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Die SPD macht mobil: Das Städtedreieck darf nicht abgehängt werden

Die SPD macht mobil: Das Städtedreieck darf nicht abgehängt werden

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„Das Städtedreieck nicht abhängen!“ Mit einem dringenden Appell wenden sich Maxhütter SPD-Kommunalpolitiker an die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und die Bahn. Unterstützt werden sie dabei von der Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder, dem Landtagsabgeordneten Franz Schindler, sowie dem Kandidaten für den Bayerischen Landtag aus Burglengenfeld, Peter Wein.

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Seit dem 10. Dezember gilt ein neuer Fahrplan im Bahnland Bayern, mit negativen Folgen für den Städtedreiecks-Bahnhof in Maxhütte Haidhof.

So fährt beispielsweise der morgendliche Zug nach Schwandorf künftig um 06.34 Uhr, statt um 06.46 Uhr. „Gerade für die zahlreichen Schülerinnen und Schüler aus dem Städtedreieck ist das ärgerlich“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Horst Viertlmeister.

Schlicht nicht nachvollziehbar hingegen sei, dass der ALEX über Regensburg in die Landeshauptstadt München künftig um 09.19 Uhr nicht mehr in Maxhütte-Haidhof hält. „Dass der ALEX weiterhin zu dieser Uhrzeit von Schwandorf kommend in Richtung Regensburg fährt, jetzt aber nicht mehr in Maxhütte-Haidhof und Regenstauf hält ist ein unerklärlicher Vorgang“, sagte Peter Wein, der Ostbayern-Kurier berichtete.


Um künftig um 11.18 Uhr in München zu sein, müsse man bereits um 08.43 Uhr mit einem Regionalexpress nach Regensburg fahren, um nach einer längeren Wartezeit, dort in den ALEX nach München zu steigen.

„Damit entsteht den Menschen ein zeitlicher und finanzieller Nachteil“, so Wein. Denn: Statt wie bisher mit dem „Bayern-Ticket“ von Maxhütte nach München zu gelangen, müssten nun zwei Fahrkarten erworben werden. Das Bayern-Ticket gelte nämlich während der Arbeitswoche erst ab 09 Uhr. „Das bedeutet: Doppelter Preis für die halbe Leistung! Und das kann nicht sein!“, so der Landtagskandidat.

Großer Ärger vieler von der Fahrplanänderung betroffener Bürgerinnen und Bürger macht sich bereits breit. „Der ALEX fährt ja schließlich weiterhin, dann sollte er auch bei uns Halt machen“, so stellvertretend die Maxhütter Bürgerin Ingrid Brandl, die sich hier mit engagiert.

Darüberhinaus führten auch übervolle Züge frühmorgens dazu, dass immer mehr Individualverkehr auf die ohnehin schon verstopften Straßen nach Regensburg kommt. Deshalb fordert Horst Viertlmeister die Bayerische Staatsregierung vehement dazu auf, nicht länger die Augen und Ohren zu verschließen und verkehrspolitisch für unsere Region endlich zu handeln.

MdL Franz Schindler kündigte an, mit einem Brief an die BEG auf die Nachteile des neuen Fahrplans hinzuweisen. Das Städtedreieck habe immerhin 30.000 Einwohner.

Und auch die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder unterstützt diese Bemühungen: „Die Bahn vernachlässigt den ländlichen Raum sträflich! Gerade deshalb müssen wir Abgeordnete alles dafür tun, dass der ländliche Raum nicht mehr und mehr ins Hintertreffen gerät. Das bedeutet konkret: die SPD akzeptiert diese Fahrplanänderung zu Lasten der Bürger nicht!“

In diesem Kontext verwies Schieder auch auf die neue ICE-Schnellstrecke nach Berlin: „Von der zeitlichen Ersparnis haben die Menschen im Landkreis Schwandorf gar nichts.“ Aufgrund der bestehenden Anschlüsse ab Schwandorf oder Regensburgseiennämlich Wartezeiten von bis zu 45 Minuten „traurige Realität“. Auch das gelte es zu ändern.

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