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Auf dem Boulevard zum ehemaligen BayWa-Gelände

Auf dem Boulevard zum ehemaligen BayWa-Gelände

4 Minuten Lesezeit (862 Worte)

Ein Boulevard zum ehemaligen BayWa-Gelände: Nittenau ändert weiter rasant sein Gesicht, das ist die Quintessenz der jüngsten Stadtratssitzung. Zukunftsweisende Baumaßnahmen nahmen einen gehörigen Part ein bei der Sitzung. Dazu gehörte das Kinderhaus an der Bodensteiner Straße.

Entschuldigt fehlten Antonino Bruno, Johann Frimberger, Franz Probst und Tina Schmid, verkündete Bürgermeister Karl Bley. Vor Einstieg in die Tagesordnung gratulierte er Willi Sturm zu seiner Verdienstmedaille der Bundesrepublik, mit der er jüngst geehrt wurde. Bley würdigte ihn als „Vorzeigebürger“ im Bereich des Ehrenamts und überreichte ihm unter Applaus der Anwesenden ein Präsent.

Mit der Neugestaltung der Regentalstraße im Bereich zwischen „Alte Regensburger Straße und Raiffeisenstraße“ befasste sich das Gremium eingehend. Martin Popp von der Ingenieurbürogemeinschaft Weiß & Popp stellte den Planungsentwurf vor. Auf dem früheren BayWa-Areal werde ein Fachmarktzentrum entstehen. Eine Anbindung an die Altstadt soll erfolgen, damit gehe es um eine städtebauliche Gestaltung, im Sinne einer Erweiterung, so Popp. Durch die Annäherung an den städtischen Charakter möchte man auf der Staatsstraße eine Geschwindigkeitsreduzierung erreichen.

Das Grundkonzept beinhalte eine Stärkung der Südseite. Der bereits vorhandene Gehweg solle einen Boulevardcharakter erhalten. Eine Mittelinsel soll entstehen. Auf der Friedhofsseite werde ein Fußweg, ein „begehbares Grün“ geschaffen, mit Bäumen gesäumt. Im Bereich des Fachmarkts seien größere Grünbereiche angedacht sowie eine kleine Fläche mit dem Markt. Hier könnten Veranstaltungen kleinerer Art stattfinden. Einen schönen Auftakt zum Boulevard bilde evtl. eine Eisdiele, in einem weiteren Bereich das Element Wasser mit einem Brunnen. Auch Sitzplätze sollen hier entstehen. Eine Geschwindigkeitsreduzierung werde durch die Inseln erzielt, sowie mit den Bushaltestellen.

Der Bus bleibt auf der Straße stehen. Dieser Punkt stand bei einigen der Räte in der Kritik, da sich der Verkehr dahinter schnell staue. Und auch das „begehbare Grün“ auf der Friedhofseite fand nicht einhellige Resonanz. Auf Nachfrage ergänzte Popp, dass der Gehweg auch für die Radfahrer nutzbar sei. In Bezug auf die Busbuchten sagte Bürgermeister Karl Bley, dass die Verhandlungen im Hintergrund nicht einfach seien. Busbuchten seien zwar wünschenswert, wenn aber diese Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern nichts anderes zulassen. Mit zwei Gegenstimmen nahmen die Räte Kenntnis von der Planung und ermächtigten die Verwaltung, bei der Regierung der Oberpfalz den Städtebauförderantrag zu stellen. Die Kosten für das Projekt sich laut Schätzung des Ingenieurbüros auf rund 702.000 Euro brutto einschließlich der Baunebenkosten. Die Grunderwerbskosten seien darin nicht enthalten.

