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Kreis Schwandorf. Im Landkreis Schwandorf sind am Montag neun weitere Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Damit hat sich die Zahl auf 123 erhöht. 21 Patienten werden stationär betreut, davon zehn auf der Intensivstation. Zudem befinden sich rund 600 Kontaktpersonen aus dem Landkreis in behördlich angeordneter Quarantäne.

Schutzmasken werden genäht
Das Landratsamt hat am Samstagabend eine Materiallieferung für die Herstellung von Schutzmasken erhalten. Die Anlieferung erfolgte über das THW. Drei Schneidereien im Landkreis werden mit der Verarbeitung des Stoffes beauftragt. Privatpersonen oder ehrenamtliche Helferkreise, die selbst Schutzmasken genäht haben und diese zur Verfügung stellen möchten, können die Masken beim Landratsamt abgeben. Die Kontaktaufnahme ist per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 09431 471-282 möglich. 

Das Landratsamt verteilt die gesammelten Masken über die Rettungsdienste an Bedarfsträger. Auch wenn diese Masken nicht die gleiche Schutzwirkung entfalten wie die industriell gefertigten Mund- und Nasenschutzmasken, können sie einen Beitrag zur Verminderung des Infektionsrisikos leisten.


Teststation nahm Betrieb auf
Das lokale Testzentrum in Schwandorf ist heute um 9.30 Uhr mit den ersten Terminen in Betrieb gegangen. Getestet werden kann, wer Krankheitssymptome aufweist und in den letzten 14 Tagen in engem Kontakt mit positiv getesteten Personen stand. Die Auswahl des Personenkreises und die Vergabe der Termine erfolgt über das Gesundheitsamt und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB).


Problemmüllsammlung verschiebt sich
Nachdem die derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen bis zum 19. April verlängert wurden, entfallen auch die in diesen Zeitraum fallenden Termine der Problemmüllsammlung. Ursprünglich war der Start dieser Aktion für den 2. April vorgesehen. Die neuen Termine werden zu gegebener Zeit mitgeteilt.


Erste Bußgelder verfügt
Wie überall in Bayern werden die geltenden notwendigen Ausgangsbeschränkungen von den meisten Personen beachtet. Leider gibt es aber auch im Landkreis einige Zeitgenossen, die rücksichts- und verantwortungslos handeln. „Gemeldete Verstöße werden umgehend abgearbeitet", bekräftigt die Behörde. Die ersten Bußgeldbescheide an Personen, die ohne triftigen Grund unterwegs waren, wurden bereits versandt. Zur Zahlung werden in den bisher bearbeiteten Fällen einschließlich Gebühren 178,50 Euro fällig. „Wir entscheiden mit Augenmaß, aber bei Wiederholungstätern würde es spürbar teurer werden", bittet Pressesprecher Hans Prechtl alle Bürger um Vernunft.