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Arnschwang: Täter fühlte sich wohl von Kindern gestört

Arnschwang: Täter fühlte sich wohl von Kindern gestört

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Symbolbild: (c) Stephanie Hofschläger, pixelio.de - Arnschwang. Im Nachgang zu den tragischen Ereignissen in einer Asylbewerberunterkunft in Arnschwang fanden weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen durch die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg und das Bayerische Landeskriminalamt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg statt. Am Pfingstmontag, 05.06.2017, erfolgte eine erste Vernehmung der 47-jährigen Mutter. Erste Erkenntnisse aus dieser Vernehmung deuten darauf hin, dass der 41-jährige Täter sich durch die spielenden Kinder der Frau in seiner Ruhe gestört fühlte.

Es entstand deshalb eine Streitigkeit, in deren weiteren Verlauf der Täter zunächst auf die Geschädigte und schließlich auf deren fünfjährigen Sohn körperlich losging und dabei auch ein Messer einsetzte. Der Täter fügte dem Jungen schwerste Verletzungen im Halsbereich zu, an denen dieser trotz ärztlicher Bemühungen verstarb. Die geschädigte 47-jährige Mutter wurde durch den Täter an Hals, Armen und Beinen schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt. Der weitere, sechsjährige Junge der Frau blieb körperlich unverletzt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen bestand zwischen der Frau und dem Täter außer der Nachbarschaft keinerlei Vorbeziehung. Die Mutter gab zudem an, dass es bereits mehrfach zu Ärger gekommen sei, weil der Täter sich durch die Kinder in seiner Ruhe gestört fühlte. Die Frau befindet sich nach wie vor in ärztlicher Behandlung.

Die Vernehmungen weiterer Bewohner der Unterkunft, von denen nach bisherigem Erkenntnisstand mindestens vier die Tat als Augen- oder Ohrenzeugen mitbekommen haben, werden nun nach und nach durch die Ermittler der Kripo Regensburg abgearbeitet. Da es sich um Menschen verschiedenster Nationalitäten handelt, sind Dolmetscher notwendig, weshalb die Durchführung der Vernehmungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Am Tatort fanden auch am 05.06.17 weitere Spurensicherungsmaßnahmen statt. Am Mittwoch, 07.06.2017, sollen 3D-Scanner des Bayerischen Landeskriminalamts zum Einsatz kommen, um den Tatort zu dokumentieren. Das Gebäude bleibt bis zum Abschluss der Tatortmaßnahmen abgesperrt. Die weiteren Ermittlungen zum Tatablauf werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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