Die Kluftinger-Autoren begeisterten mit Jubiläumsprogramm „Sinn des Lesens“

Regensburg. 15 Jahre gibt es ihn nun schon. Den schrulligen, wortkargen aber zweifelsohne unvergleichbaren Allgäu-Kommissar Kluftinger aus Altusried. Seine beiden Erschaffer Volker Klüpfel und Michael Kobr sind zurzeit mit ihrem Jubiläumsprogramm „Sinn des Lesens“ in ganz Deutschland auf Autorenlesung.

 

 

Am 14.5. 2018 waren sie zu Gast im Kolpinghaus Regensburg. Der Saal war bis zum letzten Sitzplatz gefüllt und das auch mit gutem Grund. Wer normale Autorenlesungen kennt, denkt eher an unzählige Textpassagen die monoton vorgetragen werden und an viel vorenthaltene Informationen, um eben dieses Buch spannend zu machen, damit es auch gekauft wird. Bei Volker Klüpfel und Michael Kobr läuft das alles ganz anders ab. Beide Autoren veranstalten eine wahre Comedy-Show, wo kein Auge trocken bleibt. Beide gaben sich einen Schwur, auf der Bühne nicht zu streiten, doch genau das ist es, was die Beiden in Perfektion beherrschen. Natürlich nur gespielt, aber sehr unterhaltsam.

Sie verraten auf Ihrer Jubiläumstour auch endlich den Vornamen des Kommissars Kluftinger. Natürlich nicht mit einem einzigen Satz, nein mit einer schauspielerischen Leistung, die kein Stand-Up-Comedian-Duo besser hinkriegen könnte. Nach einer gefühlten halbe Stunde war zu erfahren, dass der Kommissar mit Vornamen doch Adalbert-Ignatius heißt. Beide Schreiber verfingen sich in eine Art Melanchochie und hatten sogar das Sofa aus der Anfangs- und Studentenzeit auf die Bühne mitgebracht. Von dort aus starteten sie Visionen, wie der Kluftinger-Kommissar wohl in anderen literarischen Meisterwerken ausgesehen hätte.

Ob Schwedenkrimi, Sakrileg oder Rosemunde Pilcher-Verschnitt (Zwiebelstauden im Sommersturm), der Kommissar Kluftinger hätte mit Sicherheit überall eine einzigartige Figur abgegeben. Aber auch die Anfangszeit der Autoren wurde bis zur Kinderzeit mit einer lustigen Dia-Show repräsentiert. Natürlich immer mit messerscharfen Kommentaren des Gegenübers und Lachsalven im Zuschauersaal. Selbstverständlich wurde auch aus dem Jubiläumsband „Kluftinger“ vorgelesen. Mit dieser Mimik und Stimmpräsenz der beiden Autoren wurden die vorgelesenen Szenen zum absoluten Highlight. Kluftinger allein mit seinem Enkelkind, dieses Szenario war wohl nicht zu toppen. Viele Besucher konnten ihren Lachflash dann wirklich nicht mehr unterdrücken. Die Fans  konnten es dann gar nicht mehr erwarten, die Bücher die im Foyer zum Kauf angeboten wurden, zu erwerben.

Unsere Fan-Star Reporter Sandra und Peter Gattaut waren schon im Vorfeld mit den beiden Autoren im Gespräch. Da war u.a. zu erfahren, dass beide Autoren erfreut waren, dass Sandra alle ihre vorherigen Werke gelesen hat und Peter da wohl noch neu eingeführt werden muss. Aber nach dieser  beindruckenden Präsentation in Regensburg wird auch Peter zum Kluftinger Fan, fest versprochen.