Familienunternehmen Glöckl feiert 80-jähriges Dult-Jubiläum

"Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme." Wie viel Wahres an den Worten des englischen Heiligen, Politikers und Autors Thomas Morus (1478-1535) ist, lebt die Festwirtsfamilie Glöckl seit 1936 auf der Regensburger Dult. Im Rahmen der Herbstdult, vom 26. August bis 11. September 2016, feiert das Regensburger Familienunternehmen sein 80-jähriges Dult-Jubiläum.

Ein Anlass, der zur Folge hat, dass erstmals in der Geschichte der Bierpreis für eine Maß auf 8,80 € gesenkt wird und auch traditionelle bayerische Speisen, ab dem selben Wert, angeboten werden. Zudem erhalten acht Besucher, die während dieser Herbstdult ihren 80. Geburtstag feiern, von der Familie Glöckl einen Gutschein für Essen und Trinken.

Das Glöckl-Zelt hat eine Kapazität von fast 4000 Personen, ca. 100 Mitarbeiter sorgen für das leibliche Wohl der Gäste, sodass auch dieses Jubiläum zu einem großartigen Event werden wird.

Denn das persönliche Ziel von Alfred Glöckl sen. ist, in zwanzig Jahren das Hundertjährige zu feiern und dabei die bayerischen Speisen und die bayerische Gastfreundlichkeit aufrecht zu erhalten.

 

Zur Geschichte:

Urvater der Familie Glöckl, Franz Xaver Glöckl (Großvater von Alfred Glöckl senior), brachte den Stein ins Rollen, nachdem er im Jahre 1936 sein Zelt auf der Regensburger Dult aufstellen ließ.

Im Jahre 1880 wurde Franz Xaver Glöckl (Großvater von Alfred Glöckl sen.) geboren. Die ersten gastronomischen Aktivitäten bildeten den Grundstein des Unternehmens: die Brauerei mit Braugaststätte und Metzgerei in Adlmannstein bis zum Jahr 1920.

Danach folgte eine kurze Zwischenstadion im „Schwarzen Adler“ in Regenstauf.

Anschließend traf man sich in der Gaststätte (Bischofshof) mit Metzgerei in Prüfening. die zu einem beliebten Ausflugsziel bei der Stadt- und Landbevölkerung wurde, da es einen Biergarten gab. Der Glöckl war „IN“.

Das erste Glöckl-Bierzelt stand im August 1936 auf dem alten Dulzplatz am Protzenweiher. Es spielte die legendäre Oktoberfestkapelle „Gangerl“. Weil diese Veranstaltung sehr erfolgreich und beliebt war, beschlossen die Stadtväter eine Fortführung dieser und boten ihre Zusammenarbeit an.

Durch die Kriegsjahre gab es eine kurze Unterbrechung, welche mit dem Bierzelt mit Ausstellung im Stadtpark beendet wurde.

Ein Jahr später fand die Dult mit dem Glöckl-Festzelt am traditionsreichen Dulzplatz am Protzenweiher statt. Alfred Glöckl sen. erinnert sich: „Wenn der Pegel stieg, schwamm unser Fußboden weg, wir konnten nur mit Gummistiefeln ins Zelt.“

So kam es, dass im Jahre 1971 die Herbsdult auf das neue Gelände am Europakanal gelegt wurde. Das hatte den positiven Nebeneffekt, dass noch mehr Besucher ins Zelt strömten, zudem gab es ein reichhaltiges Speisenangebot.