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Eine besondere Ehre: Rita Reiter erhält den „Weißen Engel“

Eine besondere Ehre: Rita Reiter erhält den „Weißen Engel“

3 Minuten Lesezeit (605 Worte)

Landkreis Schwandorf. 12 Menschen hat Rita Reiter für die Hospizinitiative der Caritas für den Landkreis Schwandorf auf ihrem letzten Lebensweg begleitet, stets mit großem Engagement und einem hohen Maß an Empathie. Jetzt hat sie das bayerische Gesundheitsministerium für ihren Einsatz mit dem „Weißen Engel“ ausgezeichnet.

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Rita Reiter ist ein unverzichtbares Mitglied der Hospizinitiative der Caritas für den Landkreis Schwandorf. Seit 2007 engagiert sich die 68-jährige als ehrenamtliche Begleiterin, unterstützt Menschen am Ende ihres Lebens und bringt sich unermüdlich in die tägliche Arbeit ein, bereichert diese durch ihre Kreativität sowie durch ihre Teamfähigkeit. Ganze zwölf sterbende Menschen haben seither in Reiter eine verlässliche Partnerin gefunden, die ihnen am Ende ihres Lebens einen würdevollen Abschied ermöglicht hat. Dabei zeigt sie stets ein hohes Maß an Empathie und orientiert sich streng an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen.

Für dieses vorbildliche Engagement ist sie am Donnerstag mit dem „Weißen Engel“ geehrt worden. Mit der Auszeichnung würdigt das bayerische Gesundheitsministerium die ehrenamtliche Tätigkeit von Menschen, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheits- und/oder Pflegebereich einbringen. Auf Rita Reiter treffen diesen Kriterien allesamt zu, betonte Ministerin Melanie Huml bei ihrer Laudatio in Regensburg. Ihr tatkräftiger Einsatz „ist ein leuchtendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement, wie wir uns das wünschen“, so die Ministerin. „Das ist bei ihnen wie ein roter Faden.“

Mannigfaltiger Gemeinschaftssinn

Die Ausbildung zur Hospizbegleiterin hat Reiter im Jahr 2006 begonnen, um Unterstützung bei der Betreuung einer sterbenden Angehörigen zu finden. In einem halbjährigen Kurs erlernte sie dann sämtliche relevanten Grundlagen, um Menschen auf ihrem letzten Lebensweg würdevoll unterstützen zu können. Das dortige Engagement hatte sie damals sehr beeindruckt, erzählt Reiter, außerdem hatte sie in dem Kurs viel wertvolles gelernt, das sich für ihr Leben ebenfalls als hilfreich erwies. Deshalb war es für sie eine Selbstverständlichkeit, sich selbst als Hospizbegleiterin aktiv einzubringen.

Nebenher engagiert sich Reiter auch noch in vielen anderen Ehrenämtern. In ihrer Heimatgemeinde Niedermurach, wo sie von 2002 bis 2014 dem Pfarrgemeinderat angehörte, koordiniert sie seit 2010 die Nachbarschaftshilfe „NeNa“ der hiesigen Pfarrgemeinde. Darüber hinaus hat sie in der Gemeinde seit 2015 das Amt der ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten inne. Als solche ist sie Ansprechpartner für alle Senioren, steht ihnen mit kompetentem Rat zur Seite und vertritt ihr Interesse gegenüber der Gemeinde. Dieses Engagement zeugt wiederum von ihrem mannigfaltigem Gemeinschaftssinn, der bei ihrer Tätigkeit in der Hospizarbeit gleichermaßen zum Tragen kommt.

„Stille Helden der Gesellschaft“

Die Ehrung selbst nimmt Reiter, bescheiden wie sie ist, stellvertretend für alle Hospizbegleiter entgegen. „Ich finde, die Verleihung an uns Begleiter ist ein gutes Zeichen“, erklärte Reiter im Anschluss an die Veranstaltung. „Man darf ruhig einmal deren Engagement würdigen. Es gibt aber bestimmt viele andere, die diese Ehrung besser verdient hätten als ich.“ Dennoch freut man sich bei der Hospizinitiative der Caritas für den Landkreis Schwandorf über das Engagement der Ehrenamtlichen. Die Hospizkoordinatorin Manuela Singer-Bartos spricht von einer verdienten Auszeichnung für ihren langjährigen Einsatz und bedankte sich für das vorbildliche Engagement, das all ihre Begleiter unermüdlich zeigen.

Gleichzeitig rief sie in Erinnerung, welche entscheidende Bedeutung das Ehrenamt für die Hospizbewegung als Ganzes hat. „Ohne Menschen wie Rita Reiter würde unsere Arbeit überhaupt nicht funktionieren“, betont Singer-Bartos. Aktuell engagieren sich stolze 89 Ehrenamtliche in der Initiative, die eine flächendeckende Versorgung für den gesamten Landkreis Schwandorf anbietet. Zum dortigen Engagement gehören neben den Begleitungen als Kernaufgabe auch regelmäßige Aus- und Fortbildungen, damit für Patienten stets die bestmögliche Versorgung angeboten werden kann. „Durch ihr Engagement stellen sie unsere Arbeit sicher und gewährleisten, dass Menschen am Lebensende würdevoll unterstützt werden können“, sagt die Koordinatorin. Diesen Einsatz könne man gar nicht hoch genug schätzen. „Die Ehrenamtlichen sind in jedem Fall die stillen Helden unserer Gesellschaft.“

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