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Barbinger brachten Ideen und Vorschläge ein

Barbinger brachten Ideen und Vorschläge ein

4 Minuten Lesezeit (795 Worte)

Bei der Erstellung eines Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes für den Landkreis Regensburg sollen die Meinungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger mit einfließen. Daher finden von Januar bis März in den Landkreisgemeinden sogenannte „Bürgergespräche“ statt. Der Startschuss für die Veranstaltungsreihe fiel am vergangenen Freitag im Rathaussaal Barbing. Neben dem ersten Bürgermeister der Gemeinde, Johann Thiel, und Vertreter des BASIS-Instituts, das den Landkreis bei der Konzepterstellung unterstützt, standen den Interessierten auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Servicestelle für Senioren und Menschen mit Behinderung im Landratsamt als Ansprechpartner zur Verfügung.

Bürgermeister Johann Thiel wies in seinem Grußwort auf funktionierende Senioren-Arbeitskreise in den Barbinger Ortsteilen und auf gegenseitige, generationenübergreifende Hilfen hin. Das Zusammenleben sei intakt, stellte er fest. Mit Blick auf die Zukunft nannte er die Berücksichtigung seniorenspezifischer Aspekte bei der Ausweisung neuer Baugebiete und das Verbleiben der Senioren – auch bei Pflege im Alter – im Ort. „Wir werden im Gemeinderat versuchen, das umzusetzen, was für den Ort Barbing in Bezug auf die Generation 55+ zu machen ist“, schloss Thiel seine Rede. 

Die weitere Veranstaltung moderierte Michael John, Geschäftsführer des in Bamberg ansässigen BASIS-Instituts für soziale Planung, Beratung und Gestaltung GmbH. John nannte zunächst Daten zur Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Regensburg. Der Landkreis Regensburg gehöre zu den stark zunehmenden Gebieten, beschrieb er die bis 2034 erwartete Steigerung um 9,8 Prozent. Diese basiere vor allem auf dem Wachstum der Altersgruppe 65 Jahre und älter. Das Durchschnittsalter steige ebenfalls von 43,1 auf 46,6 Jahre. Für die Gemeinde Barbing hatte das BASIS-Institut 1535 Personen über 55 Jahre ermittelt. 173 davon erhielten einen zwölfseitigen Fragebogen, wobei 69 ausgewertet werden konnten. Es wurden unterschiedliche Parameter abgefragt, unter anderem Wohnen und selbständiges Leben im Alter, Infrastruktur und Lebensqualität, Wohnformen bei Rüstigkeit beziehungsweise im Pflegefall sowie Teilhabe und Engagement. Die Lebensqualität und Versorgung (Supermarkt/Discounter) beurteilten die Befragten als sehr gut beziehungsweise gut, die ärztliche Versorgung und den öffentlichen Nahverkehr als zufriedenstellend. Unterstützungsbedarf bei alltäglichen Tätigkeiten sowie bei Pflege und Betreuung werde erst im Alter ab 85 Jahren virulent. Bei der Wohnform votierten die rüstigen Senioren mit 93,8 Prozent für ihre bestehende Wohnung, bei Pflegebedürftigkeit würden eine barrierefreie Wohnung oder betreutes Wohnen bevorzugt. Zu 70 Prozent seien die Barbinger mit dem Zusammenhalt in der Nachbarschaft zufrieden. 

In mehreren Tischrunden konnten dann die Barbinger ihre Ideen und Vorschläge zu den Themen „örtliche Infrastruktur“, „Wohnen“ sowie „Engagement und Teilhabe“ diskutieren und danach im Plenum einbringen. So sei die Barrierefreiheit stark zu verbessern – bei öffentlichen Gebäuden genauso wie bei Bussen (Absenkung). Verbesserungsbedürftig sei die Busverbindung in den Barbinger Außenbezirken. Zur Problemlösung wurde hier eine App vorgeschlagen, mit der sich Bürger beispielsweise zu Einkaufsfahrten absprechen könnten. Weiter erwähnt wurden Hilfen bei der Gartenarbeit, beim Schneeräumen oder kleinere Hausmeisterarbeiten. Ein starkes Votum der Teilnehmer ging in Richtung gemeinschaftlicher, barrierefreier Wohnformen beziehungsweise seniorengerechter Mietwohnungen. Im Bereich „Engagement und Teilhabe“ wünschten sich die Bürger noch mehr Informationen über Angebote. Die Vorschläge und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger werden sowohl von der Gemeinde Barbing als auch von der im Landratsamt angesiedelten Servicestelle für Senioren und Menschen mit Behinderung bei der Umsetzung des Konzepts berücksichtigt.  

Die nächsten Veranstaltungen, zu der alle Interessierten der jeweiligen Gemeinden herzlich eingeladen sind, finden an folgenden Terminen statt. 

Stadt Hemau

Wann: 18.01.2017, 16 Uhr

Wo: Bürgersaal im Zehentstadl, Propsteigaßl 4, 93155 Hemau

Ansprechpartnerin bei Rückfragen: Ann-Kathrin Schmid, Tel.: 09491/9400-23 

Stadt Wörth a.d. Donau und Gemeinde Brennberg

Wann: 19.01.2017, 16 Uhr

Wo: Bürgerhaus (2.OG, Aufzug vorhanden), Ludwigstraße 7, 93086 Wörth a.d. Donau

Ansprechpartnerin bei Rückfragen und Fahrdienst: Veronika Dexl, Tel.: 09482/9403-22 

Gemeinde Pentling

Wann: 24.01.2017, 16 Uhr

Wo: Bürgersaal im Rathaus, Am Rathaus 5, 93080 Pentling

Ansprechpartner bei Rückfragen: Markus Maier, Tel.: 0941/92082-16 

Gemeinde Wiesent

Wann: 25.01.2017, 17 Uhr

Wo: Bürgersaal Wiesent, Bahnhofstr 1, 93109 Wiesent

Ansprechpartnerin bei Rückfragen: Angelika Sigl, Tel.: 09482/90958-15 

Gemeinde Tegernheim

Wann: 26.01.2017, 17 Uhr

Wo: Gaststätte - Pension Götzfried, Donaustraße 13a, 93105 Tegernheim

Ansprechpartner bei Rückfragen: Max Kollmannsberger, Erster Bürgermeister, Tel.: 09403 / 9520-14 oder Roberto Mazzotta, Seniorenbeauftragter, Tel.: 09403 / 2783 

Gemeinde Köfering

Wann: 27.01.2017, 17 Uhr

Wo: Gasthof zur Post, Hauptstraße 1, 93096 Köfering

Ansprechpartner bei Rückfragen: André Schäfer, 09406/2832-29 

Weitere Termine finden Sie auf der Homepage des Landkreises Regensburg unter www.landkreis-regensburg.de . Rubrik: Bürgerservice, Senioren und Menschen mit Behinderung, Seniorenpolitisches Gesamtkonzept. 

Die Servicestelle für Senioren und Menschen mit Behinderung im Landratsamt steht auch bei weiteren Fragen gerne zur Verfügung. Kontakt: Josef Seidl, Telefon: 0941/4009-715; Corinna Eisner, Telefon; 0941/4009-708 und Julia Schmidt, Telefon: 0941/4009-531 oder per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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