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Fachstelle für Senioren besteht seit 20 Jahren

Fachstelle für Senioren besteht seit 20 Jahren

3 Minuten Lesezeit (661 Worte)

Die Seniorenfachstelle am Landratsamt Schwandorf feiert Geburtstag. Seit zwei Jahrzehnten hat sie sich als Anlaufstelle für ältere Menschen und deren Familien bewährt. Die Fachstelle wurde am 01. März 1997 eingerichtet. Der Landkreis Schwandorf war damit einer der ersten in Bayern, die eine solche Servicestelle geschaffen haben. Der damalige Landrat Volker Liedtke hatte die verschiedenen Bereiche der Seniorenarbeit am Landratsamt gebündelt und sie zu einer Fachstelle für Senioren zusammengefasst.

Seit 20 Jahren stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seniorenfachstelle als direkte Anlaufstelle für die Belange der älteren Menschen zur Verfügung. Die notwendigen Strukturen dieser Fachstelle wurden zu Beginn vom damaligen Seniorenbeauftragten Otmar Poguntke gemeinsam mit der für diesen Arbeitsbereich zuständigen Abteilungsleiterin Anite Plank geschaffen und ständig weiterentwickelt. Zu den Tätigkeitsbereichen gehört die Beratung und Förderung der derzeit 118 gemeldeten Seniorenvereine im Landkreis ebenso wie die Heimaufsicht über 20 Altenpflegeeinrichtungen mit insgesamt 1.825 Plätzen. Auch sechs ambulant betreute Wohngemeinschaften und 46 Wohnformen im Bereich der Behindertenhilfe unterliegen der aufsichtlichen Beratung. 

Netzwerke wie das Demenznetzwerk DeNiS oder das Hospiz-Palliativ-Netzwerk wurden mit ins Leben gerufen und begleitet. Zahlreiche Helferkreise und Gesprächsgruppen konnten in den vergangenen 20 Jahren etabliert werden. Mit dem im Jahr 2008 erhaltenen 1. Preis des Förderpreises „kommunale Seniorenpolitik“ wurde das seniorenpolitische Engagement des Landkreises auch durch das Bayerischen Sozialministeriums gewürdigt.  

Dem demografischen Wandel Rechnung tragend, wurde in den Jahren 2008 bis 2010 mit Experten und betroffenen Seniorinnen und Senioren ein Seniorenpolitisches Gesamtkonzept für den Landkreis erstellt. „So viel Selbständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig“ lautete das Motto, um das sich zahlreiche Fachgespräche drehten. Die Maßnahmenvorschläge werden von der Seniorenfachstelle aufgegriffen. Die Evaluation dieses Konzeptes, das der Umsetzung des gesetzlich geforderten Grundsatzes „ambulant vor stationär“ gerecht werden soll, wird eine der kommenden Aufgaben der Fachstelle sein. 

Drei große Seniorennachmittags im Oktober

Neben pflegebedürftigen älteren Menschen gibt es auch eine große Anzahl an fitten und aktiven Seniorinnen und Senioren. Ziel der Seniorenpolitik ist es, auch deren Potentiale zu nutzen. Die Seniorenfachstelle, die auch als Geschäftsstelle des Seniorenbeirats des Landkreises fungiert, bereitet die Themen dieses beratenden Gremiums vor und bietet Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen an. Darüber hinaus stehen neben der weiteren Entwicklung der Strukturen im pflegerischen Bereich auch gesellige Veranstaltungen auf dem Programm, wie die Durchführung der drei im Oktober stattfindenden unterhaltsamen Seniorennachmittage oder die Begleitung des Rosenballs der Stadt Maxhütte-Haidhof. 

Landrat Thomas Ebeling unterstützt die Arbeit der Seniorenfachstelle. „Unsere Arbeit soll dazu dienen, die Lebensqualität der Seniorinnen und Senioren weiter zu verbessern“, fasst er das Selbstverständnis der Fachstelle zusammen. “Dass die Arbeit auch in Zukunft nicht ausgehen wird, machen die neuen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung deutlich“, so der Landrat. 

Bald jeder dritte Einwohner über 60 Jahre

Neueste Prognosen des Statistischen Landesamtes gehen für den Landkreis Schwandorf von einer Zunahme der Bevölkerung bis zum Jahr 2035 von heute rund 144.000 auf über 147.000 Einwohner aus. Dabei wird die Generation der über 65-jährigen deutlich ansteigen, was zu einem Durchschnittsalter von 47,4 Jahren führen wird (zum Vergleich 2015: 44,1Jahre). Jeder dritte Landkreisbewohner wird im Jahr 2035 älter als 60 Jahre sein. Dass damit auch die Anzahl der pflegebedürftigen und an Demenz erkrankten Menschen zunehmen wird, ist kein Geheimnis. Umso mehr gilt es, die Belange und Bedürfnisse der älteren Bevölkerung auch weiterhin im Auge zu behalten. Bestehende Strukturen sind so weiterzuentwickeln, dass auch künftig ein möglichst langer Verbleib in der eigenen Häuslichkeit möglich ist. 

Die Seniorenfachstelle wird seit über vier Jahren von Evi Seitz tatkräftig geleitet. „Als Seniorenfachstelle sehen wir uns als Schnittstelle zu den verschiedensten Akteuren im Bereich der Seniorenarbeit“, so Seitz. Als Ansprechpartnerin für die Belange der Senioren ist sie am Landratsamt Schwandorf auf Zimmer 126 bzw. über Telefon 09431/471-386 oder unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

 

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