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Ausbildung klarmachen - Investition in die Zukunft

Ausbildung klarmachen - Investition in die Zukunft

4 Minuten Lesezeit (837 Worte)

Schwandorf/Amberg/Cham. Ein erfolgreicher Berufsabschluss stellt eine wichtige Grundlage im Leben eines Menschen dar. Unabhängig von Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt ist und bleibt eine abgeschlossene Berufsausbildung die beste Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben, so die Arbeitsagentur zur Woche der Ausbildung Vom 26. Februar bis 2. März.

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Fachkräfte haben sehr gute Chancen in der Arbeitswelt und sie können ihre berufliche Situation auch durch Spezialisierung oder Weiterbildung verbessern. Eine Garantie, nie arbeitslos zu werden, gibt es dabei nicht. Aber erfahrungsgemäß sind bei gelernten Kräften die Zeiten von Arbeitslosigkeit seltener oder kürzer.


Viele verschiedene Wege führen zum Ziel Berufsabschluss

Ende Februar bis Anfang März findet wieder die bundesweite „Woche der Ausbildung“ der Bundesagentur für Arbeit statt. Zeitgleich findet dieses Jahr auch die bayernweite „Woche der Aus- und Weiterbildung“ des bayerischen Wirtschaftsministeriums statt. Alle Aktivitäten und Veranstaltungen machen auf die Bedeutung von betrieblicher Ausbildung aufmerksam.

Die Woche der Ausbildung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Ausbildung klarmachen“ steht, ist Bestandteil des Pakts für Aus- und Weiterbildung. Dieser wurde von der Bundesregierung bzw. dem Freistaat Bayern zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit, den Kammern, den Gewerkschaften sowie weiteren Akteuren geschlossen.

Aus diesem Anlass erläutert die Agentur für Arbeit Schwandorf die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt und stellt vor, welche Möglichkeiten für Jugendliche und für Erwachsene bestehen, zu einem Berufsabschluss zu gelangen.

Optimal ist es, wenn junge Menschen direkt im Anschluss an einen Schulbesuch in eine Berufsausbildung starten. Es gibt in Deutschland rund 330 Ausbildungsberufe, die meisten davon in betrieblicher Form, wobei zusätzlich die Berufsschule an einem bzw. zwei Tagen pro Woche besucht wird. Für manche Berufe findet der Schulbesuch in Blockform statt. Andere Berufe können nur in schulischer Form an Berufsfachschulen erlernt werden.

Markus Nitsch, Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, betont: „Die deutsche Wirtschaft hat als besonderes Markenzeichen das duale System der beruflichen Ausbildung. Es ermöglicht jungen Menschen den Einstieg in eine qualifizierte berufliche Tätigkeit mit guten Beschäftigungs- und Aufstiegsmöglichkeiten und gleichzeitig gewinnen Betriebe dadurch ihre künftigen Fachkräfte.“ Der Behördenchef ergänzt weiter: „Die duale Berufsausbildung in Deutschland genießt einen ausgezeichneten Ruf. Trotzdem haben Unternehmen oft Schwierigkeiten, geeignete Azubis zu finden.“

Das liegt teilweise an der demographischen Entwicklung, da in der mittleren Oberpfalz eine geringer werdende Anzahl an Jugendlichen zur Verfügung steht. Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels haben Betriebe aber einen sehr großen Bedarf an künftigen Nachwuchskräften. Zum Teil ist der „Bewerberschwund“ auch darauf zurückzuführen, dass Jugendliche in steigendem Umfang weiterführende Schulen besuchen.

Die letzte Ausbildungsmarktstatistik wies für den Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf 4.873 gemeldete Ausbildungsstellen aus sowie 2.853 gemeldete Bewerber, von denen rund 73 Prozent in betriebliche Ausbildung gelangten.

Für Firmen kann es daher sinnvoll sein, wenn sie künftig neben den Jugendlichen auch weitere Personengruppen für Ausbildung einbeziehen, die sie bisher vielleicht noch nicht berücksichtigt haben, beispielsweise Studienabbrecher, Erwachsene, Personen mit Migrationshintergrund oder auch andere Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Die Ausbildungsgänge haben ein unterschiedliches, teilweise sehr gehobenes Anforderungsniveau. Daher sollten künftige (Fach-)Abiturienten dieses Ziel in der Berufswahl nicht kategorisch ausschließen, sondern sich auch über eine betriebliche Ausbildung einschließlich der Aufstiegsmöglichkeiten informieren.

Eine Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung hat ergeben, dass Deutschland zwar Rekordzahlen bei den Studienanfängern hat. Aber bis zum Abschluss halten längst nicht alle durch: Rund 30 Prozent brechen das Studium vorzeitig ab. Ein nicht geringer volkswirtschaftlicher Schaden und für die Betroffenen ein großer Verlust an Zeit und häufig auch an Selbstbewusstsein. Die Erfahrung der Berufsberatung aus den letzten Jahren mit Studienabbrechern zeigt, dass sich diese, auch dank der Aufgeschlossenheit der Firmen, in der hiesigen Region sehr häufig für eine betriebliche oder schulische Berufsausbildung entscheiden und auf diese Weise einen Neu-Start ihrer Karriere erreichen.

Im Zuge der demographischen Entwicklung sind auch Jugendliche mit Unterstützungsbedarf ein wichtiges Potential für Ausbildung. Daher bietet die Agentur für Jugendliche und junge Erwachsene diverse Hilfen an, damit sie eine Ausbildung erfolgreich abschließen können.

Auch Arbeitslose können in der Agentur für Arbeit prüfen lassen, ob bei ihnen die die Notwendigkeit und sonstigen Voraussetzungen für eine geförderte Maßnahme mit dem Ziel eines Berufsabschlusses vorliegen.

Jugendliche und Erwachsene, die eine „Ausbildung klarmachen“ möchten, haben die Möglichkeit, mit der Agentur für Arbeit unter der Telefonnummer 08004555500 in Kontakt zu treten.


Suche nach künftigen Fachkräften in der eigenen Belegschaft

Lohnenswert kann auch sein, wenn Firmen ihre eigenen Hilfskräfte unter die Lupe nehmen, ob darunter nicht auch Personen sind, die das Zeug zur Fachkraft haben.
Bestimmte Mitarbeiter aus kleinen und mittleren Unternehmen bis 250 Beschäftigten sind eine Zielgruppe, bei der eine Qualifizierung finanziell gefördert werden kann. Bisher Ungelernte, Personen über 45 Jahren, aber auch Beschäftigte, die den erlernten Beruf nicht mehr ausüben können und schon mindestens vier Jahre als Hilfskräfte tätig sind, bekommen die Chance, sich beruflich zu qualifizieren.

Von den neuen Kenntnissen ihrer Mitarbeiter profitieren dabei auch die Unternehmen. Das Förderprogramm der Bundesagentur für Arbeit „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“, kurz WeGebAU genannt, unterstützt dabei finanziell. Unter bestimmten Voraussetzungen wird für die Dauer der Weiterbildung ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt gewährt. Die Beschäftigten bekommen zudem die Lehrgangskosten teilweise oder ganz erstattet.

Weitere Informationen dazu erhalten interessierte Betriebe durch den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit. Unternehmen, die sich informieren wollen, können sich an Ihre/n Ansprechpartner im AG-S oder an die Hotline 08004555501 wenden.

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