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UNADJUSTEDNONRAW_thumb_13c Auf diesem Grundstück soll das Kinderhaus entstehen (c) by Johannes Hartl

Fronberger Kinderhaus als grüne Oase

3 Minuten Lesezeit (620 Worte)
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Schwandorf. Für das geplante Kinderhaus in Fronberg haben Architekten am Montag erste konkrete Entwürfe vorgelegt. Der Bauausschuss war begeistert.

Im Schwandorfer Ortsteil Fronberg wird ein wahres Paradies für Kleinkinder entstehen. Nicht anders lassen sich die beiden Konzepte deuten, die Architekt Siegfried Knipl und Landschaftsarchitekt David Neidl am Montag dem Bauausschuss präsentierten. Das neue Kinderhaus ist demnach als kombinierte Einrichtung geplant, bestehend aus einem Krippenbereich und einem Kindergartenbereich. Insgesamt 74 Kinder werden dort in Zukunft Platz finden, davon entfällt der Löwenanteil mit 50 Kindern auf den Kindergarten.

Schon im Dezember 2018, als der Stadtrat das Projekt einstimmig absegnete, hat die Verwaltung in Eigenregie ein detailliertes Konzept ausgearbeitet. Es ließ damals fast keine Wünsche offen, erntete gar fraktionsübergreifendes Lob. Viel ändern mussten die Architekten deshalb nicht mehr, als sie in die Details eingestiegen sind. „Die Stadt hat das sehr gut geplant", lobte auch Knipl, der im hiesigen Architekturbüro „Knipl, Pracht & Partner" tätig ist. Lediglich bei den Fluren und der Belichtung habe man kleinere Anpassungen vorgenommen.

Räume führen alle in Gartenbereich

Beim Gebäude selbst setzen Stadt und Architekt auf einen eingeschossigen und langgezogenen Holzbau, konkret auf eine Holzrahmenbauweise. Sein Eingangsbereich wird sich dann direkt in der Fronberger Straße 44 befinden und geradewegs in eine gemütlichen Spielflur münden, der durch ein teilweise gläsernes Element im Dach erhellt wird. Die modernen Räume, darunter mehrere Gruppenräume sowie ein großzügiger Speisesaal, erfüllen wiederum die neuesten Standards und sind alle in Richtung Gartenbereich ausgerichtet.

Auch bei dessen Gestaltung werden keine Mühen gescheut, um den Kindern ein idyllisches und sicheres Spielparadies anzubieten. Dabei legt Landschaftsarchitekt David Neidl, der als Partner dem Büro „Neidl & Neidl" angehört, großen Wert auf einen möglichst angenehmen Außenbereich. Mehr noch: Er sprach sogar von einem „Kindergarten im Grünen", ja von einer „grünen Oase".

Barrierefreie Bushaltestelle

Und tatsächlich: Die Pläne, die Neidl im Gepäck hatte, kommen diesem Versprechen ziemlich nahe. Bereits am Eingang, direkt an der Fronberger Straße, möchte er eine Bepflanzung entlang der Fassade realisieren, „um den Fahr- und Fußverkehr vom Gebäude wegzubringen". „Das würde uns besser gefallen", so Neidl. Darüber hinaus werde der bisherige Bushalt in eine barrierefreie Bushaltestelle umgewandelt, ebenso soll ein überdachtes Wartehäuschen entstehen.

Das eigentliche Herzstück aber wird der weitläufige Außenbereich. Dazu werden unter anderem kleine Terrassen gehören, auf denen gegessen und gespielt werden kann, eine Bobbycarrennstrecke mit Sportplatzbelag sowie eine „grüne Insel" mit Baum und Spielgeräten. Rings um die Anlage, die durch einen Zaun gesichert wird, sollen zudem möglichst viele Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Bevorzugt solle es sich dabei um Obstbäume handeln, sagte Neidl, um diese zur Nutzung anzubieten und so die Kinder optimal mit in die Grünanlage einzubinden.

Kostenpunkt: brutto 3,1 Millionen

Und nicht nur das: Selbst die Teilen des Grundstücks, an denen eine Mauer entlangführen wird, möchte Neidl in das Konzept integrieren. Vorstellbar sei etwa, dort Rutschen oder Klettergriffe anzubringen, gab er ein Beispiel. Denn nichts soll verschwendet werden, die Mauer nie voll präsent sein. Oder anders gesagt: Es soll am Ende eine gemütliche grüne Wohlfühloase entstehen.

Kostentechnisch rechnet die Stadt für das Projekt mit einer Summe von brutto 3,1 Millionen Euro. Der größte Teil, also ca. 1,6 Millionen, werden laut Architekt Siegfried Knipl in das Bauwerk und die Baukonstruktion fließen. Doch längst nicht alles wird die Stadt selbstständig berappen müssen: Rund 40 bis 50 Prozent seien auf jeden Fall förderfähig, sagte Hochbauleiterin Barbara Hellerbrand; mit etwas Glück könnten es sogar 70 bis 80 Prozent sein.

Allgemeine Begeisterung

Aber am Geld soll es ohnehin nicht scheitern, zumal neue Betreuungsplätze bitter nötig sind. „Es ist ein super Projekt, das ist hervorragend", lobte Stadtrat Ferdi Eraslan von den „Freien Wählern" und traf damit den allgemeinen Tenor. Und so war es für den Bauausschuss ein leichtes, die aktuellsten Konzepte einstimmig abzusegnen und dem Stadtrat die Zustimmung zu empfehlen.


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