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Eröffnungsfeier der Regensburger „Porta Praetoria“

Eröffnungsfeier der Regensburger „Porta Praetoria“

2 Minuten Lesezeit (328 Worte)

Am Freitagmittag haben sich rund 200 Interessierte unter den Schwibbögen in Regensburg eingefunden, um die Eröffnung der neu sanierten „Porta Praetoria“ mitzuerleben. Sie ist das weltweit einzige erhaltene Tor eines römischen Legionslagers. Bischof Rudolf Voderholzer segnete das Denkmal, wobei ihm starke Windböen immer wieder zu schaffen machten und er schließlich seine Kopfbedeckung ablegte.

Die Porta Praetoria wurde bei Bauarbeiten im Jahre 1885 entdeckt. Im Jahr 2014 ergab sich eine Möglichkeit, Fördergelder für die Restaurierung und den Erhalt aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ zu bekommen. Daraufhin reagierte der Verein „Welterbe Kulturfonds Regensburg – die Förderer“ schnell und bekam zwei Millionen Euro zugesprochen. Zahlreiche private Unterstützer wie die Krones AG beteiligten sich ebenfalls an den Kosten. Weitere 300.000 Euro kommen von der Stadt Regensburg, 700.000 Euro brachte der Förderverein auf, so dass die Porta Praetoria nun nach drei Jahren Bauzeit im „neuen alten“ Glanz erstrahlen kann.

Im Zuge der Restaurierungsarbeiten verschwand die Schrankenanlage zum Hotel Bischofshof. Außerdem wurde neben dem noch erhaltenen Turm eine begehbare Fläche geschaffen, die den Verlauf und die Dimension der Mauer um das ehemalige Römerlager erkennen lässt. Hierhin können Touristengruppen geführt werden. Darüber hinaus hat man in dem Turm ein „document“ eingerichtet. „documente“ werden in Regensburg als Museen gelistet, die als Informations- und Vermittlungsorte fungieren. An der Porta werden Infotafeln, Lichteffekte und Stege eingesetzt, um die Mauer erlebbar zu machen. Außerdem kann man das Innere des Turms durch eine Glasscheibe betrachten; ein Betreten ist jedoch nur im Rahmen einer Führung möglich.

Bei den Sanierungsarbeiten kooperierten neben der bischöflichen Knabenseminarstiftung als Eigentümerin die Brauerei Bischofshof als Projektleitung, die Stadt Regensburg, das Landesamt für Denkmalpflege sowie der in römischen Mauerresten erfahrene Architekt Joachim Peithner. Ihnen allen sowie dem Förderverein war wichtig, die Bedeutung der Porta Praetoria für die gesamte spätere Stadtentwicklung herauszuarbeiten. Das Lager stellt die Keimzelle des weiteren Städtebaus in Regensburg dar. Des Weiteren ist die Porta Praetoria der Ausgangspunkt der Via Praetoria, deren Straßenachse über 1600 Jahre hinweg die städtische Topografie in Regenburg bestimmte.

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