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IMG_2666 Oberstabsfeldwebel Christian Jagode, Bürgermeister Walter Schauer und Major Stephan Schmitt (vorne v. links) mit den Vorsitzenden Ulrich Knoch (SRK Thanstein) und Hans Krämer (SKK Kulz) (v. links). Bild: © Ludwig Dirscherl

Eine langjährige Ära der militärischen Patenschaft geht zu Ende - Wehmut

3 Minuten Lesezeit (564 Worte)

Thanstein. Es ist ein herber Verlust für die Gemeinde Thanstein und ihre Vereine. Die Patenschaft mit der dritten Panzerkompanie des Gebirgspanzerbataillon 8 ist zu Ende. Damit stirbt eine 47-jährige Ära von militärischen Patenschaften mit der Gemeinde Thanstein. Die Einheit verlegt nach Hardheim.


Vor einigen Tagen machten Kompaniechef Major Stephan Schmitt und sein Kompaniefeldwebel Oberstabsfeldwebel Christian Jagode ihren Abschiedsbesuch bei Bürgermeister Walter Schauer. Mit dabei die Vorsitzenden der Reservistenkameradschaften Ulrich Knoch (SRK Thanstein) und Hans Krämer (SKK Kulz). Die Vereinsvertreter bedankten sich mit Worten und Geschenken für ein erfülltes Patenschaftsleben bei der militärischen Delegation. Pandemiebedingt war eine größere Abschiedsfeier nicht möglich. Im Dorfgemeinschaftshaus war ausreichend Platz geboten, um letzte Erinnerungen und Geschenke auszutauschen.

Die Soldatinnen und Soldaten der 3./GebPzBtl 8 waren in der Gemeinde immer gern gesehene Gäste, mehrere Feierliche Gelöbnisse und Chefwechsel fanden hier statt. Jährliche Sammlungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die Mitgestaltung der Volkstrauertage und der gegenseitige Besuch von Festlichkeiten stärkten die Gemeinschaft. Die Mitglieder der Reservistenkameradschaften nutzten gerne die alljährlichen Schulungen. Inhalte waren Schießsimulator- und Handwaffenausbildung, Vergleichsschießen, sowie Vielseitigkeitswettbewerbe wie Schlauchbootfahren und vieles mehr. Gerne besuchten die geladenen Bürger die Veranstaltungen in der Oberpfalzkaserne Pfreimd. „Man hat sich dienstlich kennen und schätzen gelernt. Es war eine schöne Zeit mit vielen erfreulichen Ereignissen", so Bürgermeister Walter Schauer. Zum Dank überreichte er zwei Geschenkkörbe.

Mit einem weinenden Auge blickt Major Stefan Schmitt auf die erfüllte Zeit zurück. Einen herzlichen Dank richtete er an alle Beteiligten, die für das erfolgreiche Zusammenleben sorgten. Mit einem lachenden Auge sieht er der dienstlichen Herausforderung einer Kompanieneuaufstellung in Hardheim entgegen. Es wäre ihm ein großes Vergnügen, wenn die Verbindung auch über die lange Distanz hin aufrechterhalten wird, so der Offizier. Der Kommandoantritt ist am 1. April 2021 in der Carl-Schurz-Kaserne in Hardheim. Die offizielle Verabschiedung der 3./Gebirgspanzerbataillon 8 findet am Freitag, 19. März im Rahmen eines Bataillonsappells in der Pfreimder Kaserne statt. Dabei soll auch der vor dem Kompaniegebäude stehenden Gedenkstein an die Gemeinde übergeben werden. „Die Herzlichkeit und das Gefühl der Gemeinschaft sind hier einzigartig und zeugen von der tiefen Verbundenheit der Gemeinde und Bundeswehr, so der Kompaniefeldwebel Christian Jagode. Mit einem Eintrag ins Gästebuch der Gemeinde verabschiedete sich die Kompanieführung.

Die Verbundenheit der Soldaten mit den Bürgern der Gemeinde Thanstein wurde seit 1973 in mehreren Patenschaften dargestellt. Sie förderten das Verständnis der Bürger für die Bundeswehr und vertieften die Integration der Soldatinnen und Soldaten in ihr Umfeld.

Seit 47 Jahren pflegt die kleine Gemeinde Thanstein ein militärisches Patenschaftsverhältnis zu Verbänden der Bundeswehr. Bisher bestand mit der 2./PzBtl 114 von 1973–1992, mit der 4./PzArtBtl 115 von 1993–2006, von 2007-2014 mit der 5./PzBtl 104 und mit der 3./GebPzBtl 8 von 2014-2021 eine gut gepflegte Patenschaft. //Zahlreiche Veranstaltungen fanden bisher gemeinsam mit den Uniformträgern und der Zivilbevölkerung statt.

Patenschaften von Städten und Gemeinden mit Bundeswehreinheiten und Verbänden gehören zu einer //sinnvollen Traditionspflege. //Diese Patenschaften sind zum Teil sehr alt und verdeutlichen die engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Gemeinden/Politik und den Streitkräften in Deutschland.

Die Soldatinnen und Soldaten finden ihre neue militärische Heimat nun im baden-württembergischen Hardheim. Sie werden dort als dritte Kampfkompanie im neu aufgestellten Panzerbataillon 363 ihre
militärischen Aufträge erfüllen. Es ist die Konsequenz einer Entscheidung des Verteidigungsministeriums. Die Panzertruppe soll im Zuge der stärkeren Fokussierung auf die Landes- und Bündnisverteidigung aufgestockt werden.

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Bürgermeister Walter Schauer und Kompaniechef Major Schmitt bei der Eintragung in das Gästebuch.    Bild:  © Ludwig Dirscherl
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