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Asklepios Lindenlohe: Kein Tarifvertrag in Sicht

2 Minuten Lesezeit (351 Worte)
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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat gemeinsam mit den Beschäftigten der Orthopädischen Klinik Asklepios Lindenlohe am Montag, 17. Februar 2020, die neue Gesprächsrunde der Arbeitgeberseite mit dem örtlichen Betriebsrat begleitet. 

Nach wie vor verweigert der Krankenhaus-Konzern Asklepios laut Gewerkschaftsinfo seinen Beschäftigten die Sicherheit eines branchenüblichen Tarifvertrags. Stattdessen bietet der Arbeitgeber lediglich eine Betriebsvereinbarung an.

Tariflich abgesicherte Einkommen- und Arbeitsbedingungen soll es bei Asklepios in der Oberpfalz auch weiterhin nicht geben, wenn es nach der Arbeitgeberseite geht.

Deshalb haben die Beschäftigten sich auch am Montag, 17.02.2020, in einer Kundgebung wieder stark für ihre Forderungen gemacht und den Verhandlungsführer von Asklepios, Herrn Carsten Pape, mit ihren Forderungen in Lindenlohe empfangen.



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Hintergrund:

Wiederholt haben die Arbeitgeber der Asklepios Klinik Lindenlohe die Aufforderung der Gewerkschaft ver.di zu Tarifverhandlungen abgelehnt.

Bereits im letzten Jahr wurde die Asklepios Klinik Lindenlohe deshalb an drei Tagen bestreikt. Unter dem Druck der geschlossenen Belegschaft versucht der Konzern laut ver.di nach wie vor, „die Forderung nach einem Tarifvertrag zu hintergehen, in dem sie dem Betriebsrat lediglich Eckpunkte für eine Betriebsvereinbarung vorlegt.“

Am Montag, den 17.02.2020, war ein weiterer Verhandlungstag für diese Betriebsvereinbarung angesetzt. „Nur ein Tarifvertrag gibt den Beschäftigten die Sicherheit, nicht als Bittsteller mit dem Arbeitgeber zu verhandeln. Ein Tarifvertrag ist etwas Normales in der Pflegebranche, wieso sollen die Beschäftigten der Orthopädischen Klinik in Lindenlohe weniger wert sein, als ihre Kollegen in anderen Krankenhäusern", bekräftigt Marina Mühlbauer, Gewerkschaftssekretärin, die Forderung der Beschäftigten.

„Für alle anderen Häuser in der Oberpfalz gelte inzwischen ein Tarifvertrag, nur Asklepios bildet eine Ausnahme. Diese Ausnahme sei nicht länger hinnehmbar", fügt Alexander Gröbner, Geschäftsführer von ver.di in der Oberpfalz, hinzu.

Die Gewerkschaft ver.di wird der Arbeitgeberseite der Asklepios Klinik Lindenlohe erneut die Verhandlung eines Tarifvertrages anbieten und im Zweifel weiter an der Seite der Beschäftigten für einen ebensolchen eintreten. Dies bekräftigt die stv. Geschäftsführerin von ver.di Oberpfalz Manuela Dietz abschließend: „Ein Tarifvertrag ist in dieser Branche nichts Unübliches, sondern die Normalität. Seit Jahren haben die Beschäftigten der Asklepios Klinik Lindenlohe auf diese Sicherheit verzichtet, aber irgendwann ist es genug. Die Kollegen und Kolleginnen lassen sich nicht mehr so einfach mit milden Worten abspeisen: sie warten auf Taten."


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