Heftige Unwetter über Zeitlarn und Lappersdorf

Die Unwetter haben Deutschland weiterhin im Griff. Am Montagmittag gegen 13 Uhr verdunkelt sich der Himmel über Regensburg, heftige Regenfälle gehen ab. Besonders schlimm trifft es die Gemeinde Zeitlarn im Landkreis. Von einem Waldhang geht eine Schlammlawine ab und bahnt sich ihren Weg durch das ganze Dorf. Zahlreiche Keller werden überflutet, Straßen müssen wegen der Überschwemmung gesperrt werden.

Auch Ferdinand und Manuela Götzfried sind betroffen. Mit Tränen in den Augen stehen sie vor ihrem Haus. Gerade erst wurde ihr Neubau fertig gestellt und nun ist überall Schlamm. Der Garten völlig verwüstet, auch im Keller steht die dreckige Brühe. Beide können es noch gar nicht richtig fassen, was hier gerade passiert ist. "Ich bin gerade erst eingezogen und nun ist alles kaputt. Es ist zum Weinen. Den Garten muss ich wohl völlig neu anglegen; die Wärmepumpe im Keller wird wohl auch kaputt sein", erzählt uns Ferdinand Götzfried.

 

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Auch in den anderen Straßen im Ort sieht es nicht recht viel besser aus. Überall ragen Feuerwehrschläuche aus den Kellerschächten raus, um das Wasser abzupumpen. Die Feuerwehren aus den Nachbarorten Regendorf, Laub und Regenstauf müssen zur Unterstützung nach Zeitlarn mit anrücken. Insgesamt muss die kleine Gemeinde an diesem Nachmittag rund 20-30 Einsätze abarbeiten.

Auch über den Markt Lappersdorf zog das Unwetter. Bei Benhof war die Straße so stark überflutet, das sie nur einseitig befahren werden konnte. Die Feuerwehr Hainsacker rückte und öffnete die mit Dreck verstopften Kanaldeckel. Das Wasser konnte dann abfließen. Auch zum Seniorenheim in Hainsacker musste die Wehr ausrücken; hier stand der Terrassen- und Gartenbereich unter Wasser. Da kann man nur hoffen, dass das Wetter in den nächsten Tagen besser wird und der Grill wieder zum Einsatz kommen kann.