Bereits im Bauausschuss behandelt wurde der Neubau eines Kinderhauses in der Bodensteiner Straße. Aufgrund dieses Beschlusses für eine Variante mit vier Einzelbaukörpern mit zwei für die Kindergruppen, sowie jeweils eins für Personal und Mehrzweckraum erfolgte die Planung des Architekturbüros Schnabel und Partner, die nun Architekt Markus Weber vorstellte. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 1,5 Millionen Euro, der Eigenanteil der Stadt läge bei 750.000 Euro. Was wäre bei einem dreigruppigen Kinderhaus? Hier läge der Eigenanteil bei 984.000 Euro. Hier ergäben sich zwei Varianten: Entweder baue man ein fünftes Haus dazu oder als Variante II baue man die vier Häuser größer. Mit einem sehr knappen Ergebnis von 9 zu 8 sprach sich das Gremium für die Variante mit den vier Häusern aus.

Der nächste Tagesordnungspunkt sah die Änderung des Flächennutzungsplans im Ortsteil Fischbach im Bereich „Lohbügler Straße“ und „Schwandorfer Weg“ vor und daraufhin, als nächster Tagesordnungspunkt die Aufstellung der entsprechenden Bebauungspläne mit jeweils integriertem Grünordnungsplan. Gerda Schießl vom Planungsbüro U.T.E Regensburg erläuterte die Planungen im Einzelnen. Es handle sich dabei um zwei Teilgebiete und umfasse die Grundstücke mit den Flurnummern 17 und 190 in der Gemarkung Fischbach. Das Gebiet 1 mit einem geplanten allgemeinen Wohngebiet umfasse im Westen die Lohbügler Straße, im Süden die Lindenstraße, im Osten und Norden den Bründlweg.

Das Gebiet 2 ist ein geplantes Gewerbegebiet bzw. Mischgebiet, im Nordwesten mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche, im Südwesten vom Hangleitenwald, im Süden von der bestehenden Bebauung des angrenzenden Wohngebietes, im Südosten in der Nerpinger Straße und im Nordosten im Schwandorfer Weg. Die im derzeit rechtskräftigen Flächennutzungsplan vorgesehene Fläche nordöstlich des Schwandorfer Weges auf einer Teilfläche der Flur-Nr. 205 werde in dieser Änderung herausgenommen. Die bisherige Fläche auf dem Grundstück Nr. 190 werde dafür um 40 Prozent nach Nordwesten erweitert, so dass eine Gesamtfläche von zirka 1,6 Hektar entstehe. Jeweils einstimmig votierte das Gremium für die Änderungen des Flächennutzungsplans, für die Aufstellung des Bebauungsplans und für die Herausnahme der Teilfläche.

Die übrigen Abstimmungen zu den weiteren Tagesordnungspunkten entfielen einstimmig. So berief das Gremium Heidi Ernst in den Seniorenbeirat der Stadt Nittenau, als Nachrücker für Georg Eichinger, der auf eigenem Wunsch aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gremium ausscheidet.

Für seine geleistete Arbeit und seinem Einsatz sprach Bley im Namen der Stadt dem „Pionier der Seniorenarbeit“ Dank und Anerkennung aus und überreichte ihm ein Präsent. Von 2006 bis 2014 fungierte Eichinger als Vorsitzender des Seniorenbeirats.

Als dringend geboten sah der Stadtrat die Errichtung eines Pendlerparkplatzes bei der nördlichen Ausfahrt der B 16 (neu). Die Verwaltung werde beauftragt, diesbezüglich mit dem Freistaat Bayern eine Vereinbarung abzuschließen. Nächster Punkt betraf die straßenrechtlichen Regelungen im Baugebiet „Waltenrieder Straße“. Hier beschloss das Gremium, die Teilstrecken des öffentlichen Feld- und Waldweges „Schinkenholzweg“ einzuziehen. Dieser Weg sei zur Ortsstraße aufzustufen und der Waltenrieder Straße einzugliedern. Ebenso verfuhren die Räte bei der Einziehung des öffentlichen Weges „Zellweg II“ in der Gemarkung Treidling sowie der Einziehung des öffentlichen Weges „Gaßlpointweg II“ in der Gemarkung Kaspeltshub.

 


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