Classic Rallye mit glänzend aufgelegtem Walter Röhrl (Bildergalerie)

Classic Rallye mit glänzend aufgelegtem Walter Röhrl (Bildergalerie)

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Die „Mille Miglia” Ostbayerns machte Station in der Perle des Naabtales. 155 hochkarätigen Oldtimer gingen am Vormittag in Regensburg an den Start und machten sich auf die 200 Kilometer lange Strecke durch die Opferpfalz. Da Kallmünz als Mekka der Oldtimerliebhaber zählt und Herbert Baumer, Vorsitzender der Oldtimerfreunde und Toni Silberhorn, Organisator beim AMC Deuerling und zuständig für die Strecke der Classic Rallye ein gutes Verhältnis haben, führte die Rallye heuer durch den malerischen Ort an der Naab.

Bereits die Vorhut der Rallyeteilnehmer mit Max Schneider, Vorsitzender des AMC und Nico Seidl als sein Beifahrer wurden von den Zuschauern mit viel Beifall begrüßt. Die Beiden kommen immer als erste an den einzelnen Stationspunkten an, und sind schon einiges gewohnt. Eine solche Begrüßung ist allerdings selten dabei. Nicht anders erging es dem prominentesten Fahrer der Classic Rallye, Walter Röhrl. Er opferte sogar seine 20minütige Kaffeepause und ließ sich die leckeren Kuchen der Kallmünzer Oldtimerfrauen entgehen, um genügend Zeit für seine Fans zu haben. Auch gegen einen Plausch hatte Walter Röhrl nichts einzuwenden. Auf die Frage, ob er mit fast 70 Jahren immer noch Spaß am Rallyefahren habe, sagte er: Natürlich, für mich ist es besonders schön, meine alte Heimat wiederzusehen und neue Ecken zu entdecken.

Obwohl er schon lange aus dem Geschäft ist, ist sein Terminkalender immer noch proppenvoll. „Ich fahre allerdings aus Freude mit, kann das Auto locker dahinrollen lassen und die Landschaft genießen“, plauderte er. Röhrl erzählte von einem Erlebnis mit Jan Koum, dem Erfinder von Whats App, das er vor zwei Wochen hatte. Koum feierte heuer seinen 40. Geburtstag und wünschte sich eine Autofahrt mit dem ehemaligen Weltmeister. Röhrl zweifacher Rallye-Weltmeister (1980 und 1982) und vierfacher Sieger bei der Rallye Monte Carlo (1980 auf Fiat, 1982 auf Opel, 1983 auf Lancia und 1984 auf Audi) erfüllte ihm natürlich diesen Wunsch.

Pünktlich um 14.44 Uhr rollte Walter Röhrl dann mit seinem Porsche 356 SC Coupé weiter zum nächsten Streckenabschnitt. Von den Rallyeteilnehmern hörte man immer wieder, dass die Classic Rallye sehr gut organisiert sein und es dadurch enormen Spaß macht mitzufahren. Für die Organisation war Toni Silberhorn vom AMC Deuerling verantwortlich, der persönlich in Kallmünz vorbei schaute. Bereits im Dezember fängt Silberhorn mit dem Organisationsteam an zu planen, heuer an Hl. Dreikönig ist er erstmals die Strecken abgefahren. Jedes Jahr wird eine andere Strecke ausgesucht, was die Classic Rallye einzigartig macht. Sobald die Fahrer in die Traidendorfer Straße in Kallmünz einbogen, wurden sie mit Applaus begrüßt und dankten es den Zuschauern mit lautem Gehupe. Viele nutzten den Boxenstopp bei den Oldtimer Freunden, um sich mit Kaffee, Kuchen oder auch Bratwürsteln zu stärken. Für den Boxenstopp waren 20 Minuten eingeplant, hatte man jedoch vorher etwas Zeit herausgefahren, konnte man den Aufenthalt ruhigen Gewissens verlängern. Was bei den Zuschauern besonders gut ankam, war die stilgerechte Ausstattung von Fahrer und Beifahrer. Eine Zuschauerin stellte fest, dass die Fahrzeuge immer schöner werden, viele kannte man noch aus der Kindheit. Einer der Fahrer sagte zu den anderen Rallyeteilnehmern: Könnts ihr mich kurz anschieben, damit ich losfahren kann? Schnell waren vier Mann zur Stelle und schoben den flotten Flitzer an.

Herbert Baumer war überwältigt von dem Zuspruch in der Bevölkerung und seine Mitglieder hatten alle Hände voll zu tun. Baumer hatte auch ein riesengroßes Lob für seine Mitglieder parat, die immer zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden und ohne die es gar nicht gehen würde. Nach dem Boxenstopp ging es durch den historischen Ortskern von Kallmünz weiter in Richtung Regensburg. 


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