Eckert Schulen entließen 474 Absolventen

Die Eckert Schulen in Regenstauf hatten am letzten Schultag gleich doppelt Grund zum Feiern: Zum einen erhielten 428 staatlich geprüfte Techniker im Rahmen einer Feierstunde und unter Anwesenheit von zahlreichen Ehrengästen ihre Abschlusszeugnisse. Zum anderen wurden elf staatlich geprüfte Hotelbetriebswirte, 16 Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) und 19 Medizinisch-technische Assistenten (MTA) in die Berufswelt entlassen.

Markus Johannes Zimmermann, Geschäftsführer der Dr. Eckert Akademie, sagte in seiner Laudatio: „Zwei bis drei Jahre in Vollzeit oder Fernlehre: Projektarbeiten, Präsentationen, Prüfungen - und so mancher Spagat zwischen Arbeit, Schulleben und Familie. Das zu meistern bedarf großer Ausdauer, viel Engagements und Willenskraft. Umso erfreulicher ist es, dass wir in der Technikerschule Regenstauf besonders viele Spitzenleister unter unseren Absolventen haben.“

Im Rahmen ihrer Excellence-Partnerschaft mit den Eckert Schulen überreichten die Firmenvertreter von OSB, CSA Group, AMADA, Schlagmann Poroton und Höhbauer den drei besten Absolventen aus den Fachrichtungen Bau-, Holz-, Maschinenbau- und Elektrotechnik sowie Fahrzeugtechnik und Elektromobilität (hier werden nur speziell die Techniker der Vollzeitschule ausgezeichnet) Geldpreise in Höhe von 1.000, 750 und 500 Euro. Denn: Als potentielle Arbeitgeber wissen die Firmen um die hervorragende Expertise, welche die Absolventen an der Regenstaufer Technikerschule erhalten.

Regenstaufs stellvertretender Bürgermeister und zugleich Vertreter der Landrätin, Johann Dechant, zitierte das Sprichwort „Handwerk hat goldenen Boden“. Er meinte, dass das mit dem Gold zwar nicht ganz wörtlich zu nehmen sei, dass das Handwerk mit seinem Wissen und Fertigkeiten bodenständig und fest im Wirtschaftsleben verankert sei und somit Zukunft habe. „Und diese Zukunft haben auch Sie, liebe Absolventinnen und Absolventen. Mit Ihrer Ausbildung und der bestandenen Prüfung haben Sie sich eine gute Grundlage für ihren weiteren beruflichen Lebensweg geschaffen. Sie haben Ihr Wissen und Know-how ausgebaut und ihre theoretischen und praktischen Grundlagen erweitert. Kurz: Sie haben eine Ausbildung erhalten, die Sie fit macht für viele unterschiedliche Tätigkeiten.“

Schülersprecher Matthias Knittl dankte vor allen Dingen den Angehörigen der Absolventinnen und Absolventen für die entbehrte Zeit. Dann richtete er das Wort an seine Mitschüler. „Wir haben über 2800 Schulstunden miteinander verbracht, fünf vollgeschriebene DIN A4-Ordner zeugen von unserem Wissen, über 100 Prüfungen waren zu absolvieren und so manche Frusthalbe musste getrunken werden. Aber heute verneige ich mich vor Euch, denn wir haben es gemeinsam geschafft. Ich habe manchen Freund gefunden und wünsche mir, dass diese Freundschaft auch über die Schulzeit hinaus bestehen möchte.“ Knittl dankte den Dozenten und Angestellten der Eckert Schulen für ihr Engagement. Dann sagte er mit bewegter Stimme zu den Absolventen: „Bleibt nicht stehen und blickt immer nach vorne.“ Mit einem leisen Servus verließ er die Bühne.

