Zertifikat-Intensivstation_Angehrige-willkommen Stolz präsentieren Wolfgang Wack, Dr. Regina Birk, Dr. Wolfgang Alt und Hubert Forster (von links) das begehrte Zertifikat. Inzwischen hängt es für alle sichtbar neben dem Eingang zur Intensivstation. Bild: © Marion Hausmann

Schwandorf. Die Urkunde „Angehörige jederzeit willkommen" des Vereins „Pflege e.V." dokumentiert, wie wichtig die Anwesenheit von Angehörigen für Intensivpatient:innen ist.


„Intensivpatienten haben das Recht, dass die professionell Betreuenden (…) ihren Angehörigen mit Respekt begegnen, sie als therapeutisch wichtig ansehen und mit ihnen eine gute Besuchsregelung vereinbaren." Zertifizierender Verein Pflege e.V.

Die erfolgreiche Zertifizierung zur „angehörigenfreundlichen Intensivstation" macht das Team um Chefärztin Dr. Regina Birk stolz: Denn sie alle stehen nicht nur hinter den Ordenswerten Hospitalität, Qualität, Respekt, Verantwortung und Spiritualität, sondern haben schon immer um die Bedeutung der Angehörigen bei der Genesung ihrer Intensivpatienten gewusst.

Nach dem mehrfach prämierten Intensivtagebuch haben Ärzt:innen und Pflegefachkräfte der Intensivstation unter Federführung des stellvertretenden Stationsleiters Wolfgang Wack, des Stationsleiters Hubert Forster und des Leitenden Oberarztes Dr. Wolfgang Alt das nächste spannende Projekt in Angriff genommen: die Zertifizierung zur angehörigenfreundlichen Intensivstation durch den Verein Pflege e.V.: ein Ziel, das in mehreren Stufen erreicht wurde. Mit dem im August übermittelten Zertifikat „Angehörige jederzeit willkommen" konnte in Schwandorf das gesetzte Ziel erreicht werden.

Recht auf Anwesenheit

Zunächst wurden die Rechte der Intensivpatient:innen, zum Beispiel das Recht auf Anwesenheit der Angehörigen, anerkannt und von der Stiftung Pflege e.V. in Anlehnung an die „Charta der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen" formuliert. Dadurch wird es Patient:innen auf der Intensivstation ermöglicht, jederzeit für sie wichtige Menschen in ihrer Nähe zu haben und deren Unterstützung zu bekommen.

In der Praxis werden - wenngleich aufgrund der Corona-Pandemie und der dadurch erschwerten Besucherregelung derzeit noch Absprachen notwendig sind - starre Besuchszeiten auf der Intensivstation aufgelöst. Zudem gibt es eine telefonische Hotline, um sich bei behandelnden Ärzt:innen und Pflegefachkräften informieren zu können. Für den direkten gegenseitigen Draht hängt darüber hinaus in jedem Zimmer ein Formular, in welches Angehörige eintragen können, wann und unter welcher Nummer sie am besten zu erreichen sind.

Drei Jahre ist das Zertifikat nun gültig, und soll am Krankenhaus St. Barbara mit Leben gefüllt werden. Die Schwandorfer Klinik reiht sich damit in der Riege der rund 250 Intensivstationen ein, die in Deutschland bislang als „angehörigenfreundliche Intensivstation" registriert und zertifiziert sind.