Die Sprache lernen: SPD unterstützt libysche Familie

Um die deutsche Sprache zu erlernen sei die Theorie ein wichtiger Baustein, aber „durch Reden lernt man sprechen. Dazu gehört der Kontakt zur Bevölkerung – und daran mangelt es noch“. Davon ist die Mittelschullehrerin Elisabeth Sperl-Stoll überzeugt, die seit Oktober dreimal wöchentlich eine Asylbewerberfamilie aus Libyen besucht, um Mutter Raisha, den zweijährigen Jussuf, die knapp vierjährige Sara und die fünfjährige Esra in ein bis eineinhalb Stunden Deutschkenntnisse zu vermitteln. Sie wohnen mit Vater Kalhed Fahad und Baby Shiras in Ensdorf in der Hirschwalder Straße.

Am Freitag erhielten sie Besuch von SPD-Ortsvorsitzendem Hans Ram und dessen Stellvertreter Werner Scharl, die diese Bemühungen mit einer Sachspende im Wert von über 250 Euro unterstützen wollten. So hatten die beiden Lernbücher mit CDs für Mutter und Kinder mitgebracht, Lehrerhandbücher für Elisabeth Sperl-Stoll, eine Kindertafel mit Magnetbuchstaben und natürlich auch vielen bunten Kreiden, eine Menge Farbstifte und „einen großen Eisgutschein, damit die Lehrerin mit der Familie ins Dorf zum Eisessen gehen kann“.

Auch sind Hans Ram und Werner Scharl überzeugt sind, „dass alle, auch die Asylbewerber, die in der Gemeinde wohnen und leben, am Gemeindeleben teilhaben sollen“. Darum luden sie die Familie aus Libyen zum Maifest der SPD am 1. Mai unter die Linden beim Radwanderweg ein. Wenn Sara und Esara im Herbst den Kindergarten besuchen werden, so Elisabeth Sperl-Stoll, seien sprachlich für sie und ihre Eltern bereits Grundlagen gelegt. Sie bedankte sich, auch im Namen der Familie mit den Kindern, für die „sehr hilfreiche Spende“.