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Ehrung beim MGV: Einer fehlte

Ehrung beim MGV: Einer fehlte

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Mit dem Lied „In allen guten Stunden“ von Karl Friedrich Zelter eröffnete der Männergesangverein Bodenwöhr am Freitagabend im Brauereigasthof Jacob seinen Ehrenabend, in dessen Verlauf langjährige aktive Sänger und fördernde Mitglieder für ihre Treue geehrt wurden. Nicht dabei sein konnte Vereinschronist Heribert Braun senior, der an diesem Abend für 65 Jahre aktives Mitsingen im Tenor hätte ausgezeichnet werden sollen. Der beliebte Grandseigneur des Vereins verstarb am Samstag im Alter von 87 Jahren. "Sein MGV" gestaltete Requiem und Beisetzung musikalisch.

Am Freitag bei der Versammlung begrüßte Vorsitzender Christian Lutter Siegmund Kochherr als Vertreter des Oberpfälzer Sängerkreises und des Bayerischen Sängerbundes zusammen mit Bürgermeister Richard Stabl. Später kam auch noch Staatsministerin Emilia Müller dazu, deren Ehemann Erich ein aktiver MGV-Sänger ist. Die Feier, wie es für einen Gesangverein gebührt, wurde musikalisch entsprechend umrahmt.

Von den 125 Mitgliedern stehen aktuell 44 zur Ehrung an, führte Lutter in den Abend ein. Er ging dann kurz auf die Vereinsgeschichte ein und nannte Stationen, in denen aktive Sänger zum MGV kamen und welches Engagement sie in dieser Zeit der Mitgliedschaft einbrachten bzw. einbringen. „Was mir und der ganzen Vorstandschaft Sorge bereitet ist leider die sinkende Zahl der aktiven Sänger und der steigende Altersdurchschnitt“ wies Christian Lutter auf die derzeitige Lage des Vereins hin. Er nahm die Gelegenheit wahr, an ehemalige aktive Sänger zu appellieren, die Singstunden wieder zu besuchen und an die fördernden Mitglieder gerichtet, sich doch als Sänger auszuprobieren oder sangesfreudige Männer finden zu helfen. „Mir und uns liegt viel daran, diesen Traditionsverein zu erhalten“ betonte er.

Siegmund Kochherr überbrachte die Grüße des Verbandes der Oberpfälzer Chöre. „Bodenwöhr kann stolz sein auf diesen Kulturträger“ würdigte er die Leistungen des MGV und schloss mit dem Zitat: „Wo man singt da lass dich nieder“. Bürgermeister Richard Stabl, selbst ein Sangesbruder, führte aus, dass mit dem Sängerspruch aus der MGV-Gründerzeit „Nach schwerer Arbeit ein frohes Lied, würzt und das Leben hebt das Gemüt“ jede Singstunde begonnen wird. In der 137jährigen Vereinsgeschichte hat sich der MGV mit Hingabe der Pflege des Chorgesangs verschrieben. „Für dieses Engagement sage sich allen Mitgliedern, ob aktiv oder fördernd, herzlichen Dank und möchte auch die Wertschätzung der Gemeinde Bodenwöhr zum Ausdruck bringen“, so der Bürgermeister. Der MGV ist seit knapp 14 Jahrzehnten ein verlässlicher Kulturträger in unserer Region. „Deshalb können wir stolzauf diesen Chor sein, der es wegen seiner Aktivitäten verdient hätte, mehr Zuspruch und damit mehr Nachwuchs zu bekommen“ schloss er.

Im Programm, das mit Liedern aufgelockert war, fehlte diesmal der Blick in die Vereinschronik, da Chronist Heribert Braun krankheitsbedingt fehlte. Abschließend dankte Vorsitzender Christian Lutter allen Teilnehmern und Beteiligten an diesem Ehrenabend und lud zur Jahresschlussmesse an Silvester in die Pfarrkirche ein.

Ehrung der aktiven Mitglieder:

10 Jahre: Erwin Boxleitner, Maria Schmidbauer, Franz Singerer. Sie erhielten eine MGV-Urkunde.

BSB-Abzeichen Silber für 20 Jahre: Erich Müller.

BSB-Abzeichen Gold für 30 Jahre: Josef Höfler.

VOC-Urkunde mit Ehrennadel für 40 Jahre: Albin Hüttl, Bernhard Schmidhuber sen., Josef Siedschlag.

DSB-Urkunde mit Ehrennadel für 50 Jahre: Ehrenvorstand Alfred Spindler.

MGV-Urkunde für 65 Jahre: Heribert Braun sen.

Als fördernde Mitglieder unterstützen seit Jahren diese Mitglieder den Männergesangverein.

Ehrung fördernde Mitglieder mit MGV-Urkunde:

10 Jahre: Andreas Füßl, Georg Eichinger, Josef Tahedl, Ludwig Kaiser, Günter Makolla, Gertraud Schmidhuber, Sebastian Weixler.

20 Jahre: Hubert Süß.

30 Jahre: Paul Burger, Alfons Knerer, Peter Schießl, Heinrich Seltl sen., Norbert Wiendl, Helmut Beck, Dr. Heinrich Dickert, Alfred Gleixner, Heinrich Wallner, Alfons Braun, Reinhard Furchner, Johann Grafwallner, Hans Kufner, Anton Möhle, Franz Schießl, Alfred Spindler jun., Franz Stangl, Bernhard Wetzler.

40 Jahre: Nikolaus Baumgärtner, Johann Fischer, Helmut Gall, Pfarrer i. R. Max Glöckl, Willibald Hasl, Anton Steininger, Reinhard Wallinger.

50 Jahre: Alfons Dickert.

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