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Deutschlandfinale im Bogenschießen der Schulmannschaften

Deutschlandfinale im Bogenschießen der Schulmannschaften

3 Minuten Lesezeit (697 Worte)

Schulmannschaften aus dem OSB unter den Top 6 in Deutschland.

Die Deutsche Meisterschaft Bogen für Schulmannschaften fand kürzlich mit zwei Mannschaften aus dem Regionalbereich des Oberpfälzer Schützenbundes statt. Die Veranstaltung wurde durch den Schützenverein Union 1950 Furth im Wald organisiert, damit war erstmals ein Verein aus dem OSB der Ausrichter des Deutschlandfinals für die Deutsche Schützenjugend. Zur Eröffnung konnte DSB-Vizepräsident Jugend Stefan Rinke den Bürgermeister der Stadt Furth im Wald Sandro Bauer und OSB-Präsident Franz Brunner begrüßen.

Nach den regionalen Zwischenentscheiden in allen Bundesländern wurden die besten acht Schulmannschaften der Gruppe A (Schützen, die in diesem Sportjahr an Landesmeisterschaften teilgenommen haben) und der Gruppe B (Schützen ohne Teilnahme an einer Landesmeisterschaft) von der Schützenjugend des Deutschen Schützenbundes zum bundesdeutschen Endwettkampf in die Drachenstichstadt Furth im Wald eingeladen. Darunter waren in der Gruppe A die Mannschaft der Staatlichen Realschule Kemnath (Gau Steinwald) in der Besetzung Paul Müller, Samuel Kausler und Tabata Melzner mit Trainer Jochen Nentwich dabei. Sowie das Team der Fachoberschule Cham (Schützengau Furth im Wald) mit den Schützen Anton Reznik, Sebastian Bittihn und Florian Bittihn mit Trainer Thomas Bittihn. Zwei Schützen der Fachoberschule Cham hatten bereits in den letzten Jahren, damals noch für die Staatliche Realschule Furth im Wald, am Finalwettkampf in Korbach (Hessen) teilgenommen.

Der Ausrichter Union Furth im Wald und das Team der Deutschen Schützenjugend hatten die Halle bestens vorbereitet. Eine Verpflegungsstation war zur Versorgung der Sportler, Mitarbeiter und Zuschauer eingerichtet.

Nach dem Aufwärmprogramm hatten die Schützen, die in ihrer Freizeit bei dem Schützenverein Union Furth im Wald und der SG Immenreuth trainieren, zunächst eine komplette Qualifikationsrunde mit jeweils 60 Pfei­len zu absolvieren. In einem spannenden Wettbewerb landete die Realschule Kemnath mit 1471 Ringen auf dem fünften Platz, die Fachoberschule Cham schloss den Vorkampf direkt dahinter mit 1368 Ringen ab.

Nach der Pause traten die acht Teams im Ligamodus gegeneinander an. Die Realschule Kemnath traf auf den Vierten der Qualifikationsrunde, das Ernst-Haeckel-Gymnasium Werder (Brandenburg), die Fachoberschule Cham musste gegen das Max-Delbrück Gymnasium (Berlin) antreten. In vier Durchgängen hatten innerhalb von zwei Minuten alle drei Schützen nacheinander jeweils zwei Pfeile ins Ziel befördern.

Hier sind besonders das abgestimmte Timing und die psychische Belastbarkeit jedes Einzelschützen gefragt, da die gegnerische Mannschaft direkt daneben auf die Scheibe schießt. Die einzelnen Schützen der Mannschaft sehen sofort das eigene, aber auch das Ergebnis der direkten Konkurrenten.

Das Max-Delbrück Gymnasium und die Fachoberschule Cham lieferten sich ein enges Match. Mit ruhiger Hand und zielsicherem Auge kämpfte sich das Team aus Cham immer wieder heran und übernahm zwischenzeitlich die Führung. Das spannende Viertelfinale wurde erst mit den letzten Pfeilen entschieden. Am Ende behielten die Berliner mit 12 Ringen Vorsprung die Oberhand. Mit dem hervorragenden Ergebnis im Viertelfinale von 197 Ringen erzielte die Mannschaft aus Cham mit 22 Ringen Vorsprung in der Endwertung einen überragenden und nicht erwarteten sechsten Platz im bundesweiten Schulvergleich der Bogenmannschaften.

Die Realschule Kemnath revanchierte sich für das verlorene Viertelfinale 2016 und gewann gegen das Ernst-Haeckel-Gymnasium Werder mit 4 Ringen Differenz. Im Halbfinale trafen sie auf das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (letztjähriger Sieger) und verloren deutlich mit 29 Ringen. Im „kleinen Finale“ um Platz 3 konnte sich die Mannschaft nochmals steigern, verlor aber in einem spannenden Wettkampf knapp mit 205 zu 210 Ringen gegen das Max-Delbrück Gymnasium, die damit die Bronzemedaille gewannen. Das Team aus Kemnath landete in der Endwertung auf dem vierten Rang.

Im Finale siegte das Erasmus-Reinhold Gymnasium (225 Ringe) vor dem Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (224 Ringe). In der Einzelwertung erreichte von der Realschule Kemnath der Schütze Samuel Kausler (Jugend) den siebten Rang, bei den Schülern A wurde Tabata Melzner Sechste und bei den Schülern B gewann Paul Müller.

Die Schützen der Fachoberschule Cham erzielten in der in der Einzelwertung Jugend mit Sebastian Bittihn den dritten, Florian Bittihn den vierten Rang und Anton Reznik wurde bei den Junioren Zweiter. Nach der Siegerehrung begann nur für einen Teil der Schützen das langersehnte Wochenende, die anderen Schützen sind direkt am folgenden Tag beim DSB-Shooty-Cup in Furth im Wald an den Start gegangen (Bericht folgt).

Bei der Siegerehrung bedanke sich DSB Bundesjugendleiter Stefan Rinke für die fairen und spannenden Wettkämpfe sowie beim Ausrichter Union Furth für die reibungslose Organisation und wünschte allen Schützinnen und Schützen eine gute Heimfahrt.

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