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Reisebus-Freedommail-pixabay Symbolbild: © Freedommail, pixabay

Betrugsmasche Kaffeefahrt - Geschädigte gesucht

1 Minuten Lesezeit (282 Worte)

Die Masche mit der Kaffeefahrt, die sich als eine betrügerische Verkaufsveranstaltung entpuppt, ist lange bekannt, aber sie funktioniert immer noch. Zumeist ältere Menschen werden an einen ihnen unbekannten Ort gefahren, minderwertige Ware zu völlig überteuerten Preisen angeboten. Wenn die Teilnehmer allerdings nicht kaufen, werden sie unter Druck gesetzt, mit verspäteter Heimfahrt oder sogar dem Zurücklassen vor Ort.


Ein sehr dreister Fall ereignete sich bereits am Mittwoch, 16.09.2020, als die Fahrtstrecke eines Reisebusses nicht nach Kelheim, wie zuvor beworben, sondern aufgrund eines vermeintlichen „Corona-Hotspots" in die Nähe von Bayreuth verlegt wurde. Besetzt war der Reisebus einer auswärtigen Busgesellschaft mit älteren Personen aus der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach. Neben Amberg war eine weitere Haltestelle in Sulzbach-Rosenberg.

In einer noch nicht bekannten Ortschaft fand dann die sogenannte Verkaufsveranstaltung statt. Beworben wurde in diesem Fall ein Handreflexzonenmassagegerät für den „Schnäppchenpreis" von 2.000 Euro statt 5.000 Euro. Nachdem Kaufverträge unterschrieben wurden, teilte der Reiseleiter mit, dass er nicht genug Geräte vorrätig hätte und sie am Folgetag zugestellt werden. Für Personen, die einen Kaufvertrag unterschrieben hatten, erfolgte die Rückfahrt komfortabel an die jeweilige Wohnanschrift in einem gesonderten Kleinbus. Der Fahrer kassierte dann aber den Kaufpreis von 2.000 Euro in bar und vertröstete die gutgläubigen Käufer auf die Lieferung am Folgetag. Die Betrogenen warteten vergeblich auf die gekauften Geräte, und die veranstaltende Firma aus Berlin existiert in Wahrheit gar nicht. Die Polizei ermittelt wegen Betrug und sucht weitere Geschädigte der „Kaffeefahrt" vom 16.09.2020, die sich telefonisch unter 09621-890320 melden sollten.

Die Polizei rät: Sollten sie versehentlich in eine solche „Kaffeefahrt" geraten, tätigen sie keine voreiligen Käufe, zahlen sie nie mit Bargeld und lassen sie sich nicht unter Druck setzen. Verständigen sie im Zweifel über die Notrufnummer 110 die Polizei.
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