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Gilles-Denkmal auf dem Schlossberg erhält neues Kreuz

Gilles-Denkmal auf dem Schlossberg erhält neues Kreuz

2 Minuten Lesezeit (366 Worte)

Regenstauf. Im Rahmen des 125-jährigen Bestehens des Bergvereins Regenstauf bekam das Gilles-Denkmal ein neues Kreuz. Der Schlossberg wurde im Jahr 1803 vom damaligen Herzogtum Neuburg/Donau, wozu Regenstauf gehörte, gekauft. Bereits 1830 wurde vom Ort zur Bergspitze ein Kreuzweg errichtet. Bernhard Gilles war dem Berg sehr verbunden.

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Er war kgl. Gerichtsschreiber in Regenstauf. Auch gilt er als Gründer der FFW Regenstauf. Bereits 1870 hat er einen Bergkulturverein ins Leben gerufen und mit diesem mit der Verschönerung des Schlossberges begonnen. Viele Objekte auf dem Berg hat Gilles selbst verwirklicht oder angestoßen. Er starb aber schon1877 im Alter von 55 Jahren an einer Erkältung. Es folgte eine große Beerdigung, bei der auch der kgl. Regierungspräsident Maximilian von Pracher anwesend war. Auf dem Friedhof steht ein Tropfsteinsockel mit Marmorkreuz über seinem Grab und in der Schlucht wurde eine Bronzetafel ihn zu Ehren angebracht.

Zum Schluss der damaligen Ansprache hieß es: „Uns erübrigt nichts, als diesen seltenen Mann, den das Leben einsam ließ im Augenblick, in welchem er sein unvergleichlich, behagliches Heim vollendet hatte, scheiden ließ dankbar zu ehren dadurch, dass wir sein Andenken vielleicht auch an der Stätte desselben in der Weise wie die Alten ihre großen Bürger ehrten, durch diese großartige Inschriftentafel in wilder Felsenschlucht der Nachwelt überliefern“.

Nachdem zum 60-jährigen Gründungsfest des Bergvereins 1953 die Renovierung des Aussichtsturmes abgeschlossen wurde, wurde auch dieses Denkmal am 17. Mai 1953 aufgestellt. Seit ca. 40 Jahren war nun das Kreuz verschwunden. Ob es verwittert war oder abgebrochen wurde, kann keiner mehr sagen.

Fred Wiegand hatte vor ein paar Jahren ein altes Foto dieses Gedenksteins bekommen. Von da an ließ ihn der Gedanke nicht mehr los, das Denkmal wieder mit einem Kreuz zu bestücken. Steinmetztechniker Christian Viehbacher fertigte nach dem alten Vorbild ein neues Kreuz aus weißen Marmor. Dieses wurde nun zum 125. Gründungstag des Bergvereins durch Pfarrer Hans-Jürgen Koller gesegnet.

Bürgermeister Böhringer bedankte sich bei den Beteiligten dafür, dass dieses Denkmal wieder ein schönes Kreuz hat. Der Berg ist zu einem echten Naherholungsort von Regenstauf geworden. Er könne es nur empfehlen, diesen auch mit Kindern zu besuchen. Das Motto „Geschichte trifft Natur“ kann hier vielfältig erlebt werden. Bergvereinsvorstand Matthias Brandl bedankte sich ebenfalls und lud anschließend zum Fest beim Aussichtsturm ein.

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