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Heißer Kirwa-Samstag in Ensdorf

Heißer Kirwa-Samstag in Ensdorf

2 Minuten Lesezeit (364 Worte)

Hochsommerliche, schweißtreibende Temperaturen herrschten, als am Samstagnachmittag die Ensdorfer Kirwaburschen den 33 Meter langen Kirwabaum für die Jakobi-Kirchweih, unterstützt von kräftigen Mannsbildern, aufstellten. Vorher aber musste der Baum noch geringelt, mit Maßkrug und Gemeindewappen versehen und auch die Jahreszahl „2015“ eingeschnitzt werden. 

Die Kirwaburschen, als Schnitzer im Einsatz, kühlten sich dazwischen bei einem Bad in der Vils ab. Dann aber ging es zur Sache: Stück für Stück hievten nun mit Goißn kräftige Mannsbilder den mit von den Moidln geflochtenen Kränzen geschmückten Kirwabaum in die Höhe. Armschmalz war gefragt, um die schweißtreibende Arbeit auf das Kommando von Baummeister Martin Reiser „Auf geht’s, pack ma’s a! Hau – ruck!“ zu vollbringen.

An die 30 Mann waren dabei länger als eine Stunde am Schwitzen, um den von Martin Kraus gestifteten Baum in die Höhe zu wuchten. Auch die Kirwamoidln waren gefordert, sie hatten für ausreichend flüssigen Nachschub zu sorgen. Und sie waren überzeugt „Mir hom die stärksten Kirwaboum!“ und „Mir hom den schönsten Kirwabaum!“ Fachkundige Zaungäste begutachteten aus sicherer Entfernung die Plackerei, hatten sich wegen der Hitze in den Schatten verzogen. Ins Schwitzen kamen anschließend auch die Männer am Grill beim Ansturm der hungrigen Mannsbilder auf den Bratwürstl- und Fischstand. 

„Wir sind stolz auf unsere feschen Kirwapaare“ verkündete am Abend der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Richard Reiser. Er freue sich, dass viele „befreundete Kirwaleit“ zur Jakobikirchweih gekommen seien. Feuerwehr und Kirwapaare hätten das Fest wieder hervorragend organisiert, lobte Bürgermeister Markus Dollacker. Den Kirwapaaren, die drei schwere Tage vor sich hätten, wünsche er Durchhaltevermögen. Auf „drei tolle Tage bei unserer Jakobi-Kirchweih“ stieß er mit Reiser mit einer frischen Winkler-Maß an.

Die „SaKrisch-Band“ spielte zünftig auf, hatte bereits auch die Kirwapaare mit ins Zelt geleitet. Dass sie nicht nur beim Baumaufstellen super sind, zeigten die Kirwaburschen als sie mit ihren feschen Kirwamoidln ihre Tänze vorführten. „Wer hat die beste Kirwamusi? – Mir ham die beste Kirwamusi!“ zeigten sich die Ensdorfer überzeugt, als die Musikanten dann so richtig auffeilten, Stimmung ins Zelt brachten. Nicht nur für den Durst, auch für den Hunger hatten die Ensdorfer Feuerwehrler mit Bratwürsteln, Steaks, gegrilltem Fisch, Käse-. Fisch- und auch Lachssemmeln vorgesorgt. Und die Kirwapaare waren überzeugt: „Drei Tag, drei Tag, gemma nimma ham!“

 

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