Klimaaktion_gruene_jugend Bild: © Grüne Jugend Regensburg

Regensburg. Heute, am 18. September, hat die Grüne Jugend Regensburg mit einer Aktion auf dem Pfaffensteiner Steg gezeigt, dass die Klimakrise im Zentrum des Wahlkampfes stehen sollte.

Anlässlich des Auftritts des SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz hat die politische Jugendorganisation mithilfe von Fotos, auf denen auf den Klimawandel zurückführbare Phänomene wie Waldbrände, Dürren, Korallensterben, Wettextreme sowie Statistiken zu sehen sind, die Auswirkungen der Klimakrise verdeutlicht.

"Während wir uns der Schwächen aller Wahlprogramme mit Bezug auf das 1,5° Ziel des Pariser Abkommens bewusst sind, haben schon mehrere Wissenschaftler*innen herausgearbeitet, dass das Programm der SPD in diesem Punkt besonders schwach und unkonkret ist. Sowohl in der Analyse des DIW als auch in den Augen von Volker Quaschning, Professor für erneuerbare Energiesysteme an der HTW Berlin, liegt das Programm der SPD in der Bewertung sogar hinter den Programmen von CDU/CSU, ihres bisherigen Koalitionspartners im Bund.", erklärt Benjamin Huth von der Grünen Jugend Regensburg, warum ausgerechnet die Veranstaltung von Olaf Scholz für diese Aktion genutzt wurde.

"Klimaschutz ist Menschenschutz", sagte Christina Rappl von der Grünen Jugend Regensburg, "Wenn wir nicht endlich in schnelleren Schritten etwas dafür tun, die Klimaneutralität zu erreichen, werden in 50 Jahren ganz abgesehen von den ausgestorben den Tier- und Pflanzenarten auch viele Menschen aufgrund der Klimakrise gestorben sein. Wetterextreme nehmen immer mehr zu. Menschen sterben durch Waldbrände und Überflutungen, aber auch durch ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten werden viele natürliche Kreisläufen zerstört und Nahrungsmittelketten unterbrochen. Wir haben Angst um unsere Zukunft. Der moderate Weg der SPD und auch anderer mitbewerbender Parteien reicht nicht, um das zu stoppen. Wir müssen jetzt handeln und schnell konkrete Maßnahmen umsetzen."

Gleichzeitig soll die Aktion nicht als Angriff auf die SPD im Allgemeinen verstanden werden. "Obwohl uns unsere Haltung zur Bekämpfung der Klimakrise an einigen Punkten deutlich unterscheidet, sehen wir auch in vielen anderen Gebieten große Übereinstimmungen mit der SPD, gerade was soziale Themen betrifft.", schränkt Julius Lindner von der Grünen Jugend Regensburg die Kritik an der SPD ein. Insgesamt ist eine Regierung, in denen Grüne und SPD beteiligt sind, in den Augen der Grünen Jugend Regensburg wünschenswert.