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BILDERGALERIE: Auf Hochglanz polierte Oldtimer bringen Augen zum Leuchten

BILDERGALERIE: Auf Hochglanz polierte Oldtimer bringen Augen zum Leuchten

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Bodenwöhr/Windmais. Warum heißt der Bulldog Bulldog? Weil er - von vorne betrachtet - eine gewisse Ähnlichkeit mit der beliebten Hunderasse aufweist. Die Bayern lieben das Wort und irgendwann setzte sich der Markenname als Bezeichnung für alle Traktoren durch. Dabei gibt es von denen eine unglaubliche Bandbreite. Davon konnten sich die vielen Besucher beim 11. Oldtimer-Treffen in Windmais am Sonntag ein farbenfrohes Bild machen.

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Die  Windmaiser Schlepper- und Motorenfreunde sind oberpfalzweit als Fachleute für die alten Schnauferl anerkannt, entsprechend groß war der Andrang - trotz des nicht gerade einladenden Wetters. Wolken am Himmel, Dieselwolken am Boden, dazu eine Parade an alten Autos, Mopeds und Motorrädern: jung und alt hatten Spaß an diesem Ausflug. Die Stars waren aber natürlich die Schlepper, die allesamt taufrisch wirkten, obwohl die meisten von ihnen schon sehr viele Jahrzehnte auf der Kurbelwelle haben.

Steuermann, lass die Wacht...

Einer dieser Stars: Der Lanz von Altbürgermeister Albert Bauer.  Darin verbirgt sich ein Einzylinder-Zweitakt-Glühkopfmotor. Bevor man starten kann, muss die Ölpumpe betätigt werden, damit der im Betrieb zu schmierende Bereich „vorgeölt“ ist. Danach wird die „Glühnase“, die sich im Zylinderkopf befindet, mit einer Lötlampe zum Glühen, sozusagen auf Betriebstemperatur gebracht werden, daher auch die Bezeichnung „Glühkopf“. Zum Starten selbst muss man dann schon die eigene Muskelkraft einsetzen.

Zuerst wird das Lenkrad samt Steuersäule abgenommen und seitlich in die Kurbelwelle gesteckt. Durch kräftige Pendelbewegungen gegen den Kompressionswiderstand wird der Motor dann gestartet und zum Laufen gebracht, was nicht immer beim ersten Mal gelingt. Klappt es endlich, dröhnt zunächst ein dumpfes kraftvolles Blubbern aus dem schlotartig nach oben ragenden Auspuff. Erst langsam, dann immer schneller kommt der Lanz in Schwung, was man auch an seinen unruhigen Bewegungen erkennt.

In regelmäßigen Abständen verlassen kleine dunkle Dampfwölkchen seinen Schlot und zeugen davon, dass er unter gleichmäßigem Tuckern tatsächlich läuft.  Dann kommt das Steuer wieder zurück an seinen Platz, und Albert Bauer kam gemeinsam mit seinem Lanz auf Touren.


300 ausgestellte Oldtimer ließen sich bewundern, die Hälfte von ihnen, zumeist Traktoren der Marke Lanz, Hanomag, Schlüter, Kramer oder Allgaier, aber auch historische Feuerwehrautos und Motorräder tuckerten durch die infolge der Zuschauermassen eng gewordenen wenigen Straßen des beschaulichen Dörfchens.

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Der eine oder andere kam beim Anblick der Veteranen ins Schwärmen und Fachsimpeln, erkannte so manches „alte Stück“ aus früheren Tagen wieder oder erinnerte sich, selbst einmal stolzer Besitzer eines ähnlichen Vehikels gewesen zu sein. Auch Landrat Thomas Ebeling, selbst Mitglied der Oldtimerfreunde, nahm auf einem knallrotem Porsche am Umzug, der sich pünktlich um 14 Uhr in Bewegung setzte, teil. Nach rund einer Stunde war das Spektakel beendet und es ging in die gut gefüllten Schlepperhalle.

Ein Höhepunkt der Ausstellung war der 8 m lange U-Boot-Motor, der vor einer großen Zuschauerkulisse vom Gründungsvorstand Hans Deinfelder angeworfen und nach mehreren Versuchen endlich zum Laufen gebracht wurde. Vermittelt wurde das Ungetüm vor rund 15 Jahren durch den Berchtesgadener Hermann Berfotz, der mit seinem Haflinger die weiteste Strecke hinter sich brachte, um ebenfalls am Umzug teilzunehmen.

Ein besonderer Anziehungspunkt für die Kinder war eine voll funktionsfähige Grubenbahn, wie sie früher in Erzhäuser in der ehemaligen Ziegelei, beim Erzabbau oder beim Dampfschotterwerk in Pingarten Verwendung fand. Feingefühl, Geschick und ein ruhiger Fuß am Gaspedal waren auf der „Schlepperwippe“ gefragt, um sie mit dem Traktor ins Gleichgewicht zu bringen.

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