Blockflötenmusik aus mehreren Jahrhunderten

Die Kulturreferentin des Landkreises Cham Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx begrüßte am Samstagabend die Konzertbesucher zur gemeinsamen Veranstaltung des Landkreises Cham und der Gemeinde Walderbach. Das Konzert des Blockflöten-Trios „Tre Fontane“ stehe in der Reihe der „Musikbrücke“ deutsch-tschechischer Konzerte. Die drei Musiker aus Pilsen seien eine direkte Verbindung zur Kulturhauptstadt Pilsen.

Zu Beginn ihres Konzerts spielten Julie Braná, Jakub Kydlíček und Marek Špelina Stücke aus dem 14. Jahrhundert: „Un fiore gentile“ von Zacara da Teramo, „Si chome al canto“ von Jacopo da Bologna und „Una panthera“ von Johannes Ciconia. Teilweise fühlte man sich bei den Stück durch die Klänge auf eine mittelalterlichen Markt mit bunten Treiben versetzt. Das Publikum werde Flötenstücke vom 14. bis zum 20. Jahrhundert zu hören bekommen, stellte Julie Braná das Programm vor. Kaum ein Instrument besitze eine solche Bandbreite wie die Blockflöte. Im Konsortium würden Flöten wie Orgelpfeifen funktionieren.

Es folgten drei Stücke von Heinrich Isaac. „A Fortune contrent“ und „La morra“ aus der tschechischen Liedersammlung „Codex Speciálník“ sowie das witzige Stück „Der Hund“. Die „Partita No.2“ aus dem Jahr 1971 spielten die drei Musiker dann auf Barockblockflöten. Den ersten Teil des Konzerts beschloss die „Tripelfuge“ von Johann Sebastian Bach. Nach der Pause ging es weiter mit Jan Pieterszoon Sweelincks „Unter der Linden grüne“, gefolgt von den mehrstimmigen „Fantasia No. 17“ und „Fantasia No. 3“ von Giovanni Bassano. Nach der „Sonate g-moll“ von Georg Philipp Telemann folgte „Bye bye blues“ von Willem van der Nieuwkerk. Beim letzteren Stück, das für ein niederländisches Blockflötentrio geschrieben wurde, ließen die modernen Elemente die Zuhörer erkennen, dass man musikalisch wieder im 20. Jahrhundert angekommen war.

Als Abschluss spielte das Trio „New Braun bag“ von Pete Rose, das Jazzelemente enthielt. Die drei Flötenspieler spielten auf insgesamt 18 verschiedenen Instrumenten und beeindruckten so durch eine extrem große Klangvielfalt. Nach zwei Zugaben dankten Kulturreferentin Kleindorfer-Marx und 2. Bürgermeister Johann Jobst den Künstler für den schönen Abend. Sie seien hervorragende Botschafter der Kulturhauptstadt Pilsen.

Die diesjährige Konzertreihe „Festliche Konzerte im Barocksaal“ findet am Samstag, den 26. Dezember 2015 um 20 Uhr ihren Abschluss mit dem Konzert „Hommage à Swajtoslav Richter zum 100. Geburtstag“ mit Violinistin Alissa Margulis und Pianistin Elena Nesterenko.