 mit dem   Aktionstag „Mehr Sicherheit im Radverkehr“.

Im gesamten Stadtgebiet werden ganztägige Kontrollen durchgeführt. An Unfallschwerpunkten, wie den Kreuzungen beim Cinemaxx, beim Donaueinkaufszentrum,  der Kumpfmühler Brücke, der Donaustauferstraße  und in der Bajuwarenstraße werden die Radfahrer und die Pkw-Fahrer mit Hinweiszetteln auf die besonderen Gefahren aufmerksam gemacht. Ziel ist es, mit den Verkehrsteilnehmern ins Gespräch zu kommen und dadurch ein normkonformes Verhalten zu erreichen. Deswegen wird es die Polizei an diesem Tag im Regelfall bei gebührenfreien Verwarnungen belassen. Bei besonders groben Verkehrsordnungswidrigkeiten oder entsprechend uneinsichtigem Verhalten der Betroffenen kann diese Verfahrensweise natürlich nicht erwartet werden.

Weitere Kontrollen sollen dann zeigen, ob der gute Rat der Polizei angenommen wurde. Werden bei diesen Folgekontrollen Verstöße festgestellt, erfolgt im Regelfall eine gebührenpflichtige Verwarnung.

Begleitend werden bei den Kontrollen die Ausrüstungsvorschriften für Fahrräder überprüft, die Radfahrer  erhalten Tipps wie Sie ihr Rad gegen Diebstahl sichern können und werden auf die Bedeutung des Fahrradhelms hingewiesen.

PKW-Fahrer, die auf Radwegen parken, werden konsequent verwarnt, da Radfahrer dadurch in gefährliche Situationen geraten. Ebenso wird Radfahren auf Gehwegen  nicht geduldet, da dadurch Fußgänger gefährdet werden.

Der Dienststellenleiter der PI Regensburg Süd, der leitende Polizeidirektor Thomas Schöniger, baut auf die Einsicht der Verkehrsteilnehmer und stellt fest:

„Die Verkehrsregeln der StVO gelten für Radfahrer und Autofahrer. Daran werden die Beamten am Aktionstag erinnern. Unser Ziel ist es, insbesondere folgenschwere Radunfälle zu  verhindern. Die Kontrollen werden wir künftig in regelmäßigen Abständen wiederholen, uneinsichtige Verkehrsteilnehmer beider Seiten, egal ob Radfahrer oder Autofahrer, müssen dann gegebenenfalls auch mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld rechnen.“

Der Leiter der PI Regensburg Nord, Erster Polizeihauptkommissar Ludwig Stegerer, den besonders  die Unfallzahlen der Radfahrer in der Donaustauferstraße und an der Kreuzung beim Donaueinkaufszentrum beunruhigen, appelliert ebenfalls an die Verkehrsmoral:

„Nehmen Sie als Radfahrer lieber einen kleinen Umweg in Kauf  anstatt zum Geisterradler zu werden, denn als Beteiligter eines Verkehrsunfalls sind sie in jedem Fall der Unterlegene. Im Gegenzug dazu bitten wir die Autofahrer vor allem  beim Abbiegen an Kreuzungen und Einmündungen, ihre Aufmerksamkeit besonders auf die Radfahrer als schwächere Verkehrsteilnehmer zu richten.“

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