Erpflkirwa Warmersdorf ein toller Erfolg

Erpflkirwa Warmersdorf ein toller Erfolg

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Bei der "Erpflkirwa" in Warmersdorf am Wochenende lagen die Kartoffel-Freunde genau richtig, gute Unterhaltung und Spaß am Feiern inbegriffen. Eingeladen hatte der Förderverein des SV Alten- und Neuenschwand, der auf regen Besuch hoffte.

Die Erwartungen der Organisatoren wurden gänzlich erfüllt. Im vollbesetzten Festzelt hielten die „Bayerwald-Rebellen“ am Samstagabend die Gäste bei prächtigster Laune. Zu fortgeschrittener Stunde herrschte Barbetrieb. Die Kartoffel, aus der vollwertigen Ernährung ist sie nicht mehr wegzudenken. Einst als Dickmacher verschrien, führte sie einige Zeit zu Unrecht ein Schattendasein bei den Figurbewussten. Ernährungsphysiologen machen darauf aufmerksam, dass neben den sättigenden Kohlenhydraten eine Vielzahl an Spurenelementen für die „tolle Knolle“ sprechen.

Allein die Zubereitungsart darüber entscheidet, ob die sie tatsächlich zu einer Kalorienbombe wird. Beispielsweise gegart, mit Kümmel und verschiedenen Kräutern gewürzt, gilt sie als gesunde schmackhafte und nicht zuletzt magenfreundliche Beilage. Fetttriefende Pommes frites dagegen sollten eher seltener auf dem Speiseplan stehen. Sie zählen zu den gefürchteten Dickmachern. Bei der Erpflkirwa nahm die Kartoffel keineswegs nur eine Statistenrolle ein. Der Name des Festes allein ließ die Bedeutung der „tollen Knolle" bereits anklingen, die auch stark mit dem erst vor kurzem gefeierten Erntedankfest in Verbindung steht. Grundnahrungsmittel Nummer 1 war die Kartoffel, neben dem täglichen Brot. Und schmecken soll es in erster Linie. Die Oberpfalz wurde einst auch „Erdäpfelpfalz" genannt, mit dem wenig schmeichelndem „Beigeschmack" des Ärmlichen und Rückständigen. „Spotz'n" sind keine gekochten oder gebratenen Singvögel, sondern allgemeinverständlich übersetzt in Kartoffelknödel oder -klöße, eine beliebte Beilage zum Schweinebraten.

Am Sonntag setzte sich das Fest fort. Das Brandl-Duo aus Hirschling spielte dazu zünftig auf. Diverse Kartoffelspezialitäten wurden angeboten, wie beispielsweise Fingernudeln mit Kraut oder Kartoffelsalat. Doch auch gängige Speisen vom Grill und Süßes zum Kaffee vervollständigte die attraktive umfangreiche Speisenkarte. Nach der Kartoffelernte zündeten die Bauern früher das Kartoffelkraut an. In dem Feuer wurden traditionsgemäß Kartoffeln gebraten. Und mancher Erwachsene erinnerte sich gerne an diesen Teil seiner Kindheit zurück, als er einst bei der „Erpflkirwa" die schwarze Kruste des Erdapfels entfernte und die heiße goldfarbene Kartoffel ohne jede Zutat gegessen hatte. Unvergleichlich dieser Geschmack der eigentlich einfachen Speise frisch vom Acker: Keine Zubereitung in Pfanne oder Kochtopf kann es mit der einfachen Methode auf dem Feld aufnehmen.

Ein kleines bisschen von dieser Atmosphäre wurde auch heuer wieder lebendig. Unter Aufsicht und Mithilfe der Erwachsenen brieten die Kinder ihre Kartoffel über dem offenen Holzfeuer. Um die Geduld der Kleinen nicht überzustrapazieren, waren die Kartoffeln bereits vorgegart. Nach wie vor beliebt erwies sich die Hüpfburg, in der es sich herrlich rumtoben ließ.

                                                                                                                              


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