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hare-4151763_1280 Natur, Tiere, weitgehend von menschlichem Eingriff verschont: Die Stimmen in der Region, die auf dem Truppenübungsplatz gerne einen Nationalpark errichtet haben würden, mehren sich.

Friedensgesellschaft: Truppenübungsplatz in Nationalpark umformen

2 Minuten Lesezeit (318 Worte)

Hohenfels. Ein größerer Abzug von US-Truppen aus Deutschland könnte Perspektiven für einen Nationalpark Hohenfels eröffnen. Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsgegnerInnen, Bezirk Oberpfalz, plädiert deshalb, offensiv die Chance auf eine Konversion des Truppenübungsplatzes zum dritten bayerischen Nationalparks zu ergreifen. Die seit über 80 Jahren ohne durch landwirtschaftliche Nutzung gestörte Fauna und Flora, völlig umgeben von langjährigen sanften Tourismus des Oberpfälzer Jura, dränge förmlich darauf, sich von militärischer Nutzung zu verabschieden.


Die vom US-Präsidenten angekündigte Verlagerung bzw. der Abzug größerer Truppenteile der US-Armee aus Deutschland ist so unpräzise und spontan, wie man es vom derzeitigen Amtsinhaber gewohnt ist und folgt nicht einmal militärischer Logik. "Die Umsetzung ist völlig unklar, zeigt aber wieder einmal, wie wirtschaftlich fragil es von den Anrainerkommunen ist, sich völlig auf das Militär auszurichten", schreibt Willi Rester, Sprecher der DFG-VK Oberpfalz. Das Argument Arbeitsplätze ziehe im Dreieck der wirtschaftlichen Boom-Städte Regensburg, Neumarkt und Amberg nicht wirklich. Ungeachtet des moralischen Aspekts, dass auf dem Truppenübungsplatz die "völkerrechtlich höchst bedenklichen Kriegseinsätze des US-Militärs vorbereitet werden und deren Drohnenkrieg deutlich näher zur Lynchjustiz steht als zu einem ordentlichen Gerichtsverfahren".


Tipps und Trends für Sie

Auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels werde seit Jahren schon nicht mehr scharf geschossen und er sei nach Resters Meinung deshalb "relativ frei von militärischen Altlasten". Im Herzstück des Oberpfälzer Juras gelegen, schließen sich unmittelbar daran die von der Tourismusregion "Bayerische Jura" intensiv beworbene Täler von Laaber, Lauterach und Vils an. Sanfter, naturnaher Tourismus ist hier seit eh und je üblich und würde durch einen Nationalpark eine erhebliche Aufwertung erfahren. 

Erfahrungen andernorts (Nationalpark Hainichen, Thüringen oder Biospärengebiet Schwäbische Alb) seien mehr als vielversprechend und lassen für den Naturschutz wesentlich größere Perspektiven erhoffen als es mit der Unter-Schutz-Stellung von vier Fleckchen Wald getan ist. Es fehle alleine der politische Wille, die Abzugspläne des US-Präsidenten positiv aufzugreifen und mit einem Konversionsplan die wirtschaftliche Umstruktuierungen anzugehen.

Die DFG-VK würde sich wünschen, dass Anrainerkommunen, Nauturschutzverbände und Tourismusverbände sich zusammensetzen und ein Konzept zur Umsetzung eines Nationalparks Hohenfels entwerfen.

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