Friedrich-Ebert-Straße geht in den zweiten Bauabschnitt

Schwandorf. Der erste Bauabschnitt in der Friedrich-Ebert-Straße kann planmäßig abgeschlossen werden. Bis Ende November sollen jetzt die Arbeiten im zweiten Teil folgen – was mit einer geringfügigen Änderung in der bisherigen Verkehrsführung einhergeht.

 

 

Stein um Stein schreiten die Arbeiten in der Friedrich-Ebert-Straße voran. Im Mai wurde die Großbaustelle im Herzen der Innenstadt mit dem Ziel eröffnet, die einstige Bundesstraße in eine Flaniermeile umzuwandeln. Sie soll vor allem zum gemütlichen Schlendern einladen, auch um die Menschen während des entspannten Bummelns in die vielen Läden zu locken. Nun steht der erste von insgesamt vier Bauabschnitt kurz vor dem Abschluss, wie die Stadt am Donnerstag bei einer Pressekonferenz bekanntgab. „Wir liegen voll im Zeitplan“, erklärte Roland Stehr, bei der Verwaltung für das Sachgebiet Tiefbau verantwortlich.

Während der letzten Monate sei zunächst der Hauptkanal erneuert worden, einschließlich der 25- Haus und Dachrinnenanschlüsse, ebenso die Wasser-, Gas- und Stromleitungen. Im zweiten Schritt wurden dann die nötigen Straßenbauarbeiten vorgenommen, teilweise bei einer enormen Hitze, die für die Arbeiter eine erhebliche Belastung darstellte. Das macht die Zahlen umso eindrucksvoller, die Stehr vorstellte: Insgesamt hätten sie 500 m2 Gehwegpflaster und 600 m2 Fahrbahnpflaster erneuert, außerdem seien 100 Meter Entwässerungsrinnen mit Einlaufschächten, 200 Meter Randeinfassungen sowie eine Vielzahl von Einbauteilen verbaut worden – z.B. für Sitzgelegenheiten, Fahrradständer oder Abfalleimer.

Zweiter Bauabschnitt beginnt am 01. Oktober

Nun sollen die Maßnahmen nahtlos in den zweiten Bauabschnitt übergehen, kaum dass der erste Teil fertiggestellt ist. Dieser erstreckt sich von der Berggasse bis zur Bahnhofsstraße. Mit den Arbeiten sollen planmäßig am 01. Oktober begonnen werden, informierte Stehr – obwohl einiges schon jetzt vorgenommen werde, da man schneller als erwartet vorangekommen ist. Ähnlich wie im ersten Bauabschnitt werden dort zuerst die Gas- und Wasserleitungen bis über den Kreuzungsbereich der Bahnhofsstraße hinaus erneuert, gefolgt von den Arbeiten an den Haus- und Dachrinnenanschlüssen sowie dem Neubau der Gehwege und der Straße. Damit will die Stadt bis Ende November fertig sein – auch um für den Einzelhandel ein reibungsloses Weihnachtsgeschäft zu ermöglichen, das nicht durch Bauarbeiten beeinträchtigt ist.

 

 

Die neue Verkehrsführung gilt ab dem 01. Oktober, sie wird in der Stadt auch ausgeschildert. Bild: Stadt Schwandorf

 

Für Verkehrsteilnehmer bedeutet das einige kleinere Veränderungen bei der bisherigen Verkehrsführung, die mit Beginn der Maßnahmen am 01. Oktober in Kraft treten werden, erklärt Ordnungsamtsleiter Stefan Schamberger.Konkret betrifft das die Friedrich-Ebert-Straße, die ab dem Wendelinplatz in Fahrtrichtung Innenstadt gesperrt ist.Alternativ wird die Zufahrt in die Innenstadt über die Bahnhofsstraße und über die Beerkreuzung möglich sein. Eine Ausnahme besteht lediglich für den Lieferverkehr und für Anlieger, die entweder bis zur Weinbergstraße fahren können oder vom Markplatz aus anfahren können, wenn sie in die Berggasse/Spitzwegstraße möchten. Im Übrigen, so Schamberger, bleibe die bestehende Verkehrsführung unverändert.

 „Es wird sehr, sehr schön!“

OB Andreas Feller zeigte sich von den bisherigen Arbeitenbereits schwer beeindruckt. „Es wird sehr, sehr schön und das wird super aussehen, wenn es erst fertig ist“, sagte er. Sein Respekt gelte insbesondere den Arbeiter, die schwere Bedingungen zu meistern hatten. Das wiederum sehen die Betreiber der betroffenen Geschäfte genauso, erklärte City-Manager Roland Kittel. Er hat in der letzten Zeit viele Gespräche mit Betroffenen geführt, um ein Feedback über die Maßnahme einzuholen. Dabei habe es durchweg ein großes Lob für die Firmen und deren Mitarbeiter gegeben, sagte Kittel – auch weil es so schnell voran geht. „Es geschieht jeden Tag sehr viel und das freut gerade die Geschäftsleute.“

Zudem würden die Firmen – wenn möglich –flexibel auf deren Wünsche eingehen, erläutert Kittel und bemüht das Beispiel der dortigen Eisdiele: Diese hat immer am Dienstag Ruhetag, sodass die Inhaber mit der Firma vereinbart haben, an jenem Tag die Pflasterarbeiten direkt vor dem Geschäfts vorzunehmen. So konnten sie gleich am nächsten Tag wieder öffnen, das neue Pflaster vor der Türe, ohne dass ihnen zusätzliche Einbußen entstanden wären. Das Verständnis sei deshalb allgemein „sehr groß“, gibt Kittel seine Erfahrungen wieder.

Jetzt ruhen die Hoffnungen aller Beteiligten und Betroffenendarauf, dass die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt ebenso schnell und planmäßig vonstatten gehen wie die Maßnahmen im ersten Teil. Doch die bisherigen Erfahrungen stimmen in jedem Fall positiv, dass dieses Ziel erreicht werden kann und dem ungestörten Weihnachtsgeschäft nichts im Wege steht.