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Kreis Schwandorf. Die Inzidenz bleibt weiter hoch im Landkreis: Mit 61 Fällen am Dienstag steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf 5.730. Jetzt beginnen zudem am Wochenende die Antigen-Schnelltestungen für die Bürger.


Die Sieben-Tage-Inzidenz wird vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und vom Robert-Koch-Institut (RKI) übereinstimmend mit 202,9 angegeben und sinkt gegenüber Dienstag nur leicht um den Wert 5,4. „Für morgen sehen wir wieder einer Steigerung entgegen, die leider auch deutlich ausfallen kann, da wir heute bereits mehr als 100 Fälle gemeldet haben“, heißt es aus dem Landratsamt. Mit dem Tod eines 98-jährigen Mannes, der zu Hause gelebt hatte, erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 123.

Am kommenden Wochenende starten Bayerisches Rotes Kreuz und Johanniter Unfallhilfe im Landkreis Schwandorf mit einem kostenlosen Testangebot für Antigen-Schnelltestungen für alle Bürgerinnen und Bürger („Bürgertestung"). Dieses jedermann offenstehende Angebot der beiden Hilfsorganisationen versteht sich laut Landratsamt als weiterer Baustein des Testkonzeptes im Landkreis Schwandorf und als dritte Säule im Landkreis neben dem Testzentrum im Sepp-Simon-Stadion und den Testungen bei teilnehmenden Apotheken. Entsprechend der Kapazitäten der ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfer werden flexibel und wohnortnah regelmäßig Termine an verschiedenen Teststellen im Landkreis angeboten.

Die Termine werden fortlaufend über die hierfür eingerichtete Internetplattform https://etermin.net/coronatest veröffentlicht. Für die Inanspruchnahme ist dort auch direkt eine Terminbuchung möglich. Die Testung selbst dauert inklusive Auswertung ca. 20 Minuten. Über das Testergebnis wird laut Mitteilung des Landkreises unmittelbar ein den Richtlinien des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege entsprechendes Zertifikat ausgestellt. Die Internetplattform ist über die Landkreishomepage unter dem Link „Coronavirus" und dem heute dort neu eingerichteten Menüpunkt „Kostenlose Antigen-Schnelltestungen" erreichbar.

Termine und Örtlichkeiten werden fortlaufend aktualisiert. „Aktuell können zum Beispiel Teststellen in Burglengenfeld, Neunburg vorm Wald, Pfreimd, Schwarzenfeld und Wackersdorf aufgerufen und dort Termine gebucht werden“, so die Mitteilung weiter.

Darüber, welche Apotheken aus dem Landkreis Schwandorf Schnelltests anbieten dürfen und möchten, erwarten die Behörden zeitnah eine Information von Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Dort hatten die Apotheken die Möglichkeit, sich für diesen Service registrieren zu lassen.

Selbsttests ergänzen Schnelltests

Neben den Antigen-Schnelltests, die nur durch geschultes Personal durchgeführt werden können, weil ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht wird, wird auch ein breites Angebot an Selbsttests im Landkreis ausgerollt. Für Donnerstag ist uns eine weitere Lieferung von 32.400 Selbsttests angekündigt, die wiederum an Schulen und Kindertagesstätten verteilt werden. Die Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. „Selbsttests haben ihren Namen, weil diese Tests jeder selber machen kann.“

Antigen-Schnelltests stellt das Landratsamt auch für Unternehmen im Landkreis zur Verfügung. Um das medizinische bzw. eingewiesene Personal, das die Abstriche vornehmen kann, hat sich das Unternehmen laut Landkreis selbst zu kümmern.

Grundschullehrkräfte und Erzieherinnen werden geimpft

Seit Anfang März werden Lehrkräfte von Grundschulen und Förderschulen sowie das pädagogische Fachpersonal von Kindergärten und Krippen geimpft. Diese Impfungen werden von mobilen Impfteams unseres Impfzentrums dezentral im Landkreis durchgeführt, etwa am Mittwoch in Schwarzenfeld. „Auch das stellt eine enorme logistische Herausforderung für unser Impfzentrum dar, da es im Landkreis mehr als 150 derartiger Einrichtungen gibt. Wir werden keine Schule und keinen Kindergarten vergessen, bitten aber auch um ein bisschen Verständnis, dass diese Mammutaufgabe nicht sofort und überall gleichzeitig bewältigt werden kann, zumal all diese Impfungen ja parallel zum Betrieb des Impfzentrums in Nabburg ablaufen“, hieß es von Seiten des Kreises.

Da der Landkreis Schwandorf ein Hochinzidenzgebiet ist, arbeiten die Behörden daran, bald auch den Präsenzlehrkräften an anderen Schularten einen Impftermin anbieten zu können. „Sowohl bei den bereits priorisierten Einrichtungen als auch bei den anderen Schularten kommen wir unaufgefordert auf die Einrichtung zu“, so die Mitteilung des Landkreises.

Diffuses Infektionsgeschehen im Landkreis

In der Gemeinschaftsunterkunft in Dachelhofen findet am Freitag die Endtestungdurch einen zertifizierten Dienstleister statt. In der Gemeinschaftsunterkunft in Koppenlohe haben sich vier weitere Fälle bestätigt. Quarantäne und PCR-Testungen sind eingeleitet. Im Altenpflegeheim Refugium in Neunburg vorm Wald bestehen weitere Verdachtsfälle, die abgeklärt werden.

Im Pflegeheim Naabresidenz in Schwandorf gibt es drei positive Schnelltests bei Bewohnern. In der Einrichtung Dr. Loew in Wernberg-Losau wurden vier Mitarbeiter im Rahmen eines Schnelltests positiv diagnostiziert. Im Altenheim in Maxhütte-Haidhof sind die Ergebnisse der Reihentestung noch ausstehend. Weitere positive Fälle gibt es beim Ambulanten Pflegedienst des BRK in Nabburg. Eine Reihentestung ist eingeleitet. In einer Firma im Landkreis sind von 120 Mitarbeitern acht positiv.

In Oberviechtach, wo bereits eine Kinderkrippe in Quarantäne ist, steht jetzt auch eine Kindergarten-Notbetreuungsgruppe unter Quarantäne.

Neu betroffen sind Teile des Städtischen Kindergartens in Schwandorf, des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums in Schwandorf und der Kreuzbergschule in Schwandorf. Aufgrund von Einzelfallbeurteilungen wurden Kontaktpersonen unterschiedlich als Kontaktpersonen I oder II eingestuft.

Informationen zu Corona sind auf der Landkreishomepage unter dem Button „Coronavirus" zusammengefasst.