Impfung Kein einziger Infektionsfall während der bisherigen Coronapandemie: Das Wackersdorfer Haus Doreafamilie schöpft durch die Impfung Hoffnung, dass es auch zukünftig dabei bleibt. Zum Ende des Jahres wurde ein Großteil der Bewohnerinnen und Bewohner geimpft. Die übrigen folgen im Januar. Personen im Bild (v.l.): Bürgermeister Thomas Falter, Einrichtungsleiterin Valentina Bruch, sowie Prof. Dr. med. Bettina Zietz und Rettungssanitäter Matthias Metzger vom Impfteam Bild: © Michael Weiß/VG Wackersdorf

Bürgermeister Thomas Falter und sein Stellvertreter, Thomas Neidl ließen den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wackersdorfer Seniorenresidenz Doreafamilie kleine Neujahrspräsente zukommen. Nur zwei Tage vorher war das mobile Impfteam des Landkreises im Haus und nahm erste Impfungen vor.


„Die Menschen in unseren Pflegeeinrichtungen und Seniorenunterkünften sind diejenigen, deren Leben sich durch Corona mit am dramatischsten verändert hat", erklärt Valentina Bruch, Leiterin des Hauses. Zwar hätten die unschätzbaren Leistungen des Personals und die schweren Einschränkungen aller Seniorinnen und Senioren dazu geführt, dass es in der Wackersdorfer Einrichtung bisher keinen Infektionsfall gegeben hatte – doch sei der Preis dafür ein hoher. „Für die Menschen hier war es ein Jahr mit wenig Kontakt zur Familie oder untereinander. Dazu kommt die immense physische und psychische Belastung für das Personal", gibt Bürgermeister Thomas Falter seine Beobachtungen wieder. Seit Beginn der Pandemie steht das Rathaus im permanenten und engen Kontakt zur Pflegeeinrichtung im Ort. So habe man zu Beginn der Pandemie beispielsweise mit Masken aus dem Reservebestand der Gemeinde aushelfen können, so der Bürgermeister.

Ein zentraler Baustein auf dem weiteren Weg zu mehr Normalität ist vor allem die Impfung gegen Covid-19. Am 29. Dezember war das mobile Impfteam des Landkreises vor Ort und impfte den Großteil der 56 Bewohner und einen Teil der Belegschaft, erklärt Rettungssanitäter Matthias Metzger vom Impfteam und ergänzt: „Im Januar nehmen wir die restlichen Impfungen vor." Die beaufsichtigende Ärztin der Impfungen, Prof. Dr. med. Bettina Zietz zeigte sich äußerst erfreut über die fortschreitende Arbeit: „Es fühlt sich gut an, den Menschen Hoffnung und Perspektive geben zu können." Hoffnung und Lebensfreude bei den Bewohnerinnen und Bewohnern zu wecken, sei auch das Ziel zahlreicher Aktionen des vergangenen Jahres gewesen, erinnert sich 2. Bürgermeister Thomas Neidl. Im Frühjahr bastelten Kinder unter der Initiative des Vereins Wackersdorfer Eltern Aktiv unzählige Herzen aus Salzteig, bemalten sie individuell und ließen sie den Seniorinnen und Senioren zukommen. Der Musikverein Wackersdorf-Steinberg am See spielte vor Ort ein Standkonzert vor geöffneten Fenstern.

Zum Start ins neue Jahr folgten nun kleine Präsente von der Gemeinde. „Der Neujahrsgruß der Bürgermeister im Haus Doreafamilie ist Tradition. Auch wenn er in diesem Jahr ein wenig anders ausfällt, ist er ein kleines Stück Normalität in außergewöhnlichen Zeiten", so Bürgermeister Thomas Falter. Die 83 Neujahrsgrüße für Bewohner und Personal, die liebevoll von der Wackersdorfer Gärtnerei Grabinger gestaltet wurden, überreichten die Bürgermeister unter freiem Himmel an Einrichtungsleiterin Valentina Bruch. Unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes wurden die Präsente anschließend im Haus verteilt.

Ein wenig Normalität in außergewöhnlichen Zeiten: 1. Bürgermeister, Thomas Falter (links) und 2. Bürgermeister, Thomas Neidl übergaben die traditionellen Neujahrspräsente der Gemeinde in diesem Jahr kollektiv an Leitung des Wackersdorfer Hauses Doreafamilie, Valentina Bruch. Die weitere Verteilung an die Bewohnerinnen und Bewohner wurde im Zuge des Infektionsschutzes durch das Personal vorgenommen Bild: © VG Wackersdorf