Fahrtüchtigkeit im Alter

Fahrtüchtigkeit im Alter

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Veränderungen, auf  die älter werdende Autofahrer sich einstellen müssen,  darüber klärten Andreas Bahle von der Verkehrswacht Amberg und Dr. Manfred Theis auf. Im, bis auf den letzten Platz gefüllten, Fremdenverkehrsraum des Rathauses freuten sie sich mit Bürgermeister Erwin Geitner, der Seniorenbeauftragten Marga Kraus und dem VdK-Vorsitzenden Josef Niebler über das große Interesse.

„Menschen, die älter werden, haben charakteristische Erfahrungen gemacht“, so Andreas Bahle. Sie verfügten über mehr und spezielleres Wissen als in jungen Jahren, „das gilt auch für ihre Teilnahme am Straßenverkehr“. Sie bemerkten aber auch, dass die Kräfte und die körperliche Beweglichkeit nachließen, dass sich Hören und Sehen verschlechterten und auch das Gedächtnis nicht mehr so gut sei wie früher. Das Alter, so Bahle, bringe eben Einbußen mit sich, welche gerade Autofahrer sorgsam beachten müssten, wenn sie weiterhin, mit einem möglichst geringen Risiko, am Straßenverkehr teilnehmen möchten.

„Das Fahren aufzugeben, den Führerschein abzugeben – das muss jeder selbst wissen.“ ging der Referent dann in die Vollen. Er gab aber auch zu, „das ist leichter in der Stadt mit einem dichten Busnetz, schwieriger auf dem Land“. Deshalb rate er „Sorgen Sie dafür, dass Sie fahrtauglich bleiben“ und auch „Kümmern Sie sich um die technische Ausstattung ihres Fahrzeugs, die Ihrer Sicherheit dient“. Bei ersterem gehe es um die körperliche Verfassung und auch die geistige Fitness. Ein Auto aber das der Sicherheit diene, sei nach allen Seiten übersichtlich, habe einfache nicht verwirrende Armaturen, anatomisch vorteilhaft gestaltete Sitze, bequemen Einstieg und verfüge über entlastende Assistenzsysteme.

Breiten Raum nahmen an diesem Nachmittag die gesundheitlichen Beeinträchtigungen älterer Autofahrer ein. Hier ging Dr, Manfred Theis, seit 35 Jahren Hausarzt in Rieden, ins Detail. Gutes Sehen sei Grundvoraussetzung für das Fahren, betonte er. Eine Reduzierung der Sehschärfe sei oft nicht erst im Alter zu beklagen. Notfalls ist das Tragen einer Brille Pflicht. Dazu komme oft verschlechtertes Dämmerungssehen, erhöhte Blendempfindlichkeit, eine Einengung des Sehfelds „und oft fällt auch die Einschätzung von Entfernung und Geschwindigkeit schwerer“. Auch nehme die Fähigkeit des Ohres ab, so Dr. Theis, hohe Frequenzen wahrzunehmen, wie auch das Richtungshören.

Hauptursache bei Unfällen aber sei die Einnahme von Alkohol und Drogen „und auch 20 Prozent aller Medikamente beeinflussen die Verkehrstüchtigkeit“. Besonders gefährlich sei die Kombination von Alkohol und Medikamenten, warnte der Arzt. Bestimmte Medikamente gegen Diabetes, Hypertonie, bei Schmerztherapie und Psychopharmaka könnten auf die Verkehrstüchtigkeit einwirken. Hier empfehle er das Gespräch mit dem Hausarzt oder Apotheker. Ins Detail ging Dr. Theis zur Fahruntüchtigkeit bei Patienten mit Herz-Rhythmus-Störungen, Epilepsie, Schlafapnoe, akuten Psychosen, schweren Depressionen, nach Schlaganfall und anderen. Er empfahl regelmäßige freiwillige Checks. 


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