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Gewässerentwicklungskonzept für den Naturpark Hirschwald übergeben

Gewässerentwicklungskonzept für den Naturpark Hirschwald übergeben

2 Minuten Lesezeit (411 Worte)

„65 Kilometer Hauptgewässer und 270 Kilometer Nebengewässer der neun Naturpark Hirschwald-Kommunen und der Gemeinde Ammerthal wurden kartiert“ betonte Landschaftsarchitekt Diplom-Ingenieur (FH) Siegfried Lösch. Im Rathaus übergab er, in zwei prall gefüllten Ordnern, das interkommunale Gewässerentwicklungskonzept für den Naturpark Hirschwald an dessen Vorsitzenden Bürgermeister Markus Dollacker und die Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager.

„Wir haben dabei festgestellt“, fügte Lösch an, „dass etwa ein Drittel der Gewässer des Naturparks in gutem, jedoch 65 Prozent noch in keinem guten Zustand sind“. Die Hauptgewässer, betonte er, seien alle 100 Meter detailliert aufgenommen worden. Thomas Blank, Planer der Stadt Amberg, welche sich als Auftraggeber für das Konzept verantwortlich zeichnet, hob hervor, „dass es als wichtig zu erachten ist, dass damit die Gewässerunterhaltung nach der Wasserrahmenrichtlinie gewährleistet ist und dadurch der gute Zustand der Gewässer durch den Unterhalt hergestellt werden kann“.

Bürgermeister Markus Dollacker blickte zurück und merkte an  „Die Idee zur Erstellung eines Gewässerentwicklungskonzepts für den Naturpark Hirschwald wurde Ende 2012 losgetreten. Der Gemeinderat Ensdorfs habe ohne Gegenstimme der Erstellung am 24. Januar 2013 wie auch in der Folge die Stadt Amberg, die weiteren Naturparkgemeinden und die Gemeinde Ammerthal zugestimmt. Er sei wie auch Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager der Stadt Amberg dankbar, dass diese die Federführung übernommen und die Maßnahme dem Planungsbüro übergeben habe. Dies, so Dollacker, „zeugt von interkommunaler Zusammenarbeit“. Wie Peter Fröhlich vom Wasserwirtschaftsamt Weiden ausführte, sei das Konzept die Voraussetzug für Zuschüsse zu den Unterhaltungsmaßnahmen, die auch er interkommunal „und am besten landkreisweit“ sehe.

Weitere ähnliche Konzepte seien derzeit in Sulzbach-Rosenberg, in Auerbach, in Königstein und in Hirschbach am Laufen. Die Maßnahme, deren Kosten bei etwa 55000 Euro lägen, werde durch den Freistaat Bayern, betreut vom Wasserwirtschaftsamt Weiden, mit 75 Prozent gefördert. Die Restkosten würden auf die beteiligten Kommunen auf Grundlage der Anzahl der Fließgewässer, Gräben und Trockenläufe in ihren Gemeindegebieten umgelegt. Wie Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch erläuterte, konnten entsprechend der Naturraumgrenze im Untersuchungsgebiet deutliche regionale Unterschiede festgestellt werden: Die wesentlich intensivere landwirtschaftliche Nutzung im Norden und Osten des Naturparks spiegele sich in der Qualität der Fließgewässer wider. So lägen insbesondere an Bruckwiesengraben und Elsenbach erhebliche Defizite bzw. hohe Anteile an sehr stark bis vollständig veränderten Abschnitten vor. Umgekehrt seien, im eher grünlandgenutzten Karst, im Westen und Süden des Naturparks höherwertige Fließgewässer vorzufinden. Als überdurchschnittlich hochwertig seien dabei der Utzenhofer Bach sowie der Mühlhäuser Bach mit einem hohen Anteil gering bis mäßig veränderter Abschnitte auszumachen. Ebenso hohe Anteile hochwertiger Gewässerabschnitte fänden sich am Ammerbach und Krumbach, welche in der jüngeren Vergangenheit über weite Strecken renaturiert worden seien.

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