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Fischereiverein diskutiert EU-Wasserrahmenrichtlinien

Fischereiverein diskutiert EU-Wasserrahmenrichtlinien

2 Minuten Lesezeit (414 Worte)

„Für uns spielt neben dem Angeln die Hege und Pflege unserer Gewässer eine wichtige Rolle“ betonte Vorsitzender Dieter Teich beim monatlichen Mitgliedertreff des Fischereivereins.

Denn, so betonte er, in gesunden Gewässern würden auch gesunde Fische leben und sich dort auch fortpflanzen. Teich berichtete von dem in Kümmersbruck mit dem Wasserwirtschaftsamt diskutierten Konzept baulicher Maßnahmen an der Vils im Rahmen der von der EU erlassenen Wasserrahmenrichtlinien. Davon sei auch der vom Fischereiverein Rieden gepachtete Abschnitt von der Säkularisationsbrücke in Ensdorf bis kurz vor Vilshofen betroffen. Es sei Strategie des Riedener Fischereivereins für ihren Hauptfisch, die Bachforelle, Lebensräume zu schaffen, damit sie sich selbst fortpflanzen kann. Im Vilsabschnitt von Rieden Brücke und Siegenhofen habe der Verein in den vergangenen Jahren sehr große, fortpflanzungsfähige Bachforellen gesetzt, „mit dem Ergebnis, dass in diesem Abschnitt hetzt bereits ein- und zweisömmrige Bachforellen zu beobachten sind, die aus eigener Fortpflanzung stammen“.

Maßgeblich beigetragen habe dazu die Aktion der Marktgemeinde, die den Bach in Siegenhofen wieder in Stand setzte, „… hier laichen jetzt in jeden Frühjahr die Bachforellen ab“. Ein weiterer Bachlauf, geeignet zum Laichen der Bachforellen, wäre nach seiner Meinung, der Bach bei den Augewässern am Radwanderweg in Höhe Siegenhoden. Erfreulich sei, dass das Wasserwirtschaftsamt dies bereits als Maßnahme in die Wasserrahmenrichtlinie aufgenommen habe.

Als ein Sorgenkind zu sehen sei das Altwasser beim Campingplatz, „das regelmäßig verlandet und für welches Austrocknungsgefahr besteht“. Der vorliegende Entwurf des Wasserwirtschaftsamts zeige die mittelfristige Lösung auf: Den ursprünglichen Verlauf der Vils in diesem Bereich wieder meanderförmig herzustellen und das Ende des Altwassers mit dem neuen Flusslauf zu verbinden, „so dass das Altwasser ein Teil des Flussverlaufes wird“. Wenn dieses Vorhaben, im Rahmen des gesamten Maßnahmenkatalogs die größte Einzelmaßnahme an der Vils, so bald wie möglich durchgeführt werde – „bevor das jetzige Altwasser ganz verlandet ist“ – gelte der Dank der Mitglieder des Fischereivereins dem Wasserwirtschaftsamt.

Das vorgeschlagene Einbringen von Totholz wurde von den Mitgliedern als eine gute Maßnahme gesehen, biete es den Fischen doch sicheren Unterstand und Schutz vor Kormoranen. Zwar sei die vorgeschlagene Bepflanzung der Uferstreifen sinnvoll, dürfe jedoch nicht mit zu geringem Abstand durchgeführt werden. Hier gelte weniger ist oft mehr, „da man sonst in einigen Jahren wunderschöne Bäume aber keine Vils mehr sehen kann“.

Stellvertretender Vorsitzender Josef Fleischmann regte an, im Rahmen der Maßnahmen den Bach, welcher von der Blumenthalstraße Richtung Vils verläuft und diese unterdükert, von der Mühle bei der Fischtreppe zehn Meter Richtung Wehr zu verlegen. Dadurch, so Fleischmann, würde dieser Bereich wieder durchströmt, Fische und Kleintiere könnten sich ansiedeln.

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