Ausstellung des Bayerischen Journalisten Verbandes gastiert in Regensburg

Regensburg. Bereits zu Beginn diesen Jahres kürte der Bayerische Journalisten verband BJV schon zum 18. Mal die besten Pressefotos in verschiedenen Kategorien. Die dazugehörige Wanderausstellung macht seit vergangenen Dienstag in Regensburg Station. Interessierte können sich im Eingangsbereich der Bayernwerks AG in der Lilienthalstraße insgesamt 80 Werke verschiedener Kategorien ansehen.

 

 

Vielen Menschen sei oft gar nicht bewusst, welche besonderer Stellung der Fotografie im Bereich der Pressearbeit zukommt, meint Reimund Gotzel in seinen einführenden Worten. Der Vorstandsvorsitzende der Bayernwerk AG ist selbst begeisterter Hobbyfotograf und betont: „In der digitalen Welt, in der heute jeder sein Handy ständig griffbereit hält und unkontrollierte Beliebigkeit in die Welt setzt, können wir auf das verlässliche Gütesiegel recherchierter Nachrichten und journalistischer Fotos immer weniger verzichten.“ Bei Pressefotos gehe es schließlich um den perfekten Moment, der eine Geschichte und Emotionen festhält und vermitteln kann.

So zeigt das Siegerfoto in der Kategorie Bayern - Land und Leute mit dem Titel Der Bierholer den Weltrekordversuch von Michael Sturm, ein Kellner aus Mühlhausen. Dieser hatte am 20. August 2017 beim Jura-Volksfest in Neumarkt/Oberpfalz versucht 28 randvolle Bierkrüge einmal durch das ganze Festzelt zu tragen, immerhin ca. 40 Meter. Doch das Hopfengetränk blieb leider nicht völlig in den Krügen und der Rekordversuch scheiterte, gab aber ein originelles Motiv für das Siegerfoto in dieser Kategorie. Aufgenommen hatte das Bild Günter Distler aus Feucht, der am Dienstag Abend persönlich in Regensburg war.

Auch der Gewinner der Kategorie Serie Florian Bachmeier aus Schliersee ließ es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung mit dabei zu sein. Der freie Pressefotograf machte sich im vergangenen Jahr auf nach Belgrad, um dort nach der Schließung der Balkanroute die traurige Situation der gestrandeten Fluchtsuchenden zu dokumentieren. Seine Bilder zeugen von Not, Leid und Verzweiflung. Für den Freiberufler, ist es wichtig, diese Geschehnisse zu dokumentieren. Gleichzeitig ist er, wie viele seiner Kollegen, von den widrigen Arbeitsbedingungen betroffen. „Es ist immer wieder eine Herausforderung, solche Reisen finanziert zu bekommen“, sagt Bachmeier.

Der Geschäftsführer des BJV, Dennis Amour beklagte bei der Ausstellungseröffnung ebenfalls die schlechten Bedingungen, mit denen Journalisten mittlerweile konfrontiert sind. Für ihn stelle auch die „Konkurrenz durch kostenlose Bilder von Laien, Pressestellen, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben eine Ursache für Existenzbedrohende Honorare“ dar. Daher wolle man mit der Ausstellung auch den Stellenwert der professionellen Pressefotografie hervorheben.

Die Jury hatte im vergangenen Jahr die Wahl unter rund 1.000 Bildern von Fotografen aus allen Medienbereichen und Regionen Bayerns. In mehreren Durchgängen bewertete die achtköpfige Jury die Fotos nach Kriterien wie konzeptioneller Umsetzung, Originalitätoder technischer Brillanz.

Bis zum 13. Juli können die Siegerfotos und weitere tolle Bilder in der Zentrale der Bayernwerk AG besichtigt werden.