Hauptversammlung des Maschinen- und Betriebshelferrings in Schwarzenfeld

Hauptversammlung des Maschinen- und Betriebshelferrings in Schwarzenfeld

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„Die Globalisierungsgegner spielen den bäuerlichen Familienbetrieben in die Hände“, glaubt Carl Graf zu Eltz. Der Verbraucher lege wieder mehr Wert auf bewusste Ernährung und regionale Produkte, sagte der Vorsitzende bei der Hauptversammlung des Maschinen- und Betriebshelferrings in Schwarzenfeld.

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Carl Graf zu Eltz ermunterte die Mitglieder zum Dialog mit den Konsumenten und zur "gläsernen Produktion". Kein Betrieb sollte etwas zu verbergen haben, meinte der Vorsitzende. Die bäuerlichen Kleinstrukturen könnten mit Transparenz punkten. Der Gutsbesitzer aus Wolfring mahnte die Landwirte zum Boden- und Umweltschutz und forderte sie auf, unnötige Emissionen zu vermeiden. Dies gelte vor allem für das Ausbringen der Gülle. Beim Mais hält der Vorsitzende neue Anbauverfahren für erforderlich, um die Akzeptanz in der Bevölkerung für diese Frucht zurückzugewinnen.

Der Maschinenring hat aktuell 1698 Mitglieder und erzielte im vergangenen Jahr mit Erntearbeiten, Landschaftspflegemaßnahmen und Betriebshilfe einen Umsatz von knapp acht Millionen Euro. "Es war ein Rekordjahr", zog Geschäftsführer Christian Weiß eine positive Bilanz. Fast 60 000 Stunden leisteten die Betriebshelfer in den Familien, die in Not geraten waren. In Zusammenarbeit mit dem Naturparkverein und dem Landschaftspflegeverein übernahm die bäuerliche Selbsthilfeeinrichtung  95 Landschaftspflegemaßnahmen mit einem Volumen von 140 000 Euro. Im Rahmen des KULAP-Heckenpflegeprogramms erstellte der Maschinenring 35 Pflegekonzepte.

Zusammen mit den Maschinenringen Cham, Regensburg und Hemau ist die Schwandorfer Selbsthilfeeinrichtung Gesellschafter des Maschinenrings Ostbayern GmbH, der gewerbliche Dienstleistungen für Kommunen, Firmen und Privatpersonen anbietet. Der Umsatz für die Außenstelle Schwandorf betrug zuletzt 570 000 Euro.

Der Geschäftsführer des Landesverbandes der 71 bayerischen Maschinenringe, Georg Thalhammer, sieht die Potenziale der Selbsthilfeeinrichtungen längst nicht ausgeschöpft. Sie sollten noch stärker als Arbeitgeber auftreten und jungen Landwirten die Möglichkeit für einen Zusatzverdienst ermöglichen. Das Amt für Landwirtschaft stellt heuer den Boden- und Gewässerschutz in den Mittelpunkt. Behördenleiter Reinhold Witt kündigte dazu eine Reihe von Veranstaltungen an.

Matthias Dirnberger aus Kulz informierte die Mitglieder über die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen in der Landwirtschaft. Er arbeitet mit Wärmebild- und Zoomkameras mit direkter Verbindung zu einer Bodenstation. Aus 35 Metern Höhe fotografiert er Dächer und Flächen zur Bestands- und Schadensanalyse.

Der neue Vorstand setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Vorsitzender Carl Graf zu Eltz (Wolfring), stellvertretender Vorsitzender Gerhard Dietl (Winklarn), Beisitzer Florian Mauerer (Loisnitz), Barbara Weiherer (Mossendorf), Andreas Kulzer (Dietersdorf), Günther Hanauer (Niesaß), Peter Dirscherl (Fürstenhof), Daniel Hauser (Kitzenried), Ernst Götz (Trumling), Erwin Richthammer (Maierhof), Johann Harrer (Säulnhof)  und Tobias Gietl (Oberhof).


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