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Feuerwehr war Star des Stadterhebungstages

Feuerwehr war Star des Stadterhebungstages

3 Minuten Lesezeit (662 Worte)
Am 15. November 1542 erhielt Burglengenfeld die Stadtrechte. Dieser Tag jährte sich heuer zum 474. Mal. Das historische Datum nimmt die Stadt jedes Jahr zum Anlass, um verdiente Bürger, die sich um die Stadt auf verschiedenste Art und Weise verdient gemacht haben, zu ehren. Der diesjährige Stadterhebungstag stand unter dem Thema „Freiwillige Feuerwehr“.
Nicht ohne Grund: denn im Juni diesen Jahres konnte das 150-jährige Jubiläum der Burglengenfelder Wehr gefeiert werden. Bürgermeister Thomas Gesche konnte zu der Feierstunde im Rathaussaal viele Ehrengäste wie Landrat Thomas Ebeling, MdB Marianne Schieder, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, sowie die Träger der Ottheinrich-Philipp-Medaille begrüßen.
 
Die Ottheinrich-Philipp-Medaille.
 
In seiner Laudatio sagte Gesche: „Wir nehmen die Dienste der Freiwilligen Feuerwehren gerne in Anspruch. Wir rechnen mit Ihnen und nehmen die Arbeit dieser Frauen und Männer als selbstverständlich hin. Brandschutz, technisches Versagen, Unfall – wir rufen die 112 und natürlich sind in wenigen Minuten die Helfer vor Ort und retten uns aus unserer Not. Angesichts der Herausforderungen der heutigen Zeit müssen wir uns aber alle die Frage stellen, wie man mit dem Ehrenamt, mit den Mitgliedern der Feuerwehren umgehen wollen. Die Wehren unserer Stadt und des Umlandes wurden vor Jahren in Zeiten großer Not gegründet, jetzt sind wir gefordert, die Weichen für eine Zukunft zu stellen, in der wir uns auch künftig auf den Einsatz unserer ehrenamtlichen Helfer verlassen können. An diesem ehrwürdigen Tag gilt es Dank zu sagen für all die durchwachten Nächte, für Einsätze bei Wind und Wetter ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit und das eigene Befinden".
 
Gesche sagte, die Feuerwehren verdienen im wirtschaftlichen Sinne kein Geld - nein sie seien sogar ein beachtlicher Kostenfaktor. In einer Welt wie der unseren schaut man gerne zu oft darauf, welchen Wert eine Sache hat und welche Wertschöpfung sich ergibt, resümierte er. Das Stadtoberhaupt fragte die Anwesenden: „Wenn Ihr Haus brennt – wieviel wären Sie bereit für das Löschen zu bezahlen? Wenn Sie in Ihrem Fahrzeug eingeklemmt sind, wie viel wäre Ihnen ihre Befreiung wert?“ Die Feuerwehren seien aber auch ein wichtiges Bindeglied in der Gesellschaft in ihrem Dorf. Und all dies hat keinen Preis – unsere Feuerwehren sind unbezahlbar, so Gesche.
 

Michael Chwatal (links) und Florian Bitterer machten sich Gedanken zum großen Jubiläum.

 
Ortsheimatpfleger Günther Plößl gab anschließend einen mit einigen Anekdoten versehenen Rückblick auf die Brandbekämpfung zu früherer Zeit. Er erinnerte an die Gründung der ersten Freiwilligen Feuerwehr in Augsburg im Jahr 1849 oder in Regensburg im Jahr 1858, die damals aus einer Pflicht-Feuerwehr entstand. Plößl ging auf den großen Stadtbrand in Burglengenfeld am 16. September 1855 und auf den Rathausbrand in der Nacht von Faschingsdienstag auf Aschermittwoch im Jahr 1966 ein. Anschließend machten sich Michael Chwatal und Florian Bitterer Gedanken zur Stadterhebung und wie man im kommenden Jahr das 475-jährige Jubiläum feiern könne. Die musikalische Umrahmung übernahmen die Oberpfälzer Parforcehornbläser mit ihren stimmungsvollen Klängen.
 
Bei der Überreichung der Ottheinrich-Philipp-Medaille an verdiente Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Stadt und Umland sagte Thomas Gesche: "Sie haben alle eines gemeinsam, sie haben sich jahrzehntelang für die Feuerwehr eingesetzt, Verantwortung übernommen und damit einen wesentlichen Verdienst am Wohle unserer Stadt und unseren Umlandgemeinden geleistet. Alle Würdenträger zeichnen sich durch ein überdurchschnittliches Engagement und höchstes Pflichtbewusstsein aus." Von der Feuerwehr Burglengenfeld wurden Heinrich Bartsch, Herbert Perrey und Markus Liegl ausgezeichnet. Andreas Beer von der Feuerwehr Dietldorf und Josef Birzer von der Feuerwehr Pilsheim wurden von den Umlandgemeinden geehrt.
 
Markus Liegl beim Eintrag ins goldene Buch. Links Bürgermeister Thomas Gesche.
 
Für Markus Liegl hatte die Feuerwehrführung noch eine weitere Überraschung parat. Kreisbrandmeister Thomas Schmidt überreichte an den Vorsitzenden der Burglengenfelder Wehr das Ehrenkreuz in Silber. Liegl ist seit dem 11. November 1994 Mitglied bei der Feuerwehr, vom 6. Januar 2007 bis 2008 war er Schriftführer und seither ist er Vorsitzender der Wehr. Beim 150jährigen Gründungsfest hat er das Amt des Festleiters übernommen.
 
Im Anschluss an den offiziellen Teil lud Gesche die geladenen Gäste ein gemeinsam zu diskutieren, zu philosophieren oder von „unserem Lengfeld“ zu schwärmen.  

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