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SWB_Bauhof_Mull_Foto-Hitzek-21 Hausmüll direkt neben dem öffentlichen Abfallkorb. Das wird zunehmend zum Problem schildern (v.li.) Bauhof-Leiter Jürgen Stegerer, Bauhof-Mitarbeiter Albert Stockinger und Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth. Bild: © Michael Hitzek

Illegale Müllentsorgung stinkt den Stadtwerken

3 Minuten Lesezeit (614 Worte)

„Im Sommer ist am schlimmsten", sagt Albert Stockinger. Er gehört seit 35 Jahren zu den Männern vom Bauhof, die dafür sorgen, dass Müll und Dreck im Stadtgebiet weggeräumt und entsorgt werden. Zwar stehen im gesamten Stadtgebiet fast 230 Müllkörbe. Doch die allgemeingültige Regel „halte deine Umwelt sauber" scheinen etliche unvernünftige Zeitgenossen nicht mehr zu kennen.


Ortstermin mit Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth und Bauhof-Leiter Jürgen Stegerer am Kreisverkehr bei der OMV-Tankstelle. Albert Stockinger führt seine Vorgesetzten zum Abfallkorb am Gehweg. Direkt daneben steht eine Einkaufstüte aus Plastik, sinnigerweise mit dem Recycling-Symbol bedruckt, und fein säuberlich verschnürt. Stockinger wirft einen Blick in die Tüte und stellt nüchtern fest: „Hausmüll." Der hat freilich weder in, noch neben einem öffentlichen Abfallkorb etwas zu suchen.

Wenige Meter weiter, Sitzbank am Geh- und Radweg, der am Autohaus Lell vorbeiführt. Auch hier steht ein Abfallkorb. Rund um die Sitzbank liegen Dutzende von Zigarettenkippen. Dabei steht der Abfallkorb direkt neben der Sitzbank. Albert Stockinger hat dafür nur noch ein resigniertes Schulterzucken übrig. Er zeigt auf den blühenden Grünstreifen zwischen Geh-weg und Regensburger Straße: „Hier sammeln wir regelmäßig den Müll auf, der aus fahrenden Autos einfach auf die Straße geworfen wird."

„Leider müssen wir beobachten, dass zum einen immer mehr Müll achtlos auf die Straßen oder in Grünanlagen geworfen wird", sagt Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth. Zum anderen werde illegale Hausmüllentsorgung auf öffentlichen Flächen zunehmend zum Problem.

Fast 230 Abfallkörbe gibt es im ganzen Stadtgebiet. Im Jahr 2019 waren Mitarbeiter des Bauhofs rund 2000 Stunden ausschließlich mit Müllbeseitigung und Reinigungsarbeiten beschäftigt. „Das sind knapp 250 Arbeitstage", rechnet Jürgen Stegerer vor. Hinzu kommen rund 1.000 Fahrzeugstunden. Für die Entsorgung des eingesammelten Mülls bei der Georg Hofmann Entsorgungsservice GmbH & Co. KG und beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf mussten die Stadtwerke knapp 14.000 Euro berappen. Alles in allem kosteten Müllbeseitigung und Reinigungsarbeiten im Jahr 2019 rund 85.000 Euro. Die Stadtwerke haben nun die Taktung der Entleerung der Abfallkörbe erhöht, da illegal entsorgter Hausmüll gerade in den Sommermonaten schnell unangenehm riecht und Ungeziefer anlockt. Jeden Montag und Freitag rücken Mitarbeiter des Bauhofs dafür aus. Neben Albert Stockinger gehören Markus Ihmann, Hans Schönwetter, Thomas Niebler und Jürgen Bayer zur Müllentsorgungstruppe. „Bei ihnen möchte ich mich ausdrücklich bedanken für eine Arbeit, die sicherlich nicht jeder so machen würde und nach der man sich auch nicht unbedingt reißt", sagte Gluth.

Besonders ärgerlich ist, dass Hundekotbeutel vermehrt in Straßensinkkästen (Gullys) entsorgt werden. „Hundehalter sollten sich bewusst sein, dass die Mitarbeiter des Bauhofes diesen – im wahrsten Sinne des Wortes – Dreck mit der Hand beseitigen müssen", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke.

Die Infrastruktur ist da: Die Stadt hat die Zahl der Hundekotbeutelspender in den vergangenen Jahren deutlich erhöht – zu jeder dieser „Dog Stations" gehört auch ein Abfalleimer. Erst in dieser Woche wurde auf Anregung einer Bürgerin ein weiterer Hundekotbeutelspender in der Kellergasse nahe des WAA-Denkmals installiert.

Einmal pro Woche macht der Bauhof auch an den 15 Standorten von Altglas-Containern im Stadtgebiet sauber. Markus Burkhardt von der Firma Hofmann Entsorgungsservice hat dazu einen Hinweis: „Auf jedem der Altglascontainer steht unsere Telefonnummer 7777. Leider wird nur selten von dem Angebot gebraucht gemacht, uns zu melden, dass der Container voll ist." Anrufe kämen meist erst dann, wenn sich Altglas schon auf und um die Container stapelt. Burkhardts Bitte: „Rufen Sie uns am besten an, wenn absehbar ist, dass der Container bald voll ist." Die Altglas-Container würden einmal pro Woche geleert. An besonders hoch frequentierten Standorten wie dem NAC-Parkplatz bei Bedarf auch öfter. Dort gibt es nun auch einen zusätzlichen Container nur für Weißglas.

„Ein sauberes Stadtbild sollte ebenso in unser aller Interesse liegen, wie eine saubere Umwelt. Außerdem wäre Rücksicht auf die Mitarbeiter des Bauhofes wünschenswert", lautet der abschließende Appell von Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth.

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