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Corona im Kreis SAD: Außenstelle des Impfzentrums nimmt am Ostermontag Betrieb auf

4 Minuten Lesezeit (745 Worte)

Landkreis Schwandorf. Nur leichte Entspannung bei den Corona-Zahlen im Landkreis: Mit 58 Fällen am Dienstag steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf 6.659. Die Sieben-Tage-Inzidenz von 294,2 am Dienstag liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt bei 263,1. Am Sonntag startet die Außenstelle des Impfzentrums in Maxhütte-Haidhof.


Eine Außenstelle des Impfzentrums in Nabburg, die in der Stadthalle in Maxhütte-Haidhof eingerichtet wurde, wird am Ostermontag in den regulären Betrieb gehen“, so das Landratsamt am Mittwoch. Die ersten Termine sind bereits über das Onlineportal BayIMCO vergeben. „Nachdem der Testbetrieb mit einigen bereits durchgeführten Impfungen in Maxhütte-Haidhof positiv abgeschlossen werden konnte, geht die Außenstelle jetzt in den Regelbetrieb.“

Auch im Landkreis Schwandorf hat mittlerweile die Impfung der Priorisierungsgruppe zwei (hohe Priorität) begonnen. Im Rahmen der Stufe 1 wurden Personen mit höchster Priorität geimpft. „Dass es immer wieder auch Personen geben wird, die noch zur Stufe 1 gehören, liegt auf der Hand. Das gilt zum Beispiel für all diejenigen, die in diesen Tagen ihren 80. Geburtstag begehen können und natürlich auch für all jene älteren Mitbürger, die zunächst ein Impfangebot ausgeschlagen, sich jetzt aber anders entschieden haben und geimpft werden möchten“, erklärt der Landkreissprecher.

Tipps und Trends für Sie

Zu bereits gemeldeten Ausbrüchen gibt es laut Landratsamt ein paar Folgefälle unter Mitarbeitern, Patienten, Bewohnern, Beschäftigten und Klienten. „Man könnte von einem Status quo sprechen. Wikipedia bezeichnet damit ‚den gegenwärtigen Zustand einer Sache, der in der Regel zwar problembehaftet ist, bei dem aber die bekannten Möglichkeiten zur Abhilfe ebenfalls problembehaftet sind‘. Erfreulich ist, dass heute kein Todesfall zu vermelden ist“, so die Mitteilung weiter.

Sormas wird Octoware ersetzen

„Unser Gesundheitsamt nutzt die Software Octoware, das ist eine Fachanwendung zum Infektionsschutzgesetz. Auch wir werden zur Softwarelösung Sormas wechseln und sind dafür als Pilot-Amt für die Einführung der Schnittstelle ausgewählt“, so das Landratsamt.

Der zeitliche Horizont für die Programmierung der Schnittstelle ist aber noch nicht bekannt „und es versteht sich, dass ein Wechsel nicht gerade zu einer Zeit sinnvoll ist, in der die Pandemie unter Höchstbelastung läuft. Denn jede Veränderung, die mittel- und langfristig Verbesserungen erzielt, wird zunächst einmal ein paar neue Fragen aufwerfen. In völlig anderem Zusammenhang, aber passend, um hier zitiert zu werden, hieß es einmal in einem Amtsblatt: ‚Infolge der durch die Einführung der Beschleunigungsgesetze zu erwartenden Verzögerungen …‘ Solche Bonmots sind übrigens in einem Büchlein gesammelt, das ein ehemaliger Jurist am Landratsamtes Schwandorf im Jahr 1987 herausgegeben hat“, erinnert der Landkreissprecher.

Krankenhäuser vermelden Höchststand

Bei der Videokonferenz der Koordinierungsgruppe Katastrophenschutz am Mittwoch wurde betont, dass die Krankenhäuser maximal ausgelastet sind. Im Rettungsdienstbereich, zu dem die Stadt Amberg und die beiden Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf gehören, werden aktuell 35 Corona-Patienten intensivmedizinisch betreut. Mehr als hundert weitere Corona-Patienten werden auf Normalstationen behandelt. Im Rettungsdienstbereich ist dies die höchste Belegung seit dem Beginn der Pandemie vor einem Jahr. „Die Asklepios Klinik im Städtedreieck (Krankenhaus Burglengenfeld) hat noch ein paar Plätze frei, wobei die Kapazitäten auch hier begrenzt sind.“

Das Glas ist halb voll

„Uns erreichen viele Zuschriften, die Lob, Kritik oder Ratschläge enthalten, wie man alles besser machen könnte. Ein Zeitgenosse war davon überzeugt, uns darauf hinweisen zu sollen, ob es in Pandemiezeiten nicht geboten wäre, die eine oder andere Überstunde zu leisten“, so der Sprecher weiter.

„Die richtige Antwort ist, dass wir sieben Tage die Woche bis spät abends an der Bekämpfung der Pandemie arbeiten. Wir befinden uns in einer Krisen- und Katastrophensituation. Das ist auch keine Besonderheit desLandkreises Schwandorf, sondern eine Tatsache, die sich in allen Landkreisen so darstellt. Nicht jede auch mündlich wirksame Verfügung wie etwa eine Quarantäneanordnung kann bei derart hohen Infektionszahlen und einem Vielfachen an Kontaktpersonenzahlen sofort mittels eines Bescheides bestätigt werden.“

Und weiter: „Zurzeit herrscht in Deutschland vielleicht eine Stimmung, bei der wir nur das Kritische sehen. Aber es gibt Millionen von Menschen, die sich jeden Tag gegen diese Pandemie stemmen und ihre Arbeit leisten, und zwar mit großem Einsatz. Das sind die Pflegerinnen, das sind die Ärzte, das sind die Lehrer, das sind die Eltern, das sind die Ehrenamtlichen, und das sind die Menschen in den Test- und Impfzentren. Viele sind beruflich neue Wege gegangen und auch einem Landratsamt ist es nicht in die Wiege gelegt, ein Testzentrum und ein Impfzentrum zu betreiben. Wir wissen durchaus, wie schwer es viele haben. Aber man kann nichts erreichen, wenn man immer nur das Negative sieht. Nicht umsonst hat Ludwig Erhard schon gesagt: Es ist entscheidend, ob das Glas halb voll oder halb leer ist."

Informationen zu Corona sind auf der Landkreishomepage unter dem Button „Coronavirus" zusammengefasst.

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