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Schwandorf. Auf den ersten Blick wirkt das Erscheinungsbild des Spielplatzes im Schwandorfer Stadtpark in diesen Tagen ungewohnt. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben die Akazien und Sträucher, die Bunkeranlage neben den Klettergerüsten säumten, entfernt. Aber schon bald wird es dort abermals ergrünen, nämlich wenn die gesamte Spielplatzanlage modernisiert und neu gestaltet wird.


Ab Montag beginnt die nach Ausschreibung verpflichtete Amberger Firma Rubenbauer dazu dann mit den Abrissarbeiten an den Bunkern. Wie lange sich diese hinziehen werden, kann laut dem Leiter der Schwandorfer Baubetriebsabteilung, Michael Übel, noch nicht abgeschätzt werden. Man weiß einfach nicht, was man im Bunker und seinem Nachbargebäude finden wird.

Diesen wurden laut Stadtverwaltung am 15. März 1943 die Baugenehmigung erteilt. Sie dienten einer Privatfamilie als Luftschutzräume bei Flugzeugangriffen. Seit Jahrzehnten sind die Anlagen jedoch in städtischer Hand und hatten keine Funktion mehr – zumindest nicht offiziell.

Unbestätigten Aussagen zufolge nutzten jedoch zahlreiche Besucher der damals noch drei Spätlokale am Marktplatz
die Örtlichkeit für so manches Schäferstündchen in mehr oder weniger romantischem Ambiente.

Die jetzt veranlassten Maßnahmen gehen auf einen Beschluss des Bauausschusses vom 13. Juli 2020 zurück. Sie sind der erste Schritt in der Neugestaltung des Spielplatzes, welche im kommenden Jahr fortgeführt wird. „Insgesamt sind wir immer daran interessiert, den Stadtpark attraktiver und erlebbarer zu machen", sagt die Schwandorfer Pressesprecherin Maria Schuierer. Dazu gehöre
unter anderem auch eine Spielanlage mit modernem Konzept, hieß es weiter.