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Brandschutzwoche Waldunfall

Brandschutzwoche Waldunfall

2 Minuten Lesezeit (419 Worte)

Ensdorf. „Waldunfall Nähe Rettungspunkt 2048, zwei unter Stämmen eingeklemmte Personen, zwei weitere vermisst“. So die Meldung, mit der am Freitag um 18.45 Uhr im Rahmen der Brandschutzwoche die Feuerwehren Thanheim, Ensdorf, Wolfsbach und Rieden alarmiert wurden.

Rettungspunkt 2048 ist am Ortseingang Dornberg. Innerhalb weniger Minuten war die Wehr Thanheim mit ihrem mit sechs Mann besetzten Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) vor Ort. An der etwa 350 Meter vom Rettungspunkt gelegenen Unfallstelle im Wald fanden sie ein mehr als realistisches Szenario vor. Auf dem mit Stämmen beladenen, gekippten Ladewagen – der Traktor stand 50 Meter entfernt an der verwachsenen Waldeinfahrt – eingeklemmt ein Lebloser. Das Bein unter einem gefällten Baum schrie ein Mann um Hilfe. Neben dem Ladewagen eine abgetrennte Hand auf einer blutigen Motorsäge. Inzwischen waren in kürzester Zeit mit 15 Mann auf ihrem VRW und LF 8 die Wehr Ensdorf mit Kreisbrandmeister und Kommandant Hubert Haller eingetroffen. Acht Mann der Wehr Wolfsbach im TSF und 15 Feuerwehrkameraden der Riedener Wehr mit drei Fahrzeugen, ihrem SW 2000, MTW und LF 20, folgten kurz darauf, fanden Platz auf einer anliegenden Wiese.  

Bild: Auf einer Wiese am Waldrand hatten Wehren und BRKs ihre Fahrzeuge abgestellt, Beleuchtung installiert.

Beleuchtung wurde installiert, auch ein Aggregat für die Stromversorgung der Beleuchtung am Unfallort. Ein aus den Wehren gebildeter Trupp machte sich mit zwei Wärmebildkameras auf zur Suche nach den vermissten Personen, die im Wald umherirrten. Eine weitere Wärmebildkamera, stellte Kreisbrandinspektor Hubert Blödt zur Verfügung.

Bild: Wärmebildkameras kamen zum Einsatz bei der Suche im Wald nach den Vermissten.

Er war wie auch die Kreisbrandmeister Alexander Graf, Jürgen Ehrnsberger und Dominik Ernst am Unfallort eingetroffen. Die mit ihren Sankas aus Schwandorf und Sulzbach-Rosenberg gekommenen BRK-Rettungskräfte versorgten das verletzte Bein des geborgenen Unfallopfers und den Armstumpf des zweiten Verletzten, der in der Nähe des Unfallorts gefunden wurde.

Bild: Der Armstumpf des Verletzten wurde erstversorgt, ab ging es dann sofort ins Krankenhaus.

Schwere Kopfverletzungen hatte das dritte Unfallopfer davongetragen, welches gegen 19.20 Uhr gefunden wurde.

Um 19.30 Uhr wurde die Brandschutzaktion für beendet erklärt. In der anschließenden Manöverkritik im Gerätehaus – die Thanheimer Wehr hatte zur Brotzeit eingeladen – sprach KBI Hubert Blöft von einem „gut organisierten, sehr realistischen Szenario, das nicht auf Brandbekämpfung, sondern auf Rettung und technische Hilfeleistung im Wald ausgerichtet war“. Etwa 5000 Waldunfälle ereigneten sich jährlich in Bayern, betonte er und verwies auf die 2013 in Leben gerufene Rettungskette Forst mit ihren Rettungspunkten. Sein Dank, dem sich auch Bürgermeister Markus Dollacker und Thanheims Kommandant Bernhard Metschl anschlossen, gelte allen beteiligten Wehren und BRK-Rettungsassistenten, -Rettungshelfern und -Sanitätern.

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