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Bis zu 30 Stunden Stromausfall im Regental. Ist das eine Katastrophe? Fotos: Fred Wiegand

Bis zu 30 Stunden Stromausfall im Regental. Ist das eine Katastrophe?

2 Minuten Lesezeit (396 Worte)
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Für viele, besonders Jugendliche und jüngere Menschen ist der Ausfall vom Handynetz und Internet wohl die größte Katastrophe gewesen. Viel schlimmer ist aber das ganz normale Leben in einer Wohnung ohne Strom.

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Am Sonntagmittag war auf einmal Schluss mit der Stromversorgung. Kein Fernseher, kein Computer, kein Telefon kein E-Herd. Nichts ging mehr. Stromausfälle kennt man im Regental. Man geht halt ein wenig spazieren, trifft sich mit den Nachbarn oder macht ein kurzes Nickerchen. Die Kinder tobten im vielen Schnee und bauten Schneeburgen. Aber diesmal ging das länger. Auch zum Abend hin war alles dunkel.

Nun hieß es Kerzen aufstellen, Taschenlampen raus. Aber auch die Heizungen laufen nur mit Strom. Es wurde langsam kalt in den Wohnungen. Die Kinder wollen beschäftigt werden. „Mensch ärgere dich nicht"
oder andere Brettspiele hatten wieder Saison. Wer noch ein altes batteriegespeistes Radio hatte, konnte zumindest Musik und Nachrichten hören. Über den Stromausfall berichtete aber keiner. Nur dass es ihn
wohl irgendwo gibt. Dafür aber über die Flugausfälle in München.

Wohl dem der zumindest noch einen Ofen hat. So konnte man wenigsten der Kälte trotzen. Nebenbei war Aufwärmen beim Schneeschippen angesagt. Die Küche blieb ebenfalls kalt; auch die Dusche. Wer am Montag in die Arbeit musste, konnte die Vorzüge von kalten Wasser beim Zähneputzen und Waschen erfahren, da immer noch Stromausfall war.

Was ist mit Frühstück? Kein heißes Wasser und damit kein Kaffee. Selbst die Kachelöfen und Schwedenöfen habe heute kein Kochfeld mehr. Ich selbst habe daher aus dem Keller meinen alten Melitta-Filter geholt, Wasser im Topf direkt auf die Briketts im Ofen gestellt und nach einer Weile hatte ich kochendes Wasser und damit Kaffee. Der Tag war gerettet. Viele haben das aber nicht. Der Bürgermeister von Regenstauf, Siegfried Böhringer, hat daher am Montag Vorbereitungen zur Unterbringung von Menschen treffen lassen, bei denen es in der Wohnung zu kalt wird. Im Feuerwehrhaus Regenstauf hätten bis zu 40 Menschen untergebracht und versorgt werden können.

Nach 24 Stunden wird es auch für das Gefriergut eng. Dieses konnte man aber zur Not in den Schnee stellen. Das größte Problem war aber, dass man nicht telefonieren konnte und auch nicht erreichbar war. Wie wichtig Strom ist mussten auch die Feuerwehren erfahren. Eine Alarmierung über SMS oder Sirene ging nicht mehr; nur über Funk und Piepser. Selbst, wenn man einen aus der Wohnung abholen wollte hatte man Schwierigkeiten, da die Haustürklingel auch nicht ging. 


Fazit: Es ist gut, wenn man sich auf die alten Zeiten besinnt und Vorkehrungen trifft, um eben auch mal einen längeren Stromausfall zu meistern. Diesmal kam der Strom nicht aus der Steckdose!

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