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„Freizeit-Viertel“ stößt im Stadtrat auf Begeisterung

„Freizeit-Viertel“ stößt im Stadtrat auf Begeisterung

4 Minuten Lesezeit (840 Worte)

Schwandorf. Einstimmig hat der Schwandorfer Stadtrat Pläne abgesegnet, in unmittelbarer Nähe zum Globus ein „Freizeit-Viertel“ zu entwickeln. Die Stadträte hoffen, dass dieses Großprojekt Schwandorf weiter belebt.

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Das geplante Schwandorfer „Freizeit-Viertel“ hat eine erste große Hürde genommen. Im Planungs- und Umweltausschuss wurde am Donnerstag ein umfassendes Konzept vorgestellt, präsentiert von Projektentwickler Dr. Harald Gerlach und dem Kasseler Architekten Matthias Hansske, spezialisiert auf den Bau von Kinos. Auf dem Areal „Am Brunnfeld“ soll demnach ein regelrechtes Aushängeschild für die Stadt entstehen, das durch die Krakat Real Estate Group umgesetzt wird: Neben dem bereits bekannten Kino, dem Hotel und einem Kinderland ist auch die Ansiedlung einer Bank, einer Gastronomie, einer Bäckerei und eines Bürogebäudes geplant.

„Wir haben den Charme des Standorts, als wir ihn uns angesehen haben, schnell erkannt“, erklärte Gerlach den Stadträten. Dabei setzen Investor und Architekt auf ein Konzept, das sich möglichst ergänzt. Es sollen insbesondere Synergieeffekte entstehen, auch damit sich die einzelnen Ansiedlungen gegenseitig beleben. Gerlach verdeutlicht das am Beispiel des Hotels (80 – 100 Zimmer), das im mittleren Segment zwischen zwei und drei Sternen angesiedelt sein soll: Nach den jetzigen Plänen ist angedacht, dass dieses für die Gäste beispielsweise kein Frühstücksbuffet anbietet. Stattdessen sollen die Bewohner die nahegelegene Bäckerei mit Café aufsuchen, die in ihren Räumlichkeiten ein hochwertiges Frühstück offeriert; selbiges gilt für die Gastronomie, die Menschen nach einem Besuch im Kino oder Kinderland anziehen soll.

200 zusätzliche Parkplätze

Ausgehen werden sämtliche Unternehmungen von einer Art Plaza, erläuterte Hansske. Diese fungiere als Startpunkt, von wo die Menschen zu den weiteren Angeboten strömen. „Es wird da sehr viel Wechselbeziehung geben“, ist er überzeugt. „Das macht den besonderen Charme aus.“ Insgesamt sind auf dem Areal zuzüglich zum Pendlerparkplatz rund 200 Parkplätze vorgesehen, um auf den künftigen Ansturm vorbereitet zu sein – verteilt auf mehrere Standorte, z.B. vor der Bank oder dem Kino. Beim Kinderland ist zudem eine spezielle untergeschossige Parkzone vorgesehen, die den Besuchern den nötigen Platz bieten soll.

Die bisherigen Pläne sind zwar lediglich ein erster grober Entwurf, und im weiteren Prozess ist sicher davon auszugehen, dass verschiedene Anpassungen erforderlich sein werden. Doch die Fahrtrichtung ist klar: Es soll etwas Großes am Stadtrand von Schwandorf entstehen – ein notwendiger Beitrag, um die Stadt endlich zu beleben. Bei den Stadträten stieß das auf ein rundum positives Echo. „Das ist etwas, das die Stadt erheblich bereichern würde“, lobte CSU-Fraktionschef Andreas Wopperer den Entwurf. Auch Manfred Schüller, Vertreter der SPD, konnte sich dem anschließen. „Damit werden intensive Wünsche der Bevölkerung verwirklicht“, sagte er mit Blick auf ein eigenes Kino und das Kinderland. „Wir freuen uns, dass diese Sachen kommen sollen und werden das tatkräftig unterstützen.“

Verlagerung aus der Innenstadt vermeiden

Für die Grünen fand Marion Juniec-Möller ebenfalls lobende Worte. „Es wird etwas umgesetzt, was wir uns in Schwandorf so lange wünschen“, sagte sie. Allerdings würde sie es befürworten, dass am Standort zusätzlich eine Diskothek entsteht. „Ich würde mich freuen“, sagte sie, „wenn die jungen Leute nicht mehr bis nach Wackersdorf oder Nabburg gehen müssen, sondern es ein Angebot in Schwandorf gibt.“ Darüber hinaus sei es erstrebenswert, das neue Areal bei der Stadtplanung zu berücksichtigen. „Es soll kein Satellit am Stadtrand werden“, so die Grünen-Politikerin. Sie stellt sich eine gute Anbindung vor, umgesetzt etwa in Form eines Busverkehrs, der Samstag und Sonntag eine regelmäßige Verbindung herstellt.

Wichtig sei jedoch, dass durch das neue Areal keine Verdrängung aus dem Innenstadtbereich einsetze – da waren sich alle Stadträte einig. Als Sorgenfaktor gilt hier vor allem die geplante Bank, die bereits ein Büro in der Innenstadt unterhält. Eine solche Verlagerung sei nicht das Ziel, erklärte CSUler Wopperer, zumal derzeit die Innenstadt aufwendig saniert werde. Doch das sei mitnichten vorgesehen: „Am Brunnfeld ist ein Kompetenzzentrum geplant, wo es unter anderem speziell um Beratungen gehen soll“, referierte Gerlach die Pläne des interessierten Geldinstituts. Die bestehende Filiale in der Innenstadt bleibe hiervon unberührt.

Lärmschutz muss beachtet werden

Ein besonderes Augenmerk bei den Planungen muss außerdem der Lärmbelastung gelten, insbesondere für die umliegenden Wohngebiete in Niederhof und Höflarn. Das rief Ortssprecher Tim Diermeier in Erinnerung, der der Sitzung beiwohnte und das Vorhaben grundsätzlich begrüßte. Eventuell müsse man sich Gedanken über eine Lärmschutzwand oder über die Versetzung eines Gebäudes machen, um eine weitere Belastung von den Anwohnern abzuhalten. Gleichzeitig könne die Verkehrsanbindung ein Problem darstellen, wenn Menschen über die Steinberger Straße kommend durch Höflarn und Niederhof fahren. Vor Ort gebe es die Sorge, sagte er, dass es dadurch womöglich noch schlimmer wird.

Das aber werde selbstverständlich berücksichtigt, betonte Gerlach. „Der Schallschutz wird von uns sensibel und mit professioneller Gründlichkeit beachtet.“ Flexible Änderungen in den Plänen, um den Erfordernissen gerecht zu werden, seien jederzeit möglich. Dies schließt sogar etwaige Versetzungen von Gebäuden ein, sollte sich auf diese Weise ein besserer Lärmschutz realisieren lassen. Kein Wunder, dass die Stadträte das überzeugen konnte. Begeistert segneten sie die Pläne einstimmig ab, verbunden mit der Hoffnung, dass dieses Projekt einen zentralen Beitrag zu einer positiven Entwicklung der Stadt leistet. Nun sollen die nächsten Schritte zügig unternommen werden, versicherte OB Andreas Feller abschließend. Der Projektentwickler selbst rechnet derzeit mit einem Baubeginn Ende 2019, Anfang 2020.

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