121120-Studie-Familienbildung-2 Die Studie zur Familienbildung wurde in einer Online-Pressekonferenz vorgestellt.

Kreis Schwandorf. Die Erwachsenenbildung hat als Standortfaktor längst den Nebenraum verlassen und ist seit längerem ins zentrale Mittelfeld gerückt. Daher hat der Landkreis Schwandorf über den Verein Lernende Region Schwandorf e.V. eine Studie initiiert, die zweierlei Fragen zum Kern hatte. Zum einen wollte man sich einen Überblick über das bestehende Angebot an Familienbildung im Landkreis verschaffen, und zum zweiten wurde der Bedarf an Bildung in den Familien erforscht.


Zusammen mit dem Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wurden in diesem Zusammenhang 15.500 Fragebögen an Familien im Landkreis versandt. Des Weiteren sprach man mit 300 Anbietern von Familienbildung. Die Ergebnisse dieser Befragungen liegen nun in einer Studie des ZFG vor, die am Mittwochnachmittag zusammen mit Landrat Thomas Ebeling vorgestellt wurde – coronabedingt geschah das in einer Online-Pressekonferenz.

Dabei kamen vier Kernpunkte zur Sprache, die als Schlüssel zu verbesserter Familienbildung gelten. Die Sensibilisierung der Menschen sowie die Bekanntheit des bestehenden Angebots sind ein Punkt, gefolgt von der Erweiterung der Zielgruppen, der Vervollständigung der Angebote und dem Ausbau der Vernetzung aller Beteiligten. Florian Schmidt, Geschäftsführer von Lernende Region e.V., wies nach der Präsentation der Studie durch Prof. Klaus Stüwe vom ZFG und der detaillierten Ausführungen durch Mitarbeiterinnen darauf hin, dass es durchaus gezielte Aktionen zur Verbesserung der genannten Punkte gebe. Gelichwohl könne man nie einen festgesetzten Zeitrahmen nennen, da sich kein Endpunkt der Maßnahmen in der Familienbildung definieren lasse.


Untermauert wurde die Präsentation durch Statements von Menschen aus der Region, die sich seit langem in den unterschiedlichsten Bereichen der Familienbildung engagieren. So kamen unter anderem Museumspädagogin des Oberpfälzer Freilandmuseums, Bettina Kraus, zu Wort, ebenso wie der Leiter der VHS Schwandorf, André Meidenbauer, Brigitte Richter vom Sozialdienst katholischer Frauen, Günther Makolla von der Bürgerhilfe Bodenwöhr, Hartmut Meyer von der katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Schwandorf, Helga Forster vom Lokalen Bündnis für Familien, Marion Dietz von der AWO Tanzgruppe Oberviechtach und die Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Wackersdorf, Stephanie Staudenmayer.

Landrat Ebeling dankte allen Beteiligten, die an der Erstellung der Studie sowie an der Online-Präsentation beteiligt waren und sah in der Familienbildung ein wesentliches Element, das zu erhöhter Lebensqualität im Landkreis Schwandorf beiträgt.