Regierungsschuldirektor Christian Alt von der Regierung der Oberpfalz begann seine Laudatio mit einem Zitat aus „Der kleine Prinz“: Die Zukunft solle man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen. Die Zukunft voraussehen, das wäre eine Gabe, die sicherlich so manch einer gerne hätte. Doch Antoine de Saint-Exupéry meine etwas anderes, er richte einen Appell mit einem visionärem Auftrag „Zukunft ermöglichen – Veränderungen zulassen“ an uns, so Alt. Inwieweit man sich von Visionen leiten lasse, hänge von jedem Einzelnen ab. Veränderungen hätten die Absolventinnen und Absolventen jedoch bereits zugelassen, als sie sich für die Weiterbildung entschieden und somit ihre eigene die Zukunft aktiv mitgestaltet hätten. Er mahnte aber auch, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Denn die Verfallsdauer von beruflichem Wissen sei rapide gesunken. Nicht Stillstand, sondern anhaltendes Vorwärtsstreben sei gefordert. Deshalb appellierte er an die Absolventen: "Nutzen Sie ihre Chancen!"

Anschließend wurden die Meisterpreise der Bayerischen Staatsregierung, sowie die Eckert-Buchpreise durch Dipl. Soz. Wiss. Alexander Eckert Freiherr von Waldenfels, Regierungsdirektor Christian Alt und Dipl. Wirt.-Ing. Markus J. Zimmermann überreicht. Ausgezeichnet wurden Marco Döllinger (Holztechniker, Prüfungsgesamtnote 1,50), Hannes Riedler (Elektrotechniker, 1,50), Sebastian Sippl (Techniker für Fahrzeugtechnik und Elektromobiliät, 1,50), Markus Storch (Lebensmittelverarbeitungstechniker, 1,50), Stephanie Huber (Lebensmittelverarbeitungstechnikerin, 1,45), Simon Thaller (Mechatroniktechniker, 1,45), Simon Kling (Bautechniker, 1,44), Christoph Hölzl (Bautechniker, 1,38), Naemi Gampert (Elektrotechnikerin, 1,38), Fabian Weiß (Elektrotechniker, 1,33), Michael Kratz (Bautechniker, 1,29), Maximilian Lurtz (Lebensmittelverarbeitungstechniker, 1,27), Peter Edmüller (Lebensmittelverarbeitungstechniker, 1,23), Maximilian Ganghofer (Techniker für Fahrzeugtechnik und Elektromobiliät, 1,17), Sabine Heinfling (Lebensmittelverarbeitungstechnikerin, 1,17) Lisa Jana Sophie Balleisen (Lebensmittelverarbeitungstechnikerin, 1,13), Peter Josef Reber (Holztechniker, 1,04) und Daniel Standhartinger (Lebensmittelverarbeitungstechniker, 1,04).

Von den Excellence Partner wurden jeweils mit Geldpreisen ausgezeichnet:

Fachrichtung Bautechnik von Schlagmann Poroton GmbH & Co. KG: Michael Kratz (Notendurchschnitt 1,29), Christoph Hölzl (1,38) und Simon Kling (1,44).

Fachrichtung Elektrotechnik von OSB AG: Hannes Riedler (1,50), Christoph Dotzler (1,55) und Thomas Fischer (1,55).

Fachrichtung Fahrzeugtechnik und Elektromobiliät von CSA Group: Maximilian Ganghofer (1,17), Sebastian Sippl (1,50) und Tobias Jecht (1,96).

Fachrichtung Holztechnik von Höhbauer GmbH: Peter Josef Reber (1,04), Marco Döllinger (1,50) und Erik Michael Otte (1,57).

Fachrichtung Maschinenbautechnik von Amada GmbH: Max Gruber (1,55), Alexander Deiminger (1,59) und Christof Feldmeier (1,68)

Umrahmt wurde die Abschlussfeier von dem Ensemble „Dolce“ mit Veronika Auburger und Andreas Dengler. Nach der gemeinsam gesungenen Bayernhymne erhielten die Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse durch ihre Klassenleiter.

Zudem bekamen die besten 27 Absolventen der Technikerschule, Hotelfachschule und Medizinischen Schule in Regenstauf den Eckert-Buchpreis verliehen für eine Durchschnittsnote von 1,5 oder besser. Insgesamt konnten 87 Studierende den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung entgegennehmen. Für die Traum-Abschlussnote von 1,0 erhielten die frischgebackene Hotelbetriebswirtin Elisabeth Plank aus Ingolstadt und der Medizinisch-technische Laboratoriumsassistent Stefan Zitzmann aus Regensburg zusätzlich den Dr.-Robert-Eckert-Preis, der mit einer Geldprämie von 500 Euro dotiert ist.