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Großbrand im Gewerbegebiet

2 Minuten Lesezeit (333 Worte)
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Regensburg. Rot-Orange leuchtete der Himmel am Freitagabend (18.09.2020) über dem Regensburger Gewerbegebiet am Ostbahnhof. In der Werner-Heisenberg-Straße steht eine Lagerhalle in Vollbrand. Die Flammen schlugen meterhoch in den Nachthimmel und eine massive Rauchwolke stand über dem Brandobjekt.

Gegen 21:17 Uhr ging der Alarm bei der Berufsfeuerwehr Regensburg und den Freiwilligen Feuerwehren Schwabelweis, Burgweinting, Weichs und Winzer ein. Rund 70 Feuerwehrleute machten sich sofort auf den Weg, sahen auf der Anfahrt schon eine massive Rauchentwicklung und standen nach ihrer Ankunft einem Flammenmeer gegenüber. Das Feuer hatte sich bereits komplett auf die etwa 30 x 60 Meter große Halle eines Recyclingbetriebs ausgeweitet - das Dach drohte einzustürzen.

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Mit einem massiven Löschangriff bekämpfte die Feuerwehr die Flammen. Dafür mussten die Floriansjünger eine Wasserversorgung über mehrere entfernte Hydranten aufbauen. Atemschutzgeräteträger führten die Löscharbeiten unter strenger Überwachung durch. Nicht die einzige Überwachung in der Nacht, denn das Technische Hilfswerk setzte Spezialgeräte ein, um das einsturzgefährdete Dach ständig zu kontrollieren.

"Wir haben ein Absicherungssystem jetzt installiert, damit wir überprüfen können, ob die Halle noch stabil ist, damit die Einsatzkräfte nicht gefährdet sind", so Stefan Kraus, Fachberater beim Technischen Hilfswerk. "Das ist auf die Dachkonstruktion ausgerichtet und überprüft jegliche Bewegung. Sollte eine Bewegung im Spiel sein, dann gibt es Alarm und wir ziehen die Kräfte raus", erklärt der Fachmann weiter. 

Währenddessen zog die massive Rauchentwicklung weiter durch die Nacht und ließ alles wie in einem gespenstischen Nebelmeer erscheinen. Selbst auf die Umgehungsstraße zog der Rauch. Deswegen war es auch nur möglich, mit Atemschutzgeräten direkt am Brandort zu arbeiten. Auch die Kräfte des Technische Hilfswerks, welche für weitere Maßnahmen nachrückten und unter anderem mit Radladern den Müll auseinanderzogen, arbeiteten in den Fahrzeugen mit Atemschutz. Glücklicherweise gab es, außer einer Atemschutzgeräteträgerin mit Kreislaufproblemen, keine Verletzten zu beklagen. Für die Einsatzkräfte war es es jedoch trotzdem ein kräftezehrender Einsatz bis in den Samstagvormittag hinein.

Warum der Brand ausbrach ist aktuell noch unklar. Die Polizeiinspektion Regensburg Süd führt die weiteren Ermittlungen zum Brandgeschehen durch. Den Sachschaden schätzt die Polizei aktuell auf mehrere hunderttausend Euro.


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